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Lilie, Ralph-Johannes / Ludwig, Claudia / Zielke, Beate / Pratsch, Thomas

Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit Online

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Nach Vorarbeiten F. Winkelmanns erstellt

[Prosopography of the Middle Byzantine Period Online]

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N: Bei Theophanes und Agapius wird er nur Pasagnathes — Πασαγνάθης genannt; die Liste grecque Nr. 55 nennt ihn: Τοτρούσης ὁ Ὀρουστουνής. Armen.: T‘ēodoros Rštuni (1).

T: Herr der Rštunik‘ (Sebeos: Rštuneac‘ tēr); Patrikios der Armenier — ὁ τῶν Ἀρμενίων πατρίκιος (Theophanes). In den armenischen Quellen wird er als oder “Fürst” von Armenien (išxan hayoc‘) bezeichnet (2). Stephan von Taron legt T. bei seinem Bericht über die Synode von Dwin (Duin) im Jahre 649 auch den Titel apuhi (von griech. ἀπὸ ὑπάτων) bei (3). Die Liste grecque (eine Übersetzung aus dem Armenischen) zählt ihn unter die βασιλεῖς Ἀρμενίων. Von den Arabern wurde T. später (nach 653) der Titel eines “Fürsten von Armenien, Iberien, Albanien und Siwnik‘ bis zum Kaukasusgebirge und dem Paß von Çor” verliehen (4).

V: Es muß vorausgeschickt werden, daß über nahezu keins der Daten Einigkeit in der Forschung besteht. Hier wird daher eine plausibel erscheinende, aber keineswegs sichere Chronologie der Ereignisse angeboten. Die abweichenden Datierungen sind in den Anmerkungen angegeben.

T. war Oberhaupt des Hauses der Rštunik‘ (5) mit Machtbasis auf der Insel Ałt‘amar im Van-See. Er hatte einen Sohn namens Vard und eventuell einen weiteren, namentlich nicht bekannten Sohn (# 7293A). Hamazasp Mamikonean (# 2538) war sein Schwiegersohn (6), ebenso Grigor Vahewuni (7).

Nach dem Tode des armenischen Katholikos Komitas († 628) soll T. seinen Kandidaten K‘ristop‘or (628–630) als dessen Nachfolger durchgesetzt haben (8). Demnach müßte T. bereits um 628 der Herr der Rštunik‘ gewesen sein und großen Einfluß besessen haben.

T. trat nach der Vertreibung des Davit‘ Saharuni (cf. PLRE III 389f. [David Saharuni 6]) im Jahre 638 oder 640 an dessen Stelle als bedeutendster Fürst von Armenien und führte dann (laut Stephan von Taron 25 Jahre lang [9]) wie sein Vorgänger den Titel eines “Fürsten von Armenien” (išxan hayoc‘).

Während des ersten arabischen Einfalls nach Armenien im Jahre 640 ließ T. die Stadt Dwin von militärischem Schutz entblößt in seinem Rücken liegen, um die Araber auf ihrem Marsch anzugreifen, bewegte seine Truppen jedoch nicht schnell genug, so daß Dwin am 6. Oktober 640 (10) von den Arabern erobert wurde. Die Araber sollen 35.000 Einwohner in die Sklaverei geführt haben. T. griff sie zwar noch auf ihrem Abzug nach Mesopotamien (Asorestan) an, konnte jedoch nichts ausrichten. Nach dieser Katastrophe wurde T. im Jahre 641 auf Vorschlag des erst seit kurzem amtierenden armenischen Katholikos Nerses III. (# 5247) von Kaiser Konstans II. (641–668) zum Oberkommandierenden der armenischen Streitkräfte ernannt und mit dem Titel eines Patrikios geehrt (11).

Während des zweiten arabischen Einfalls nach Armenien (642/43) (12) offenbarten sich Differenzen und ungenügende militärische Koordination zwischen T. und dem byzantinischen Feldherren Prokopios (# 6353). Ihr Angriff auf das arabische Heer erfolgte in zwei aufeinanderfolgenden Stößen in der Nähe von Marducayk‘ (im Distrikt Kogovit), wobei T., als erster angreifend, erfolgreich war, während kurz darauf Prokopios eine schwere Niederlage gegen die Araber erlitt (13), die die Byzantiner dem T. anlasteten (14). Wohl noch im Zusammenhang mit dem zweiten Arabereinfall stand die arabische Eroberung der Festung Arcap‘k‘ (im Distrikt Kogovit in der Provinz Ayrarat) am 10. August 643 (15) und ihre Rückeroberung durch T. bereits am nächsten Tag. Aus der Beute soll T. 100 ausgewählte Pferde als Geschenk an Konstans II. übersandt haben.

