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Company, Artistic Practices and Reception
Series: TanzScripte, 56
Die Kunst des Übersetzens
Series: TanzScripte, 55

59 das Werk von Pina bausch beWahren Das Werk von Pina Bausch ist durch umfangreiches Material, z.B. im Archiv der Pina Bausch Foundation, dokumentiert. Vielleicht noch wichtiger sind aber die Erinnerungen von vielen Menschen in der ganzen Welt an ihr Werk. Das Werk von Pina Bausch zu bewahren bedeutet daher sowohl Material als auch Erinnerungen zu erfassen und zu erhalten (PBF: 2011). Material. Das Material umfasst Stück- und Aufführungslisten, Tonaufnahmen und ihre Transkriptionen, Ton- und Lichtpläne, Regiebücher, Dokumentationen der Bühnenbilder

59 PreServing Pina BauSch’S Work Pina Bausch’s work is documented in a large amount of material, as well as in the memories of people all over the world. Preserving the work of Pina Bausch means both, capturing material and memories (PBF: 2011). The material comprises lists of pieces and performances, audio recordings and their transcriptions, sound schedules, production books, documentation of stage settings, photographs and video recordings, cue sheets, costumes, light schedules and light plans, manuscripts, props, programmes, notes by dancers, and much

Pina Bausch backstage, oder: Tanztheater von hinten Eike Wittrock »Love as a medium is part of an economy of re- sistance, ecstatic resistance I would say, provok- ing questions of memory and tactics. What does love want?«1 MÄNNER IM TUTU Das Musikvideo von NO MORE ›I LOVE YOU’S‹2 ist eine queere Fin de siècle- Cabaret-Fantasie: Annie Lennox singt auf einem beleuchteten Halbmond, um sie herum tanzen Männer in Tutus und bestreuen sie mit Blütenblättern. Das Publi- kum des Nachtclubs ist anfangs von der seltsamen Travestie-Nummer gelang- weilt

93 GA B R IE L E BR A N DS T E T T E R Pina Bauschs Das Frühlingsopfer . Signatur – Übertragung – Kontext Pina Bauschs Das Frühlingsopfer ist ohne Zweifel ein Signaturstück der Tanzgeschichte des 20. Jahrhunderts. Und das in zweifacher Hinsicht. Zum einen markiert Bauschs Choreografie in der langen Geschichte der Versionen von Le Sacre du Printemps eine tänzerische Gestaltung dieses Themas, die ebenso einflussreich wurde wie jene (als Original-Choreografie verlorene) Ur- aufführung von Nijinsky. Beide Sacre-Choreografien zählen zum Kanon der

1. Pina Bauschs aplomb. Ballett im Tanztheater »Der Mensch  allein widerstrebt  der  Richtung der  Gravitation:  er  möchte  beständig  nach o b e n — fallen.«1 Friedrich Nietzsche Die Fotografie (Abb. 2) zeigt Pina Bausch und ihr Ensemble während der Proben zur Wiederaufnahme des Stücks Nelken (1982). Abb. 2: Proben in der Lichtburg 1   Nietzsche, Friedrich: Kritische Studienausgabe  (KSA), hg. v. Giorgio Colli u. Mazzino Montinari,  Bd. 10: Nachgelassene Fragmente 1882-1884, Sommer—Herbst 1882, 3[1], 343, Berlin: De Gruyter  1999, S. 95. Schweres Schweben42

127 Die Fragen hören nicht auF, unD Die Suche hört nicht auF. eS liegt etwaS enDloSeS Darin, unD DaS iSt DaS Schöne Daran. wenn ich unSere arbeit anSchaue, habe ich immer noch DaS geFühl, ich habe geraDe erSt angeFangen. PINA BAusch JeDe bewegung iSt an JeDem tag immer neu. sAfET MIsTELE Ein Archiv im konventionellen Sinne macht die „Vergangenheit über Materialien, also gegenständlich greifbare, meist originale und authentische Objekte, zugänglich“ (Wegmann 2001: 54), ist eine Institution, „die der selektiven Sammlung und der konservierenden

Tanz weitergeben. Tradierung und Übersetzung der Choreografien von Pina Bausch GABRIELE KLEIN Tanz weitergeben – dieser Akt ist ein zentraler Diskursgegenstand des zeitge- nössischen Tanzes. Denn mit dem modernen künstlerischen Tanz zu Beginn des 20. Jahrhunderts, über den sogenannten postmodernen Tanz der 1960er Jahre bis hin zum zeitgenössischen Tanz seit den 1990er Jahren, ist die Frage virulent, wie die an die Subjektivität, die Lebenserfahrung und den individuellen Stil einzelner Choreograf*innen gebundenen Werke erhalten und weitergegeben

Getanzte Erinnerung. Zur Produktivität der Erinnerung bei Pina Bausch KATHARINA KELTER Choreografie ist ein Paradox: Bewegungen werden erarbeitet, ausgewählt und zusammengesetzt, sind im Moment der Bewegungsausführung jedoch sogleich wieder vergangen. »Choreographie ist, so gesehen, ein Schreiben an der Grenze von Anwesenheit und Nicht-mehr-da-Sein: eine Schrift der Erinnerung an jenen bewegten Körper, der nicht präsent zu halten ist.« (Brandstetter 2000, 103f.) Die Erarbeitung einer Choreografie ist insoweit immer schon eine Gedächtnisarbeit