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Lilie, Ralph-Johannes / Ludwig, Claudia / Zielke, Beate / Pratsch, Thomas

Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit Online

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Nach Vorarbeiten F. Winkelmanns erstellt

[Prosopography of the Middle Byzantine Period Online]

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N: In Mansi XIII 400B. 416C abweichend als Ioannes von Nikomedeia bezeichnet, s. dazu P.

T: Bischof von Nikomedeia.

V: Ca. Herbst bis Winter 763/64 begab er sich auf den Befehl des Kaisers Konstantinos V. zusammen mit Theodosios von Ephesos (# 7845), Konstantinos von Nakoleia (# 3779), Sisinnios von Perge (# 6781), Basileios von Antiocheia in Pisidien (# 866), Kallistos (# 3602), Kombokonon (# 3665) und Masaras (# 4866) zum hl. Stephanos (# 7012) in das Philippikoskloster in Chrysopolis, um ihn zur Unterschrift unter die Beschlüsse der Synode von Hiereia zu bewegen. Bei der theologischen Auseinandersetzung mit Stephanos wurde er handgreiflich und wollte ihn mit Füßen treten, wurde jedoch von den anderen Delegationsmitgliedern (den Senatoren um Kallistos und Kombokonon) zurückgehalten (1141B-C [PG 100]; § 44, p. 143,19-28 [Auzépy]). Wenig später kehrte die Delegation unverrichteterdinge nach Konstantinopel zurück. Er soll zu dieser Zeit in seinem 30. Lebensjahr gestanden haben, müßte also ca. 734/35 geboren worden sein.

Auf dem Konzil von Nikaia (787) wurde das Anathem über ihn verhängt (bestätigt in einigen Hss. des Synodikons der Orthodoxie).

Q: — (Conc.): Mansi XIII 400B. 416C (unter dem Namen Ioannes: Ἰωάννῃ Νικομηδείας καὶ Κωνσταντίνῳ Νακολείας τοῖς αἱρεσιάρχαις ἀνάθεμα). — (Hag.): Vita Steph. iun. (BHG 1666) 1140B–1145A (PG 100); § 42, p. 142,5 – § 45, p. 146,8 (Auzépy); spez. 1140B (PG 100); § 42, p. 142,7 (Auzépy); 1141B (PG 100); § 44, p. 143,19-28 (Auzépy); Vita Steph. iun. metaphr. (BHG 1667) 132–139,1602-1785; spez. 134,1661-1663; 135,1674f. — (Fs.): Synodikon der Orthodoxie (BHG 1392) 56 Anm. 257.

L : Le Quien I 591; Fedalto 95. — Pargoire, in: ROC 8 (1903) 256; Gouillard, in: Byz 31 (1961) 393 Anm. 5; idem, in: Synodikon der Orthodoxie 56 Anm. 257; Gero II 58 Anm. 17; Speck, Konstantin VI. 431f. Anm. 42; Auzépy, Étienne 238f. Anm. 284.

P: Zur Frage der Datierung der Gesandtschaft zum hl. Stephanos siehe dort (# 7012). Die Historizität der Gesandtschaft oder zumindest ihre Zusammensetzung darf angesichts der behaupteten Teilnahme des Konstantinos von Nakoleia (# 3779) in Zweifel gezogen werden; cf. Gero; Huxley, in: GRBS 18 (1977) 99; Prolegomena 103. — Die Identität von dem in der Vita Steph. iun. und dem Synodikon der Orthodoxie erwähnten Konstantinos von Nikomedeia mit dem in den Konzilsakten von 787 genannten Ioannes von Nikomedeia wurde angenommen von Gouillard, in: Byz 31 (1961) 393 Anm. 5, und Speck (ohne Urteil darüber, welcher der beiden Namen der richtige ist) sowie von Gero und Auzépy (Ioannes sei der korrekte Name, Konstantinos sei ein Irrtum des Stephanos Diakonos, des Autors der Vita Steph. iun. [BHG 1666]). Le Quien hatte dagegen zwei aufeinanderfolgende Bischöfe in ihnen gesehen, so auch Fedalto. Hier ist der Bischof von Nikomedeia der Mehrzahl seiner Erwähnungen nach als Konstantinos aufgenommen worden, ohne daß damit ein abschließendes Urteil darüber intendiert ist, welcher Name der richtige ist.

Geographische Orte

  • Nikomedeia (Bithynien)
  • Philippikoskloster (Chrysopolis)
  • Chrysopolis (Bithynien)

Quellen

  • Mansi
  • Vita Steph. iun. (BHG 1666)
  • Synodikon der Orthodoxie (BHG 1392)
  • Vita Steph. iun., Metaphr. (BHG 1667)
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