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Lilie, Ralph-Johannes / Ludwig, Claudia / Zielke, Beate / Pratsch, Thomas

Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit Online

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Nach Vorarbeiten F. Winkelmanns erstellt

[Prosopography of the Middle Byzantine Period Online]

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N: Familienname: Martinakios — Μαρτινάκιος.

T: Illustrios, später zum Patrikios befördert.

V: K. gehört zu der Familie der Martinakioi und lebte im 9. Jh.; er wurde vermutlich ca. 835– 45 geboren. Als ein Bruder wird in den Quellen Martinos (# 4849) genannt. K. war verheiratet mit Anna (# 462) und hatte mit dieser eine Tochter, nämlich die spätere Kaiserin Theophano (# 8165), die erste Frau Kaiser Leons VI. Die Tochter Theophano wurde 866/ 67 geboren (cf. Karlin-Hayter; Mango). Laut der Vita Theophanus (BHG 1794) waren die Eltern angeblich zunächst kinderlos geblieben und beteten deshalb in der Theotokoskirche ἐν τοῖς Βάσσου. Daraufhin wurde ihnen eines Nachts im Traum die Geburt einer Tochter geweissagt, und Anna wurde daraufhin schwanger. Als sie während der Entbindung dem Tod nahe war, holte K. aus der Bassoskirche einen Gürtel von einer der hl. (σεβασμίων) Säulen und legte ihn ihr auf den Leib, so daß sie ihre Tochter zur Welt bringen konnte. Dennoch starb sie wenig später, und K. kümmerte sich fortan mit Hilfe einer Amme (# 10137) um seine Tochter.

Q: — (Hag.): Vita Theophanus (BHG 1794) cap. 2–3, p. 2,10-34; cap. 4, p. 3,9-11; cap. 7, p. 4,23f. 32; Sermo in Theophano (BHG 1795) cap. 5, p. 28,7–24; Synax. Cpl. 314,17f. 20-28. 32-34; Men. Basilii 209B-C.

L : Karlin-Hayter, La mort de Théophano, in: BZ 62 (1969) 13–19; Mango, in: ZRVI 14/15 (1973) 21. — Zu den Martinakioi s. Kurtz, Theophano 49 (Quellen); zu der Vita Theophanus (BHG 1794) cf. zuletzt DO Hagiography Database, Introduction, s. v. “Theophano (no. 24)” und Alexakis, in: BF 21 (1995) 45–56.

P: In der älteren Forschung wurde vermutet, daß es sich bei K. um einen Sohn des Inger (# 2683) gehandelt hat. Allerdings ist dies abzulehnen, da Kaiser Leon VI. sonst mit Theophano seine Cousine ersten Grades geheiratet hätte, was kirchenrechtlich unzulässig war, cf. dazu Mango (dort auch die ältere Lit.). — Zu der Familie der Martinakioi s. auch unter Martinakes (# 4843).

Geographische Orte

  • Theotokoskirche (ta Bassu in Kpl.)
  • Bassu: ta Bassu (Kpl.)
  • Bassoskirche (s. Theotokoskirche in ta Bassu in Kpl.)

Quellen

  • Vita Theophanus (BHG 1794)
  • Sermo in Theophano (BHG 1795)
  • Synax. Cpl.
  • Men. Basilii
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