Search Results

You are looking at 1 - 10 of 375 items :

  • "Iterabilität" x
Clear All

: 158), wie Adorno es an Stellen in zwei eher marginal gebliebenen Vorlesungen sagt. Wir kommen darauf ohnehin noch zurück, deshalb müssen wir diesen gedank- lichen Faden nun nicht noch weiter ausspinnen. Stattdessen soll es im Folgenden wieder stärker um Derridas Überlegungen gehen; wir müssen prüfen, ob der Be- griff der Iterabilität die vorstehend vor allem von Adornos Schriften aus entfalteten Überlegungen nicht noch einmal von einer anderen Warte her zu erschließen ver- hilft. 3.2 Iterabilität: eine prozessuale Theorie des Allgemeinen Im vorigen Abschnitt haben

Resonanzen. Sprachverstehen – Medialität – Iterabilität Auf den Spuren der Sprachtheorie Wilhelm von Humboldts Csongor Lőrincz Wie lassen sich die Komplexe der Medialität und des Sprachverstehens in Ver- bindung bringen, wie sind sie miteinander verknüpft oder bedingen einander so- gar? Wie kann man die Sprache so als Medium auffassen, dass diese Annahme nicht der Praxis der Diskurse der technischen Medienauffassung folgt und so „ein rein äußerliches Medienverständnis das Geschehen der Vermittlung“ „ent- semantisiert“?1 Auf welche Weise kann man

..................................... 39 2.3 Menkes Idee.......................................................................... 57 2.4 Desiderate ........................................................................... 69 3. Das Problem der geistigen Erfahrung ................................................. 77 3.1 Das Sinnliche, das Geistige, die Vermittlung: eine dialektische Theorie des Allgemeinen ................................................ 85 3.2 Iterabilität: eine prozessuale Theorie des Allgemeinen................................. 116 3.3 Zwischenresümee

Trauma Formen seiner Verarbeitung einfordert.47 3.3 Zwischenresümee Nach dem vorstehenden gewundenen Streifzug durch Derridas Werk sei hier ein intermittierendes, pausierendes Resümee eingeschaltet. Ich hatte zunächst damit begonnen, verständlich zu machen, wieso Derridas Begrifflichkeit für uns über- haupt relevant sein könnte. Die Ausweitung des Schriftbegriffs bildete dafür die Basis. Um ihn in einem ersten Schrittmit Konturen zu versehen,war es notwendig, das als Iterabilität bezeichnete Merkmal der Wiederholbarkeit von seinen weittra- genden theoretischen

Dekonstrukti- on hat Statt, sie ist ein Ereignis (événement), das nicht erst auf die Überlegung, das Bewußtsein oder die Organisation des Subjekts, nicht einmal der Moderne, wartet.« (Ebd.: 20) Sie ist »das, was geschieht.« (Derrida 2001: 73) Diese Interpretati- onsweise ist mit zwei für Derridas Werk wesentlichen argumentativen Bewegun- gen verbunden: dem Begriff der Iterabilität – Wiederholung und Methodisierung imgleichen wie Alteration und Singularisierung – zum einen und der Problema- tisierung des mit dem ›Subjekt‹ verbundenen Willens zur Beherrschung zum ande- ren

zurückbehält, ebenso wie das Geld nur das ›gemeinsame Maß‹ für inkommensurable Gegenstände liefert, um sie zuWaren zumachen.« (Derrida 1983: 515f.) In Betracht zu ziehen sind zudem der weithin unbekannt gebliebene Vortrag Über das ›Preislose‹ 290 Geistige Erfahrung führt, die man zwar vielleicht ebensogut, und schlichter, ›Wissenssoziologie‹ nen- nen könnte und die sich womöglich auf einem von Althistorikern schon längst be- stellten Feld umtun möchte. Aber es schadet manchmal nicht, dasselbe nochmal anders zu sagen – Iterabilität! Wahrscheinlich geht es mit Derrida und

auseinandergesetzt und entfaltet, konnte der Begriff der Iterabilität diese Zusammenhänge nochmals anders und mit besonderem Augenmerk auf die Zeitlichkeit des Verhältnisses von Allgemei- nem und Besonderem beleuchten. Jede sinnliche Wahrnehmung ist demnach, wie Derrida stets sehr viel deutlicher als Adorno herausgestellt hat, in sich nicht nur durch anderes vermittelt und verweist auf anderes, sondern diese Art der Heimsuchung oder Kontamination spreizt auch ihr gegenwärtiges Stattfinden auf, ihre Gegenwärtigkeit hic et nunc. Die allgemeinen kategorialen oder begrifflichen

Philosophie 31 figürlichen Begriffe selber aporetisch strukturiert: Das Gespenst ist zugleich sicht- bar und unsichtbar, dasHymen und der Parasit sind zugleich innen und außen, das Pharmakon vagiert unentscheidbar zwischen Gift und Heilmittel usw.3 Diese nach einzelnen Figuren differenzierbare Aporetik strukturiert nicht nur die zeittheoreti- schen – ein Ereignis, das eintrifft, ohne anzukommen; eine Vergangenheit, die, ge- schehen, doch niemals Gegenwart war; eine Trauer, die gedenkt, ohne anzueignen – und die auf den Begriff der Iterabilität bezogenen Areale – eine

durch Bedingun- gen und Vermögen allein nicht bewerkstelligt werden kann. In welchem Sinn das Unmögliche dann aber ebensowenig ein schlechthin ›positives‹ Unmögliches ist – also ein Unmögliches, das es, in einem schlichten Sinn, ›gibt‹ und ›möglich‹ ist –, das werden wir noch im Zuge der Diskussion um den Begriff der Iterabilität sehen.28 Auch die (ii) kritische Neubestimmung der Transzendentalphilosophie und des transzendentalen Subjekts – als Träger oder Instanz der Vermögen als Möglich- keitsbedingungen –findet sich bei Derrida deutlich vorgebildet. Dass, in

geistiger Erfahrung mit anderen Gebieten im Werk Adornos zurückzubetten. Mit diesen beiden Exkursen – und auch mit dem längeren Abschnitt zum Begriff der Iterabilität – haben wir uns aus Adornos Werk hinausbewegt und sind den Fährten gefolgt, die Adorno etwa durch seine Rede von einer verborgenen Seelentätigkeit, als die sich uns die Einbildungskraft dargestellt hat, bereits gelegt hatte. Nun steht man aber vor der Frage, wie man diese begrifflichen Untersuchungen wieder in das Gewebe von Adornos Werk zurücktransplantieren kann. Eine für sich stehende Definition des