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Biographie als Pathographie Lebens- und Fallgeschichten zum Geschlechtswechsel1 ANNETTE RUNTE dupes of gender MEYEROWITZ 2002: 12 SANDWICH-DISKURSE: SPIEGEL ODER MASKE? Zu Anfang des 18. Jahrhunderts berichtete François Gayot de Pitaval über den merkwürdigen Fall eines Advokatensohns, der sich in ein kleines Dorf zurückzog, um als fromme Spinnerin der Pflege seiner Weiblichkeit zu frö- nen. »Man sah sie viel Zeit vor dem Spiegel verbringen, damit beschäftigt, ihre Frisur zu ordnen und ihrem Bilde zuzurufen: ›Ist das Fräulein nicht hübsch

Demenzdarstellungen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
Interdisziplinäre Betrachtungen
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, Birgit Riegraf, Lena Weber | 89 Handlungsfähigkeit Über Agency, das Konzept ›Cool‹, bestimmte Zumutungen der männlichen Rolle, ›Kommunikation‹ und die Medien Hartmut Winkler | 107 Mediatisierte Multituden Fernsehen und Fernsehkritik als immaterielle Arbeit Andrea Seier | 117 Geschlechtliche Ungleichheitslagen und gesellschaftliche Herrschaftsstrukturen Zur Überlagerung von Klasse und Gender im Phänomen »Frauendiskriminierung« Regina Becker-Schmidt | 137 Biographie als Pathographie Lebens- und Fallgeschichten zum Geschlechtswechsel Annette Runte

into the conceptual history, definition, and mediality of the genre of pathography. Subsequently, I will discuss the ef fects pathographies may have on patients, health care providers, and society. The article concludes with an outlook on the ethical impli- cations pathographic processes of production and reception may have with regard to digital games. Keywords: Pathography; Medical Humanities; Narrative Based Medicine; Ethics in Pathography Schlagworte: Pathographie; Medical Humanities; Narrative Medizin; Ethik der Pathographie 1. Einführung Wenn wir krank

Stephanie Zuber sei herzlich für die Gelegenheit gedankt, das Thema der Pathographie in den Zusammenhang einer methodisch er- weiterten Biographieforschung zu stellen. Die erweiterte Fassung des vor- liegenden Beitrags mit einer Analyse von Lange-Eichbaums Werken steht im Rahmen meines Habilitationsprojekts „Der Künstler im System der Künste und Wissenschaften, 1880-1930“. BETTINA GOCKEL 126 „[…] Genie ist nicht Vater, sondern eine Art Mutter. Es wächst, es reift in ihm etwas aus, kraft der körperlichen und seelischen Fähigkeiten seines Gesamtor- ganismus“ (ebd.: 133

Forschung untersucht sie bösartige und monströse Räume in Computerspielen, mit besonderem Schwerpunkt auf ludi- sche Einf lüsse auf Spielerfahrungen und Charakterartikulation. Katharina Fürholzer, Dr., ist derzeit Postdoktorandin am Department of Com- parative Literature & Literary Theory an der University of Pennsylvania. Ihre For- schungsschwerpunkte sind Medical Humanities, Ethik der Pathographie, gute wissenschaftliche Praxis und Geschichte der Psychiatrie (insbesondere Kurt Schneider). Arno Görgen, Dr., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institute of Design Re

Publikationen zum selben Thema gemeinsam ist, deutet darauf hin, dass die Erkrankung Alzheimer im kulturellen Problem- bewusstsein angekommen ist.8 Die Bewertung der moralischen Legitimität solcher Werke kann nicht Gegen- stand eines literaturwissenschaftlichen Beitrags sein. Vielmehr möchte ich im Folgenden die Erzählung Der alte König in seinem Exil innerhalb des noch relativ jungen Genres der Alzheimer-Narration, einer Untergattung der Pathographie, verorten. Der Fokus richtet sich dabei auf die narratologische Darstellung der Krankheit Morbus Alzheimer und die

sich nicht als psychiatrische Fach- publikationen, sondern wandten sich an ein breites Publikum interessier- ter Leser bzw. »Laien«.6 Medizinhistorisch lassen sich beide Texte in der Tradition der psychiatrischen Pathographie berühmter Persönlichkeiten und Künstler (»Genies«) verorten, die im 19. Jahrhundert vor allem durch die Arbeiten des italienischen Psychiaters Cesare Lombroso, Genio e follia (dt. Genie und Irrsinn, Leipzig 1887) und Genio e degenerazione (dt. Entartung und Genie, Leipzig 1894), begründet wurde.7 Lombrosos Studien hatten ihre theoretische

verstehen möchte. Einen Anschluss an Foucaults Werke herzustellen fällt dabei insofern leicht, als er sei- ne grundsätzlichen Analysen zum Verhältnis von Wissen, Macht und Wahrheit 9 M. Brusotti: Wille zur Macht. 10 L. Cherlonneix: Philosophie médicale de Nietzsche. 11 T.A. Long: Nietzsche’s Philosophy of Medicine. 12 Vgl. D. Aurenque/O. Friedrich: Fragen einer technisierten Medizin. 13 Vgl. M. Bormuth: Nietzsche im Lichte der psychiatrischen Pathographie. 14 Vgl. B.S. Turner: From Governmentality to