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III. »Bleiben ist nirgends. Restare è senza dove.«1 Stationen einer italosomalischen Odyssee: Timira von Wu Ming 2 und Antar Mohamed Marincola Spielte die koloniale Expansion in Ost- und Nordafrika für die Positionierung Italiens als eigenständige europäische Nation im ausgehenden 19. und be- ginnenden 20. Jahrhundert eine wesentliche Rolle, treffen Erzählungen der Kolonialgeschichte jenseits der offiziellen Historiografie einen empfindlichen Nerv im nationalen Selbstverständnis und im kollektiven Gedächtnis, wie der im vorangegangenen Kapitel

Raum und Bewegung in Erzählungen des Widerständigen
Series: Lettre
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individueller und kollektiver Geschichte(n) | 63 II.3 Bildungsroman und ›neue Räume‹ | 85 III. »Bleiben ist nirgends. Restare è senza dove.« Stationen einer italosomalischen Odyssee: Timira von Wu Ming 2 und Antar Mohamed Marincola | 93 III.1 Romanzo meticcio: Metanarrativität und ›Genrekonvention‹ | 94 III.2 Fiktion und faktuale Erzählung | 102 III.3 Familiäre Diskontinuitäten oder: »[…] un familiare disagio« | 113 IV. »Vivere in mezzo a tutto«: E xistenzielle Grenzerfahrungen in Garane Garanes Il latte è buono | 129 IV.1 Erkundungen diskursiver

dimenticati. Una storia. Cuneo, Nerosubianco 2010. Rizzo, Stefano: Mohammed. La Piccola. Messina, Mesogea 2003. Sibhatu, Ribka: Aulò: canto-poesia dell’Eritrea. Roma, Sinnos 2004. Scego, Igiaba: Adua. Firenze, Giunti 2015. Scego, Igiaba: La mia casa è dove sono. Milano, Rizzoli 2010. Scego, Igiaba: Oltre Babilonia. Roma, Donzelli 2008. Scego, Igiaba: Rhoda. Roma, Sinnos 2004. Wu Ming 2/Mohamed Marincola, Antar: Timira. Romanzo meticcio. Torino, Einaudi 2012. WIsseNschaF tlIche lIter atur Amodeo, Immacolata/Ortner-Buchberger, Claudia (Hg.): Afrika in Italien – Italien

Prozess der ›Kreolisierung‹ jenseits des gängigen Lite- raturkanons beteiligen sich selbstverständlich auch in Italien sozialisierte Au- torInnen; das prominenteste Beispiel ist Wu Ming (2), aber auch Igiaba Scego oder Mario Domenichelli, deren postkoloniale Romane in der vorliegenden Studie untersucht werden. Zugleich prägen nach Italien migrierte Schriftstel- lerInnen die postkoloniale Literaturproduktion in italienischer Sprache. Die Entscheidung, in der vormals kolonialen Sprache zu schreiben, erklärt sich z.T. aus dem Wunsch, mit dem italienischen Publikum in

die Entwicklung dieser »deterritorialisierten Literatur« (im Sinne von Deleuze/Guattari 1975) sind m.E. die Romane Regina di fiori e di perle von Gabriella Ghermandi, Il latte è buono von Garane Garane, Madre piccola von Cristina Ubax Ali Farah, Oltre Babilonia von Igiaba Scego, Timira von Wu Ming 2 und Antar Mohamed Marincola sowie Mario Domenichellis Lugemalé beson- ders prägend und bilden daher das repräsentative Untersuchungskorpus dieser Studie. Mit ihren Texten akzentuieren die SchriftstellerInnen die Bedeutung einer gesellschaftlichen Wahrnehmung der

Studienarbeit aus dem Fach Kunst an der Universität zu Köln in einem Verlag zur Veröffentlichung von Studien­, Bachelor­, Master­ und Doktorarbeiten absieht: Jacqueline Schäfer: Flashmob und Aktions- kunst, München 2014. Chinesischen je nach Aussprache »anonym« oder »fünf Namen« – siehe oben – bedeutet, und veröffentlichten in Italien mehrere erfolgrei- che Romane, mit denen sie auf ausgiebige Lesereisen durch Italien zogen. In der Juni-2015-Ausgabe der Zeitschrift konkret stellt das italienische Autorenkollektiv mit Wu Ming 2 und Wu Ming 5 sein soeben in deutscher

Politischen sowie mit kollektiver Verantwortung verknüpft. Ästhetisch versucht diese »literarische Minorität« oder Literatur der Fluchtlinien etwa durch translinguale Aspekte, den Rückgriff auf Elemen- te mündlicher Erzähltraditionen, durch die Kombination postkolonialer und postmoderner Elemente oder durch transkulturelle Intertextualität die Gren- zen des italienischen Literaturkanons zu öffnen. An diesem Prozess beteiligen sich auch in Italien sozialisierte AutorInnen wie die im Rahmen dieser Studie untersuchten Romane von Igiaba Scego, Wu Ming 2 und Antar Mohamed

Kosmopolitis- mus« (Clifford 1999, 504) der Diasporakulturen und nehmen Reise und Be- wegung als Basis ihrer ›Identität‹ wahr, verorten ihr Zuhause also im Sinne eines dwelling-in-travel (cf. Clifford 1999) in einer Vernetzung von Reiserouten. Zugleich stellen sie die Widersprüche der globalisierten Welt emblematisch 25 | Cf. die Ausführungen zu Timira von Wu Ming 2 und Antar Mohamed Marincola in Kapitel III dieser Studie, insbesondere III.3, »Familiäre Diskontinuitäten oder: ›[…] un familiare disagio‹«. Cristina Ubax Ali Farah – Madre piccola 223 heraus, denn