Search Results

You are looking at 1 - 10 of 6,319 items :

  • "Kulturgeschichte" x
Clear All

Kulturgeschichte und „STS“ kombiniert Die Rohrpost als kommunikations- und raumerzeugende Infrastruktur LAURA MENEGHELLO Als die Mitarbeiter*innen des Tiroler Landeskrankenhauses 1987 Papier und Proben per Rohrpost durch die Krankenhausgebäude verschickten, diese jedoch nicht an ihrem Ziel ankamen, sondern sich in der Fehlstation sammelten, hatte die technische Abteilung keine Zweifel, dass die Rohrpost ein veraltetes techni- sches System sei.1 Dabei war diese nur 20 Jahre früher als notwendiges Mo- dernisierungselement in dem Neubau errichtet worden

137 DANIEL HESS Kulturgeschichte im Germanischen Nationalmuseum Das von Bund und Land im Rahmen der Leibniz-Gemeinschaft geförderte Germanische Nationalmuseum in Nürnberg ist eines der größten kunst- und kulturgeschichtlichen Museen Europas. Sein Auftrag ist es, die Zeugnisse der Geschichte, Kunst und Kultur aus dem deutschen Sprachraum zu erforschen, zu sammeln, zu bewahren und der Öffentlichkeit zu erschließen. Das Museum wurde 1852 von Freiherr Hans von Aufseß gegründet, der mit seiner Institu- tion nicht primär ein Museum im

Kulturgeschichte der Selbstdarstellung Dichterische Selbstdarstellung im Wandel der Zeit Eine kulturhistorische Revue INTELLEKTUELLE REPRÄSENTATION IM MITTELALTER. ODER: „ICH SAZ UF EIME STEINE …“ Otfrid (800–875) hatte die besten Absichten. Er wollte ein Buch unter die Leute bringen. Die Bibel. Und er hatte einen Plan. Er nahm sich vor, die Heilige Schrift aus dem Lateinischen in den rheinfränkischen Dialekt zu übertragen, dazu ein span- nendes Vorwort zu schreiben, um danach die Abschrift im ganzen Land publik zu machen. So dürfen wir

Gerd DIETRICH: Kulturgeschichte der DDR. Bd. I. Kultur in der Übergangsgesellschaft 1945-1957, Bd. II. Kultur in der Bildungsgesellschaft 1958-1976, Bd. III. Kultur in der Konsumgesellschaft 1977-1990. Göttingen (V&R) 2018, 2429 Seiten und 11 Abb. Gerd Dietrich, Historiker und ausgewiesener Experte für die Kulturge- schichte der DDR, entfaltet in dieser dreibändigen, fast 2500 Seiten umfassenden Publikation ein Panorama der kulturhistorischen Ent- wicklungen der Alltags- und Hochkultur der DDR. Der Auseinanderset- zung mit DDR-Geschichte und Kultur nähert sich

1. Deutsche Kulturgeschichte ist Migrationsgeschichte „Migrationsbewegungen sind in allen Zei- ten zu beobachten. Sie sind fester Bestand- teil der Kulturgeschichte der Menschheit.“ (HAN 2010, S. 5) Migration ist ein fester Bestandteil der Kultur der Menschheit, mit dem zu jeder Zeit an jedem Ort Unterschiedliches verbunden wird. Der Umgang mit Migration als Phänomen unterscheidet sich oft gravierend. Dies ge- schieht zum Beispiel in Abhängigkeit des Selbstverständnisses von Kollek- tiven und deren Geschichte. Der Archäologe und Historiker

11 Präventionsgeschichte als Kulturgeschichte der Gesundheitspolit ik MARTIN LENGWILER, JEANNETTE MADARÁSZ 1983, auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, äußerte sich die britische Sozialanthropologin Mary Douglas in ironischer Zuspitzung zur Risi- kowahrnehmung der amerikanischen Bevölkerung: „What are Ameri- cans afraid of? – Nothing much really, except the food they eat, the wa- ter they drink, the air they breathe [...].“ (Douglas 1983: 10) In einer Zeit, die vom Wettrüsten, einer schlechten Wirtschaftslage und horren- den Staatsdefiziten geprägt war, drehten

2. Kleine Kulturgeschichte des Palimpsests 2.1 PRAGMATISCH-HISTORISCHER KONTEXT: DAS PALIMPSEST ALS EINE ERFINDUNG DER KRISE? Not macht bekanntlich erfinderisch, und so war auch die Bedeutung, die das Palimpsest für die abendländische Geschichte der Schriftkultur von der Spätantike bis ins frühe Mittelalter gewinnen sollte, einer Situation des Mangels geschuldet. Wenn auch die Praxis, Palimpseste anzufertigen, älter sein mag, so ist ihre Bedeu- tung das Ergebnis politisch-ökonomischer Krisen. Dabei mag die Technik des Palimpsestierens, bei der

7 Kulturgeschichte des Musée Sentimental 7.1 Museale Wunder. Historische Kontexte des Musée Sentimental Der Begriff Museum stammt ab von den Tempeln der Musen, der griechischen und römischen Antike. Der bekannteste Musentempel1 ist das Museion von Alexandria2, welches seit seiner Gründung 295 v. Chr. mit der benachbarten großen Bibliothek einst die gleichnamige Stadt zum geistigen Zentrum der antiken Welt machte.3 Die Schätze griechischer Tempel sind die ersten Museen gegenwärtiger Kunst- und Nationalgeschichte. Pomian hält fest: „Gegenstände, die aus

Jochen Koubek Zur Kulturgeschichte des physikalischen Raums Einführung »Der Weltraum, unendliche Weiten.« So beginnt die erfolgreichste Sci- ence-Fiction-Serie seit 1966, Star Trek. Um aber diesen Satz überhaupt formulieren zu können, ist eine Raumvorstellung notwendig, die es in dieser Form nicht immer gegeben hat. Die Idee eines unendlichen Raums ist kulturhistorisch relativ jung und löste erst seit dem 17. Jahr- hundert das auf Aristoteles zurückgehende Raumverständnis des Mit- telalters ab. Zwar können wir davon ausgehen, daß sich die physiologischen Vor

I. Kulturgeschichte des öffentlichen Nahverkehrs 1. VORABEND DER METROPOLE. JULIUS RODENBERGS BILDER AUS DEM BERLINER LEBEN Er selbst bezeichnete sich als einen Chronisten des Übergangs, der sich zur Aufga- be gemacht hatte, das flüchtige „Bild zu fixieren, welches Berlin im Verlaufe seiner Umgestaltung dem Blicke des Beobachters“1 zeigt und das Morgen schon wieder ein anderes sein wird. Die Rede ist von Julius Rodenberg, dem Gründer und Her- ausgeber der Deutschen Rundschau, in der so gewichtige Werke wie Fontanes Effi Briest oder Storms Novelle