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Mashup in der Musik

Fremdreferenzielles Komponieren, Sound Sampling und Urheberrecht

Sampling - ein Dauerproblem für Ästhetik und Urheberrecht. Am Beispiel des musikalischen Genres des Mashups geht Frédéric Döhl der Frage nach, wann in auditiven digitalen Adaptionskulturen ästhetische Selbstständigkeit entsteht. Selbstständigkeit ist zugleich der Schlüsselbegriff für den Umgang mit Adaptionen im Urheberrecht. Dem ungeachtet findet sich das Mashup insgesamt in der Illegalität wieder. Als Antwort hierauf refokussiert die Studie das Urheberrecht auf den ästhetischen Gehalt des Selbstständigkeitsbegriffs. Dieser flexible Lösungsansatz ermöglicht es, weithin als kulturell bedeutend rezipierte Arbeiten wie das »Grey Album« (2003) von Brian Burton außerhalb der Illegalität zu positionieren - in welche sich Sampling-Praktiken wie das Mashup noch immer ohne Beachtung der kreativen Qualität und kulturellen Relevanz des Einzelfalls gedrängt sehen.

Autoreninformation

Frédéric Döhl (PD Dr. phil. Ass. iur.), Musikwissenschaftler und Jurist, arbeitet am Institut für Musik und Musikwissenschaft der Technischen Universität Dortmund. Zuvor war er von 2007-2014 am SFB 626 »Ästhetische Erfahrung im Zeichen der Entgrenzung der Künste« an der Freien Universität Berlin.

Rezensionen

»Flott und unterhaltsam geschrieben. Die zahlreichen Musikbeispiele, Musikerzitate und musikwissenschaftlichen Details machen es zu einer reichhaltigen Lektüre für Interessierte an Musik- und Rechtswissenschaften und laden zur selbständigen Beschäftigung mit der Materie ein.«
Georg Fischer, irights.info, 02.08.2016

O-Ton: »Durfte Moses Pelham zwei Sekunden Kraftwerk kopieren?« - Fréderic Döhl im Tagesspiegel am 31.05.16.
http://bit.ly/2fuEGRK

Besprochen in:
GMK-Newsletter, 7/8 (2016)
das Orchester, 11 (2016), Gerald Mertens
Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht, 5 (2017), Simon Apel

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Zielgruppe: Professional and scholarly;

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