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1 Der textile Spannungsbogen Das Textile erzeugt Spannung, es ist spannend, das Textile spannt, im Textilen wird der Faden gespannt, es gibt (textile) Spannungsbögen, einen spannenden ro- ten Faden, Bogenspannung durch den Faden oder an den Enden eines Fadens wird gezogen und dadurch entsteht Spannung. Maria Abramovic und Ulay zeigen, wie brisant der textile Spannungsbogen sein kann – hält man ihn unter Spannung, be- deutet dies Leben, lässt man allerdings locker, deutet die Performance Sterben an. Abbildung 1: Maria Abramovic und Ulay, Rest Energy

4 Die textile Schere Auf und zu, nah und fern, gespannt und entspannt, geöffnet und geschlossen, an- gezogen und geweitet etc. – im Handhaben, Benutzen, in der Eigenart und Be- schaffenheit einer Schere liegt eine metaphorische Bedeutung, mit der im Folgen- den das textile Spannungsfeld (Abbildung 3) und das Verhältnis der Pole Omni- präsenz und Exteriorisierung zueinander zusammenfassend dargestellt werden. Die Schere stellt im Grunde ein Paar dar. Sie besteht aus zwei nahezu gleichen, aber spiegelverkehrt angefertigten Teilen, die meistens durch eine

TEXTILE RÄUME | 97 len Objekte als praktizierte Objekte inszeniert, mit denen Raum im Roman kon- stituiert wird: Als textile Praktiken figurierten Handarbeiten und ihre Objekte als Zitat eines traditionelles Bildes von weiblicher Tugend, mit dem stets ein ge- schlossener Raum aufgerufen ist, in dem diese Tätigkeit stattfindet und der die Funktion des Dekors als Schauplatz dieser textilen Praktiken in eine mediale, raumkonstitutive Bilderpraktik überführt. TEXTILE HANDARBEIT ALS EREIGNIS La femme est une fileuse, la femme est une couseuse. C’est son

6 Das textile (Bildungs-)Fazit Vor dem Hintergrund der Marginalisierung des Textilen und des niedrigen Stel- lenwertes des Textilen in Erziehung, Bildung und Unterricht ergab sich die Haupt- frage und das Ziel der vorliegenden Arbeit: Welche Chancen und Potentiale des Textilen finden sich heute in alltäglichen Lebenszusammenhängen für den Men- schen und im Speziellen für den Erhalt und die Aufwertung des Textilen für Kin- der und Jugendliche in Bildungskontexten? Um diese Frage zu beantworten und das Ziel, Chancen und Potentiale des Tex- tilen

Die textile Hand | 129 Der kurze Einblick in die Handhabung der Nähnadel, der noch detaillierter ausge- führt werden könnte, macht deutlich, wie komplex die Fähigkeit ein Werkzeug geschickt, also zielführend zu gebrauchen ist. Der zweite wichtige Aspekt, den Binkofski und Menz (2012) auflisten – ein semantisches Wissen über die Nadel, in dem das Wissen über die Nadel an sich mit dem Wissen über die Handhabung der Nadel vernetzt wird – ist interessant, da aus der Vernetzung heraus eine Übertragung auf andere Bezugssysteme und Handhabungen möglich wird. Die

Vermittlungschancen zwischen Handarbeit und Technisierung
Series: Pädagogik

5 Textile Bildung unter Spannung diskutiert Das textile Spannungsfeld und die textile Schere liefern Fragen, Thesen und Kon- sequenzen in Bezug auf das Textile in Erziehung, Bildung und Unterricht24: • Inwiefern hängen das Textile, das textile Spannungsfeld und das Textile in Er- ziehung, Bildung und Unterricht zusammen? • Wie ordnet sich das Textile in Erziehung, Bildung und Unterricht in das textile Spannungsfeld ein? • Welche Ausprägungen und Tendenzen können in einem Vergleich textiler Bil- dung mit dem textilen Spannungsfeld festgestellt

196 | Textile Bildung im Zeitalter der Digitalisierung verdeutlichen versucht wird. So kann in Bezug auf das Spannungsfeld festgestellt werden, dass insbesondere die Negativ-Felder textiler Omnipräsenz und Exterio- risierung zum Image-Problem des Textilen beitragen, es sozusagen füttern und anreichern. Der TEXperten-Koffer könnte aus zwei Perspektiven dieser destrukti- ven Tendenz entgegenwirken. Inhaltlich bereitet er Teile des Feldes auf, die hier durch Exteriorisierung und Auslagerung beschrieben werden. Mit ihm können Lernende die Bereiche des Textilen

Textile Räume TEXTILES OBJEKT UND RAUM: VIER MADAME BOVARY Emma ist nicht die erste Madame Bovary in Madame Bovary. Die erste im Roman, der nicht mit Emmas, sondern mit Charles’ Schulzeit beginnt, ist dessen Mutter. Madame Charles-Denis-Bartholomé Bovary tritt namenlos als »fille« des Großvaters, »femme« des Vaters oder »mère« des Sohnes in Erscheinung; als zweite kommt Madame Héloïse Bovary ins Spiel, Charles’ erste Frau. Erst nach ihr wird die Protagonistin Madame Emma Bovary nur augenscheinlich die singuläre Titelgeberin des Romans als

65 Chapter 4 Textiles and Images: Photography as Unveiling This chapter presents fragments of a media history of photography on the East African coast that attempts to decenter Western versions. While the Western history of photography rather often has been told in terms of a confrontation and interaction with the older medium of painting, along the Islamic East African coast, what preceded and strongly shaped photography was not painting, but rather the me- dia of textiles, scripture1 and spirit mediumship. The media history I will trace here takes its