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Prävention Reimer Gronemeyer Die moderne Medizin suggeriert, dass sich der Mensch mit Hilfe der Me- dizin vom Schicksal verabschieden kann. Die Präimplantationsdiagnostik – so formuliert Giovanni Maio – sei ein besonders eindrückliches »Beispiel für die kategorische Ablehnung des Schicksals, sofern man Schicksal als das versteht, was nicht sein müsste, das aber ist.«1 Die Medizin habe eine Grundeinstellung des Noch-Nicht durchgesetzt, mit der Konsequenz, »dass sie kein Sensorium mehr dafür hat, dass es bestimmte Dinge gibt, denen man nicht mit der Haltung

Prävention als Form sibyllinischer Weissagung Das Beispiel der Suchtprävention MATHIAS LINDENAU […] die Sicherheit betet man jetzt als die oberste Gottheit an. […] Es wimmelt von ›gefährlichen Individuen^` Und hinter ihnen die Gefahr der Gefahren - das Individuum` NIETZSCHE/MORGENRÖTE III (1962:173) Prävention hat sich als Begriff im öffentlichen wie auch politischen Diskurs etabliert und ist allgegenwärtig. So lässt sich heute kaum ein gesellschaftli- cher Bereich ausmachen oder eine wissenschaftliche Disziplin finden, in denen nicht von Prävention die

7. Zum Gebrauch von Prävention 7.1 Par aDoxien iM konte x t von JugenDge waltPr ävention Die vorliegende Arbeit weist auf Paradoxien hin: Sie beobachtet, dass Jugend- gewaltprävention selbst paradox ist, indem sie das hervorbringt, was sie an sich eigentlich vermeiden will (vgl. Brüchert 2010: 273; Schreiber 2011: 149f.). Ju- gendgewaltprävention rekonstruiert Jugendgewalt diskursiv und institutiona- lisiert und etabliert sie als zu bearbeitendes Problem. Dies ist bemerkenswert und kann in der hier vorliegenden Arbeit nachvollzogen werden. Bemerkens- wert ist

Prävention von Rechtsextremismus unter Berücksichtigung von Genderperspektiven Heike Radvan Rechtsextreme1 Ideologien und Alltagspraxen sind in hohem Maße vergeschlecht- licht. In der Bildsprache politisch rechter Gruppierungen dokumentieren sich marti- alische, gewaltbereite Männlichkeiten einerseits und auf Mütterlichkeit und Häus- lichkeit gerichtete Weiblichkeiten andererseits. Auch wenn entsprechende Zusam- menhänge auf den ersten Blick naheliegen, sind Fachdebatten und öffentliche Dis- kurse hierzu vergleichsweise jung. So kritisieren Christine

Prävention in diskontinuierlichen Erwerbsverläufen: Wer trägt die Verantwortung? KURT-GEORG CIESINGER 1. EINLEITUNG Dieser Beitrag hat nicht zum Ziel, die formale Verantwortung für betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsschutz oder Prävention zu systematisieren. Die rechtliche Regelung der Verantwortung für den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz ist zusammenfas- send auf der Webseite des Bundesarbeitsministeriums dargestellt, wo alle Gesetze und Verordnungen sowie die sich daraus ergebenden Pflichten von der „Arbeitsmedizinischen

Prävention in der Wissensökonomie – eine neue Herausforderung für die Arbeitsforschung RÜDIGER KLATT, HARTMUT NEUENDORFF 1. AUSGANGSLAGE Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist „Wissensarbeit“ zur dominanten Gestalt moderner Ökonomien geworden. Schätzungen, z.B. der Bun- desanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), gehen da- von aus, dass bereits heute 70 - 80% aller Beschäftigten und Selbst- ständigen „Wissensarbeiter“ sind. Die Dominanz von Wissensarbeit gilt branchenübergreifend und (nahezu) unabhängig vom Qualifikati- onsniveau der Beschäftigten

Gaming & Prävention 125 Gespräch mit Manouchehr Shamsrizi Das Interview führte Thomas Lilge. Gaming & Prävention Mit Computergames gegen die Volkskrankheit Demenz. Thomas: Lieber Manouchehr, Du bist Mitgründer eines Startups, welches sich mit Spielen und Gesundheit beschäftigt. Wie bist Du dahin gekom- men und warum war gerade der Themenbereich Spiel und Gesundheit für dich so interessant? Manouchehr: Wir waren sechs Gründer, und haben unser Startup RetroBrain in unserer Zeit als EXIST-Stipendiaten an der Humboldt- Uni- versität gemeinsam gegründet. Wenn man

Kardiovaskuläre Prävention als Technik zur Bildung von Leben selbst 1 Eine ethnographische Untersuchung. JÖRG NIEWÖHNER & MICHALIS KONTOPODIS »[W]enn die Biologie [im 18. Jahrhundert] unbekannt war, gab es da- für einen einfachen Grund: das Leben selbst existierte nicht.« (Fou- cault 1974: 168) Leben selbst entsteht laut Michel Foucault mit der Entwicklung eines epistemischen Systems, das die grundsätzliche Ver- netztheit aller lebenden Dinge postuliert. Diese Vernetztheit wiederum produziert die Bedingungen, die die Entstehung des Konzepts von Leben

Vorwort: Erschöpfende Arbeit – Gesundheit und Prävention in der flexiblen Arbeitswelt HEINER KEUPP, HELGA DILL Die Entwicklung hin zu einem globalen Kapitalismus hat die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen grundlegend verändert. Diese Veränderungen betreffen nicht nur die äußere Welt, sondern haben erhebliche Konsequenzen auch für die psychischen Innenwelten. Die eingespielten Identitätsmuster und die durch sie gesicherten Normali- tätsvorstellungen brechen zusammen. Diese aktuellen Erfahrungen mit der Demontage unserer stabilen

195 Ausweitung der Kampfzone: Anti-Aging-Medizin zwischen Prävention und Lebensrettung TOBIAS EICHINGER I . Einlei tung Seit Mitte der neunziger Jahre sorgt eine neue medizinische Spezialdis- ziplin für Aufsehen, die sich der Bekämpfung des Alterns verschrieben hat. Die so genannte Anti-Aging-Medizin trägt nicht nur einen prägnan- ten Namen, sondern verfolgt auch eine bedenkenswerte Zielsetzung. Ihre Maßnahmen richten sich neben der Behandlung und Linderung altersbe- dingter Krankheiten auf die Beseitigung und Kaschierung äußerlicher