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Lilie, Ralph-Johannes / Ludwig, Claudia / Zielke, Beate / Pratsch, Thomas

Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit Online

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Nach Vorarbeiten F. Winkelmanns erstellt

[Prosopography of the Middle Byzantine Period Online]

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T: misericordia dei episcopus Da<s>cilentium ciuitatis Bithiniae [!] prouinciae — ἐλέει θεοῦ ἐπίσκοπος τῆς Δασκυλεωτῶν πόλεως (τῆς Ἑλλησποντίων ἐπαρχίας) (Subskriptionslisten des 6. Ökumenischen Konzils – actiones XVII und XVIII sowie Sermo prosphoneticus); ἐπισκόπου Δασκυλίου (Präsenzlisten des 6. Ökumenischen Konzils; s. a. episcopo Dascillense actio XVII); ἀνάξιος ἐπίσκοπος πόλεως <Δασκυλίου> τῆς Βιθυνῶν ἐπαρχίας (Quinisextum).

V: Ioannes, der Bischof von Daskyleion (Bithynia; Suffragan von Nikomedeia), nahm 680/81 am 6. Ökumenischen Konzil teil (actiones I–XVIII). Er gehörte zu den wenigen Bischöfen, die alle Sitzungen dieses Konzils besuchten (zu diesem Phänomen s. Riedinger, Präsenz- und Subskriptionslisten 3 Anm. 4). Im Jahre 691/92 subskribierte wahrscheinlich er in Konstantinopel die Beschlüsse des Quinisextum.

Q: — (Conc.): ACO II/2/1-2, Präsenzlisten: p. 18,6; 30,8; 38,17; 50,4; 164,13; 174,10; 182,11; 194,8; 266,3; 282,10; 406,5; 518,27; 574,11; 634,11; 670,10; 690,4; 709,17 (nur latein.); 790,13; Subskriptionslisten: p. 743,1 (nur latein.); 790,12 (actio XVIII, Nr. 92); 827,11 (Sermo prosphoneticus, Nr. 103); cf. 940f.; Ohme, Quinisextum 156 Nr. 96.

L : DHGE 14 (1960) 91–92; Le Quien I 629f.; Fedalto 102. — Ohme, Quinisextum 272; Failler, in: REB 52 (1994) 275.

P: Ioannes ist der erste bezeugte Bischof dieser Kathedra. Im 6. Jh. gehörte die Stadt zu Bithynien (Hier. 693,3). Wenn Ioannes dann 680/81 als zu Hellespontos gehörend erscheint, muß die Stadt zwischen ca. 640 (Notitiae Episcopatuum [Darrouzès] 2, 176: zu Bithynien; s. noch Notitiae 2, 196 usw.) und 680/81 (6. Ökumenisches Konzil) zur kirchlichen Provinz Hellespontos geschlagen worden sein. Auf dem Quinisextum unterschrieb Ioannes – aufgrund der Häufigkeit des Namens Ioannes ist eine Identität der beiden Bischöfe nur wahrscheinlich, keineswegs völlig sicher – wieder als bithynischer Suffragan. Ob diese “Rückkehr” zur ursprünglichen Provinz mit der Einrichtung von Nea Iustinianupolis als Metropole von Hellespontos zusammenhing, muß offen bleiben. In der Literatur wurde dieser bemerkenswerte Vorgang bisher nicht beachtet. Nicht auszuschließen ist natürlich auch ein Überlieferungsfehler in der Subskriptionsliste der 18. Sitzung, wofür die Zuordnung des I. in der 17. Sitzung zu Bithynien sprechen könnte.

önnte.

Geographische Orte

  • Daskyleion (Bithynien)
  • Bithynien (Kirchenprovinz)
  • Hellespontos
  • Nea Iustinianupolis (Hellespontos)

Quellen

  • ACO II/2/1-2 (680/81)
  • Ohme, Quinisextum
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