Abstract

Einschalten, Sender suchen und die Welt im Ohr haben: Internationales Radio prägte Politik und Alltag im Kalten Krieg. Patricia Jäggi untersucht mit Fokus auf dem Schweizer internationalen Sender die Blütezeit dieses globalen Mediums. Dazu versetzt sie sich in die Rolle von Radiohörer*innen und rekonstruiert mittels eines innovativen methodischen Zugangs damaliges auditives Erleben. Neben Tonarchivalien des Schweizer Senders aus den Jahren 1950 bis 1975, in denen die Alpen genauso journalistisch wie radiophon dargestellt wurden, wird die technische Übermittlung nachgestellt und damit auch die Geräuschwelt des Äthers als Teil des auditiven Erlebenshorizonts untersucht. Das Buch liefert neue Zusammenhänge zwischen Klangwelt, Kulturdiplomatie und Kosmopolitismus.

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