Search Results

You are looking at 1 - 10 of 11 items :

  • "Igiaba Scego" x
Clear All

VII. Figuration eines Farbverlusts. Oltre Babilonia von Igiaba Scego als Überlebenserzählung zwischen Italien, Somalia und Argentinien »Dieser Ort, der die Intimität herstellt, ist gewisserma- ßen eine Verwandlung von Erde in Himmel, hier und jetzt. Unter der Bedingung, daß sie sich erinnert? Alchimistin des Sexuellen, die versucht, es der Repetition, der De- gradierung zu entziehen, es zu bewahren und zu subli- mieren. Zwischen. Im Zwischenraum der Zeit(en). Den Schleier der Zeit webend, das Gewebe der Zeit; die Zeit mit dem Raum, die Zeit im

Raum und Bewegung in Erzählungen des Widerständigen
Series: Lettre
FREE ACCESS

Referenzen: Eine Frage oder Parzival postkolonial | 190 VI. Selbstverortung im diasporischen ›Raum‹ der Relationen: Madre piccola von Cristina Ubax Ali Farah | 201 VI.1 Vertextung und Vernetzung ›des Raums‹ | 203 VI.2 Figuration eines Selbstverlusts und Bewegung zwischen Nicht-Orten | 212 VI.3 Passagen einer Selbst(be)schreibung und postkoloniale Road Novel | 221 VII. Figuration eines Farbverlusts. Oltre Babilonia von Igiaba Scego als Überlebenserzählung zwischen Italien, Somalia und Argentinien | 231 VII.1 Montage einer Familiengeschichte in Fragmenten

vier autobiografisch geprägten Texten bzw. autodiegetisch erzählten Fiktionen von mehr und weniger bekannten afrikanisch-stämmigen Autorinnen und Autoren der Gegenwart sollen im Folgenden diese Fragen nicht nur thematisch, sondern auch hinsichtlich ihrer literarischen Besonderheiten beantwortet werden. Konkret handelt es sich um La mia casa è dove sono (2010)1, eine sich als autobiografisch präsentierende Erzählung der somaliastämmigen Autorin Igiaba Scego. Die Autorin wurde zwar in Rom geboren und besitzt einen italienischen Pass2, erlebte jedoch durch die

Menschen. Frankfurt a.M., New York, Campus 2013. Brioni, Simone: »Pratiche «meticce»: narrare il colonialismo italiano a ›più mani‹.« In: Sinopoli, Franca (Hg.): Postcoloniale italiano. Tra letteratura e storia. Aprilia, Novalogos 2013, 89-119. Brioni, Simone: »Postcolonialismo, Subalternità e New Italian Epic.« In: http:// www.wumingfoundation.com/giap/?p=20012 (08.06.2017). Brogi, Daniela: »Being Different without Fear: On Igiaba Scego’s Oltre Babilo- nia (and More).« In: Brancato, Sabrina (Hg.): Afroeurope@n Configurations: Readings and Projects. Newcastle upon

die Entwicklung dieser »deterritorialisierten Literatur« (im Sinne von Deleuze/Guattari 1975) sind m.E. die Romane Regina di fiori e di perle von Gabriella Ghermandi, Il latte è buono von Garane Garane, Madre piccola von Cristina Ubax Ali Farah, Oltre Babilonia von Igiaba Scego, Timira von Wu Ming 2 und Antar Mohamed Marincola sowie Mario Domenichellis Lugemalé beson- ders prägend und bilden daher das repräsentative Untersuchungskorpus dieser Studie. Mit ihren Texten akzentuieren die SchriftstellerInnen die Bedeutung einer gesellschaftlichen Wahrnehmung der

Prozess der ›Kreolisierung‹ jenseits des gängigen Lite- raturkanons beteiligen sich selbstverständlich auch in Italien sozialisierte Au- torInnen; das prominenteste Beispiel ist Wu Ming (2), aber auch Igiaba Scego oder Mario Domenichelli, deren postkoloniale Romane in der vorliegenden Studie untersucht werden. Zugleich prägen nach Italien migrierte Schriftstel- lerInnen die postkoloniale Literaturproduktion in italienischer Sprache. Die Entscheidung, in der vormals kolonialen Sprache zu schreiben, erklärt sich z.T. aus dem Wunsch, mit dem italienischen Publikum in

führen, und es wird gezeigt, wie durch die prekäre Wahrnehmungsperspektive des Protagonisten eine Dekonstruk- tion der entwickelten westlichen Metropole vollzogen wird. Anhand von vier autobiografisch geprägten Romanen subsaharischer Autoren, Khadi Hanes Des fourmis dans la bouche (2011), Bay Madembos Il mio viaggio della speranza (2011), Papa Ngady Fayes Se Dio vuole. Il destino di un venditore di libri (2011) und Igiaba Scegos: La mia casa è dove sono (2010), untersucht Hanna Nohe in ihrem Beitrag Die sicht- und doch unsichtbare Stadt. Ethnoscapes und die

erfassen, »perché le colonie italiane furono per lo più ›colo- nie per maschi‹« (Wu Ming 2 2012 zit. in http://www.scritturacollettiva.org [08.06.2017]), lebten dort doch vorwiegend Soldaten und Funktionäre und nur wenige Arbeiterfamilien. Daher sei es auch kein Zufall, dass die postko- loniale Literaturproduktion überwiegend der Feder von Schriftstellerinnen, allen voran Gabriella Ghermandi, Cristina Ubax Ali Farah, Igiaba Scego, Shi- rin Ramzanali Fazel oder Kaha Mohammed Aden zu verdanken ist. Neben den genannten intertextuellen Bezügen ist in Timira insbesondere

Politischen sowie mit kollektiver Verantwortung verknüpft. Ästhetisch versucht diese »literarische Minorität« oder Literatur der Fluchtlinien etwa durch translinguale Aspekte, den Rückgriff auf Elemen- te mündlicher Erzähltraditionen, durch die Kombination postkolonialer und postmoderner Elemente oder durch transkulturelle Intertextualität die Gren- zen des italienischen Literaturkanons zu öffnen. An diesem Prozess beteiligen sich auch in Italien sozialisierte AutorInnen wie die im Rahmen dieser Studie untersuchten Romane von Igiaba Scego, Wu Ming 2 und Antar Mohamed