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Museum Wolfgang Ullrich Andreas Reckwitz defines the present as an epoch under the control of a “crea- tivity dispositif” (2017: 9) whose “formational phase, a time of incubation” was in “the period from around 1900 to the 1960s” (ibid: 31). In fact, there is am- ple evidence for this claim. At the start of the incubation period for the creati- vity dispositif, there is Leo Tolstoy’s programmatic prediction, pregnant with Christian Socialist ideology, that in the future “[artistic activity] will become accessible to every simple person” (1995: 151). Formulated

Museum RUDOLF KANIA Es gibt bei Museen eine so große Vielfalt unterschiedlicher Ausrich- tungen, Inhalte und Formen, dass gerne umschreibend von »Mu- seumslandschaften« gesprochen wird – Museen für Kunst, für Kultur- geschichte oder Geschichte, naturwissenschaftliche Museen oder Technikmuseen, die Schwerpunkte können sich überschneiden. Mu- seen können jedes denkbare Thema besetzen und jeder kann ein Mu- seum betreiben. Alle Museen sind jedoch – in herkömmlicher Be- schreibung – Einrichtungen, die materielle Zeugnisse aus der Kultur des Menschen und seiner

Museum Wolfgang Ullrich Andreas Reckwitz hat die Gegenwart als Epoche bestimmt, die sich unter der Herrschaft eines »Kreativitätsdispositivs« befinde (Reckwitz 2012, 49). Seiner Einschätzung zufolge hatte es im »Zeitraum von um 1900 bis in die 1960er Jahre« seine »Inkubationszeit« (ebd., 52). Dafür gibt es tatsächlich zahlreiche Indizien. Am Beginn der Inkubationszeit steht etwa die programmatische, aber zu ihrer Zeit weitgehend folgenlose, christlich-sozialistisch imprägnierte Prognose Tolstois, der 1898 in seinem Traktat »Gegen die moderne Kunst« ein

Statement: ›Das subjektive Museum‹ Gallus Staubli Leiter Bildung & Vermittlung Museum für Kommunikation, Bern » Im Jahr 2012 beschloss die damalige Crew des Museums für Kommuni- kation in Bern, auf welchen Eckpfeilern die neue Dauerausstellung, respek- tive das »neue Museum«, ab 2017 gebaut werden sollte: Das Museum sollte Gegenwartsthemen stärker gewichten, sollte die gesellschaftlichen Diskur- se antizipieren, sollte partizipative und kollaborative Beteiligungsgrade des Publikums fördern, es sollte seine Stärken stärken und weiter auf interaktive Formate

Statement: ›Das subjektive Museum‹ Matthias Beitl Direktor Volkskundemuseum Wien » Das Museum ist eine zutiefst politische Institution. Seine Sammlungen sind die Vergegenwärtigung spezifischer Aspekte materieller und ideeller Kultur, die jeweils unter bestimmten politischen Bedingungen zustande kommen. Im Museum wirkt die Politik des Sammelns unmittelbar, das Museum selbst wird wiederum von der Gesellschaft mittels ihrer akzeptierten Politik de- terminiert. Sieht man diese akzeptierte Politik als einen Diskurs des Volkes im Sinne des französischen

Statement: ›Das subjektive Museum‹ Martina Nußbaumer Kuratorin, Wien Museum » Für mich ist ein »subjektives Museum« zum einen ein Museum, das be- wusst ref lektiert, dass Museen bei allem Anspruch auf Wissenschaftlichkeit und Objektivität schon immer in komplexen Machtgefügen agiert haben und auch selbst subjektiv handeln; ein Museum, das seine eigenen Zugänge und Strategien immer wieder neu hinterfragt, sich aber auch nicht davor scheut, selbst Positionen zu beziehen und diese transparent zu machen. Zum anderen ist ein »subjektives Museum« für mich ein

Ein Museum – viele Perspektiven Grußwort Jan Gerchow Das Historische Museum Frankfurt (HMF) hat sich von 2008 bis 2017 in einer umfassenden Neukonzeption eine neue Ausrichtung gegeben. Vom Fachmuseum für Geschichte ist es zum Stadtmuseum für Frankfurt und seine Bewohner*innen und Besucher*innen geworden. Die grundlegende Fragestellung der Neukonzeption war, was das Thema ist, das alle Bewoh- ner*innen und Besucher*innen dieser Stadt vereint: Es ist aus Sicht des Mu- seumsteams die Stadt selbst, es sind die vielen individuellen Perspektiven auf die Stadt

The Sensitive Museum Von der Oberfläche unter die Haut Marie Cathleen Haff Grußwort »The fellowship experience has changed my life.« So oder ähnlich fassten die Gastkurator*innen ihren anderthalbjährigen Arbeitsaufenthalt zusammen. An 38 deutschen Museen haben die internationalen Wissenschaftler*innen – die Fellows – gemeinsam mit den angestammten Teams der Häuser inno- vative museologische Ideen in die Praxis übersetzen können. Mit dem Ziel, neue Präsentations- und Ausstellungsformen zu erproben, verband sich der Wunsch, das Museum als Experimentierfeld

Statement: ›Das subjektive Museum‹ Joachim Baur freier Kurator, Die Exponauten. Ausstellungen et cetera, Berlin » Das situierte Museum. Was verstehst Du unter einem subjektiven Mu- seum? Als Nina Gorgus mich fragt, ob ich zu dieser Frage ein kurzes State- ment abgeben möchte, sage ich spontan zu. »Subjektives Museum« – das klingt sympathisch und liegt mir nahe, auch wenn die Kombination der Be- griffe neu erscheint. Vieles schwingt mit, was im Museumsfeld der letzten Jahrzehnte theoretisch und praktisch erarbeitet wurde und auch mein Ver- ständnis des