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V. Fluchtort Mogadishu. Überleben zwischen inneren und äußeren Abgründen in Mario Domenichellis Lugemalé »[E] dal buio della memoria tornan due versi soltanto: ›Ché lascia il posto lo sconfor to e nasce, qui, la speranza.‹« anthony loStmann, i FraMMenti Del cantare Della DeciMa claSSe (1991, 24) Im Einleitungskapitel wurde die postkoloniale Literatur in Anlehnung an De- leuze und Guattari (1975) als »kleine Literatur« beschrieben, die sich von den diskursiven ›Randbereichen‹ etablierter Hierarchien äußert und dabei indivi- duelle Erfahrungen mit dem

Raum und Bewegung in Erzählungen des Widerständigen
Series: Lettre
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Handlungsspielräume | 130 IV.2 »Made in Italy.« Raumwahrnehmung postkolonialer Großstädte | 140 IV.3 Entlang entstehender Routen | 154 IV.4 Mogadishu 1991 oder Nel mezzo del cammin di nostra vita/Mi ritrovai per una selva oscura | 159 V. Fluchtort Mogadishu. Überleben zwischen inneren und äußeren Abgründen in Mario Domenichellis Lugemalé | 165 V.1 Spiegelbilder eines Romans oder Mise en abyme | 166 V.2 Überleben zwischen Trauer und Melancholie | 176 V.3 »Pareva il Titanic« – Europa 1989. Postkoloniale Betrachtungen einer weltpolitischen Wende | 182 V.4 Intertextuelle

und Mario Domenichelli. Mein Dank gilt außerdem der Universität Innsbruck, insbesondere dem Vizerektorat für Forschung, dem Dekanat der Philologisch-Kulturwissenschaft- lichen Fakultät und dem International Relations Office, die meine Forschungs- arbeit während meines Doktoratsstudiums sowie die Publikation der vor lie gen- den Monografie unterstützt haben; auch danke ich der Österreichischen For- schungsgemeinschaft für die großzügige Druckförderung. Ich bedanke mich zudem beim transcript Verlag und meiner Lektorin Tanja Jentsch für die aus- gezeichnete

Prozess der ›Kreolisierung‹ jenseits des gängigen Lite- raturkanons beteiligen sich selbstverständlich auch in Italien sozialisierte Au- torInnen; das prominenteste Beispiel ist Wu Ming (2), aber auch Igiaba Scego oder Mario Domenichelli, deren postkoloniale Romane in der vorliegenden Studie untersucht werden. Zugleich prägen nach Italien migrierte Schriftstel- lerInnen die postkoloniale Literaturproduktion in italienischer Sprache. Die Entscheidung, in der vormals kolonialen Sprache zu schreiben, erklärt sich z.T. aus dem Wunsch, mit dem italienischen Publikum in

, Tomorrow. Stimmen aus der somalischen Diaspora. Frankfurt a.M., Suhrkamp 2003. Farah, Nuruddin: Yesterday, tomorrow. Voices from the Somali Diaspora. London, New York, Cassell 2000. Flaiano, Ennio: Tempo di uccidere. Milano, Longanesi 1947. Garane, Garane: Il latte è buono. Isernia, Iannone 2005. Ghermandi, Gabriella: Regina di fiori e di perle. Roma, Donzelli 2007. Longo, Davide: Un mattino a Irgalem. Milano, Marcos y Marcos 2001. Lostmann, Anthony: I frammenti del Cantare della Decima Classe. Herausgege- ben von Mario Domenichelli. Firenze, Franco Cesati Editore

die Entwicklung dieser »deterritorialisierten Literatur« (im Sinne von Deleuze/Guattari 1975) sind m.E. die Romane Regina di fiori e di perle von Gabriella Ghermandi, Il latte è buono von Garane Garane, Madre piccola von Cristina Ubax Ali Farah, Oltre Babilonia von Igiaba Scego, Timira von Wu Ming 2 und Antar Mohamed Marincola sowie Mario Domenichellis Lugemalé beson- ders prägend und bilden daher das repräsentative Untersuchungskorpus dieser Studie. Mit ihren Texten akzentuieren die SchriftstellerInnen die Bedeutung einer gesellschaftlichen Wahrnehmung der

realisierten kaum eine Begegnung mit den aus ihrer Perspektive ›Anderen‹, vielmehr erlebten sie eine Art narzisstische Kränkung, die ihre Augen gegenüber der äußeren Wirklichkeit gewissermaßen verschloss; da- durch wurden sie in der Einsamkeit des fremden Landes mit ihrem ›inneren Dunkel‹, dem Unbewussten, also sich selbst in Kontakt gebracht (cf. Domeni- chelli 1997 zit. in Margara 2013, 142). Mario Domenichelli betont, die Texte der europäischen Kolonialliteratur sind voll von weißen europäischen Män- 20 | Auf einer Metaebene kommentier t die Erzähler figur die