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Literarische Gendertheorie

Eros und Gesellschaft bei Proust und Colette

Series: Lettre
Edited by: Ursula Link-Heer, Ursula Hennigfeld, and Fernand Hörner

Dieser Band lässt sich auf das Paradox ein, von einer literarischen Gendertheorie zu sprechen. Proust wie auch die zwei Jahre jüngere Colette, die sich als seine literarische Zwillingsschwester sah und in Deutschland noch wiederzuentdecken ist, möchten die Literatur nicht mit dem »Preisetikett« der Theorie und Ideologie belasten. In Wirklichkeit aber wird dieses Theorieverbot von den literarischen Õuvres selbst unaufhörlich unterlaufen. Die Fülle der Detailwahrnehmung momentaner kinetischer, mimischer, gestischer, vokaler Eigenarten und ihrer Metamorphosen ist stets mit einem Reichtum an Reflexionen individuellen wie sozialen Verhaltens verknüpft. Der Band ist konsequent auf diesen originellen Thesaurus einer impliziten Theorie von Eros und Sexualität, Gesellschaft und Geschlecht fokussiert.

Reviews

»Bei Proust steht [...] die Figur des schwulen Dandys Charlus im Mittelpunkt, während bei Colette vorrangig 'Die Ladies of Llangollen' behandelt werden. In beiden Fällen wird die Inszenierung von (Homo-)Sexualität verdeutlicht, wobei sich viele SchreiberInnen bewundernswert hartnäckig in kleine Textpassagen verbeißen. Dadurch gelingt es, die Bedeutung der beiden AutorInnen für die Dekonstruktion tradierter Männer- und Frauenbilder freizulegen und einen Beitrag für die Gender-, Men's und Queer Studies zu leisten.«
Martin Weber, LAMBDA-Nachrichten, 2 (2007)

»Insgesamt gesehen ist der Band eine gewinnbringende Lektüre und zeigt, dass die Literatur [...] auch alle theoretischen und philosophischen Grundfragen integrieren kann und dabei Anstoß für weitere Theoriebildung gibt.«
Jörg Theis, Jahrbuch des Frankreichzentrums der Universität Saarbrücken, 8 (2008)

Supplementary Materials

$30.99
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Edition: 1. Aufl.
Audience: Professional and scholarly;

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