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6 Kommerzialisierung des Intimen: Waxing zwischen Schönheitspraktik und Pflegearbeit „Die liebe Leni weiß ihre Kunden zu betreuen :). Ich sage extra Betreuung, weil es hier nicht einfach nur um die Arbeit geht, sondern nebenher wirklich nette Gespräche stattfinden, und so selbst das schmerzhafte Waxen eher nebenbei geht... Terminvereinbarungen sind dabei gut, ich habe aber auch im Vorbeigehen schon mal ‚Glück‘ gehabt, auch das geht also. Sehr diskret, nett und rücksichtsvoll! Ich habe sonst meist Waxing Studios erlebt, wo eher nach dem Motto

3 Ethnographie in/über Waxing Studios: Methodisches Vorgehen und methodologische Einbettung Mein Interesse für Waxing-Studioleiterinnen resultierte aus einer bereits längeren Beschäftigung mit der brasilianischen Migration in Deutschland. Die anfängliche Fokussierung meiner Forschung wurde von der Kuriosität über den sichtbaren An- stieg der gewerblichen Selbständigkeit unter brasilianischen Migrantinnen getragen. Entsprechend richtete sich mein Erkenntnisinteresse zu Beginn darauf, die ganz plötzlich einsetzende Herausbildung einer

Professionalität, Körperlichkeit und Anerkennung in brasilianischen Waxing Studios Berlins
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Inhalt Danksagung | 9 1 Einleitung | 11 1.1 Waxing in Berlin: Zum Aufschwung eines Geschäftszweiges | 15 1.2 Kosmetikpflege: Konzeptionelle Annäherung an eine intime Arbeit | 20 1.3 Zielsetzung und theoretische Verortung | 24 1.4 Anmerkungen zur inhaltlichen und textlichen Gestaltung | 27 2 Theoretische Einführung: Zur Schnittstelle von Arbeit, Geschlecht und Migration | 33 2.1 Zur körperlichen und sozio-kulturellen Dimension von Arbeit | 37 2.1.1 Subjektivierung, Interaktion und Körperwissen in der Dienstleistungsarbeit | 38 2

1 Einleitung „Als ich den Warteraum des Studios Queen of Waxing betrete, höre ich, wie hinter der dün- nen Kabinenwand die Studioleiterin Angelica mit gedämpfter Stimme darum bittet, das Bein anzuwinkeln; anschließend ein leises Rascheln und Klappern. Kurz darauf streckt Angelica ihren Kopf aus der Kabinentür hervor, und flüstert mir auf Portugiesisch zu: „Hallo meine Liebe, warte bitte noch ein bisschen. Ich bin viel zu spät dran. Das Mädel hier kam ohne TERMIN und ist so was von empfindlich!” Dann verschwindet sie wieder. Ich nehme auf dem

Modeindustrie zu schaf- fen, verfolgt die unter dem Dach der Welthandelsorganisation gegründete Ethical Fashion Initiative seit 2006 eine neue Politik der Global Governance: Mode und Textilien werden als Mittel politischer und ökonomischer Steue- rung verstanden. Der bereits erwähnte Walé Oyéjidé will auf andere Weise mit der afrikani- schen ›Ressource‹ zum Erfolg kommen. Er kreiert für Ikiré Jones Fusion-Fashion, »that marries African aesthetics with classic art from all over the world«, und folgt so dem aktuellen Trend, das Design von Wax Prints mit dem globalen

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, where they more often than not appeared as scary and eerie, alongside with such creatures as ghosts, vampires, and reanimated corpses that also questioned and crossed the categories of animate and inanimate, natural and artificial (Kang 2011). Terry Castle (1995) defines  – in line with Sigmund Freud’s essay Das Unheimliche (1919) – the uncanny feelings raised by human-like doppelgängers as an 18th century invention. In his treatise of the uncanny effect, Freud considers the impression made by “wax-work figures, artificial dolls and automatons,” and cites the

, including the kinds of questions we ask, and what we will expect or hope to experience, or the ways we think about support- ZAHAVA D. DOERING18 ing these institutions, whether or not anyone becomes a museum leader, professional, or staff member. Doering: In our conversation, you’ve indicated that the George B Vashon Museum, with a collection spanning 250+ years of African American history in St. Louis, The Griot Museum of Black History & Culture, with its displays of wax sculptures, art and memorabilia, and the St. Louis Holocaust Museum & Learning Center (HMLC

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Maria Lidola Intime Arbeit und migrantische Unternehmerschaft Kultur und soziale Praxis Maria Lidola, geb. 1981, promovierte im Fach Ethnologie an der Freien Univer- sität Berlin. Dort forschte und lehrte sie am ZI Lateinamerika-Institut zu Mi- gration, Gender, Arbeit und urbaner Anthropologie. Anschließend war sie als Gastwissenschaftlerin an der Bundesuniversität von Rio de Janeiro tätig. Maria Lidola Intime Arbeit und migrantische Unternehmerschaft Professionalität, Körperlichkeit und Anerkennung in brasilianischen Waxing

neuen, im Zeichen der Selbstoptimierung stehenden Hang zu Glätte und Perfektion. Glatte Haut (Brazilian Waxing), glatte Bildschirme (Smart phones), glatte Kunst (Jeff Koons) entsprechen für sie dem politischen Stil ›neoliberaler‹ Gleichmacherei, Anpassung und Gefälligkeit (vgl. Han 2015). Zahlreiche Diagnosen der Popkultur fügen sich in dieses kulturkritische Klagelied ein. Jüngst hat Georg Seeßlen in seinem Buch »Is This The End?« (2018) das Verschwinden der Utopien im Pop attestiert, der in seiner Vervielfa- chung Baudrillardscher Simulationen keine

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