Ungefähr 645 sandte Konstans II. den General Thomas (# 8403) nach Armenien, damit er Verhandlungen mit dem “Fürsten der Meder” (16) aufnehme. Offenbar bestand Feindschaft zwischen T. und dem “Fürsten der Meder”, weswegen Thomas dem “Fürsten der Meder” als Zugeständnis zusagte, T. zu entfernen. Er nahm daher T. in der Nähe von von Kotayk‘ (in der Provinz Ayrarat) fest und brachte ihn – ohne entsprechenden Befehl des Kaisers Konstans II. – in Fesseln nach Konstantinopel. Konstans II. wurde durch diese Handlungsweise des Thomas in große Verlegenheit gebracht, ließ T. sofort die Fesseln abnehmen, begrüßte ihn freundlich und hielt eine Untersuchung der Vorgänge ab, die damit endete, daß T. von jedem Vorwurf freigesprochen, Thomas jedoch seiner Ämter enthoben wurde. T. wurde mit einer jährlichen finanziellen Zuwendung beschenkt. Er soll in Konstantinopel noch mit Varaz Tiroc‘ (# 8567; † 645) zusammengetroffen sein (17). Wohl 646 sandte der Kaiser T. wieder zurück nach Armenien, wo er nach Konstans' II. Wunsch dasselbe Amt wie zuvor ausüben sollte (18).

Im Jahre 649 fand in Dwin unter dem Vorsitz des T. und des armenischen Katholikos Nerses III. eine Synode statt, die über die Forderung des Kaisers Konstans II. nach einer Union der Kirchen entscheiden sollte. Die Synode lehnte jedoch das Chalkedonense weiterhin ab und verfaßte ein entsprechendes Schreiben an den Kaiser (19).

Nach dem dritten arabischen Einfall nach Armenien (650) kam es zu einem byzantinisch-arabischen Waffenstillstand, der bis 652 oder 653 hielt. Angesichts der wiederauflebenden arabischen Aggressionen entschloß T. sich 653 zu einem Vertrag mit dem arabischen Gouverneur von Syrien, Mu‘āwiya (# 5185), wodurch er sich Byzanz gegenüber des Verrates schuldig machte (20). Laut Theophanes und Agapius wurde der Vertrag zwischen T. und Mu‘āwiya dadurch gesichert, daß T. einen Sohn (# 7293A) als Geisel stellte. Wohl im Vorfeld des Vertragsabschlusses mit den Arabern verriet T.s Sohn Vard, der mit einem Kontingent den Feldzug des byzantinischen “Generals von Kilikien” (# 10772) begleitete, auf Geheiß seines Vaters die byzantinische Armee an einer Pontonbrücke über den Euphrat, wo die Byzantiner eine Niederlage gegen die Araber erlitten (21). Konstans II. entkleidete T. seiner Ämter (22) und zog seinerseits mit einem Heer nach Armenien, wo ihm in Theodosiupolis (Karin) ein Teil der armenischen Fürsten (23) und der Katholikos Nerses III. huldigten. Der Kaiser blieb eine Weile in Dwin, zog dann aber wieder nach Konstantinopel zurück, ohne an der Abtrünnigkeit großer Teile Armeniens etwas geändert zu haben (24).

Zu Dissonanzen zwischen T. und dem Katholikos Nerses kam es, weil Nerses 653 während des Aufenthaltes des Kaisers Konstans II. in Dwin dem Kaiser gehuldigt (und damit seine im Gegensatz zu T. noch immer byzanztreue Haltung zum Ausdruck gebracht hatte), mehr oder weniger freiwillig mit Konstans II. die Kommunion eingenommen und somit eine (vorübergehende) Union mit der chalkedonischen griechischen Kirche herbeigeführt hatte. Nerses brachte sich vor T. in Tayk‘ in Sicherheit (25). Nach dem Abzug von Konstans II. forderte T. 7.000 Soldaten von den Arabern an und stationierte sie zur Sicherung der zu den Arabern abgefallenen Teile Armeniens in den Distrikten Ałiovit und Bznunik‘ (nördlich des Van-Sees) (26). Nach dem Winter 653/54 verließen gegen Ostern die letzten byzantinischen Truppen das Land, und T. begab sich zu Mu‘āwiya nach Damaskus, von dem er nunmehr als Gouverneur der Araber in Armenien bestätigt wurde (27). Die T. unterstellten und mit ihm abgefallenen armenischen Fürsten (vor allem Hamazasp Mamikonean [# 2538]) nutzten (Sebeos zufolge) die arabische Schwäche nach arabischen Niederlagen im Westen (654) und im Kaukasus (Winter 654/55) (28) und eine Krankheit des T., um sich wieder an die byzanztreuen armenischen Fürsten anzunähern und mit ihnen eine Einstellung aller bewaffneten Auseinandersetzungen zu vereinbaren. Da es für T. somit schwerer wurde, seine Landesteile unter arabischer Oberhoheit zu halten, mußte er weitere arabische Truppen anfordern (29). Im Zuge der folgenden militärischen Auseinandersetzungen zwischen Arabern und Byzantinern in Armenien (im Jahre 655) hielten die Araber es für sicherer, eine große Zahl armenischer Edler als Geiseln nach Syrien zu nehmen, unter ihnen auch T., der ca. 656, spätestens aber 659 in Syrien starb (30).

Anmerkungen: — (1) Ein “R” mit Punkt darüber für eine korrektere, die beiden armenischen "R"s differenzierende Transliteration steht uns leider nicht zur Verfügung. — (2) Der Titel bezeichnete den vom byzantinischen Kaiser (später vom arabischen Kalifen) ernannten Gouverneur von Armenien bzw. den von ihnen bestätigten höchsten Fürsten, cf. z. B. Thomson, in: Sebeos (Thomson) p. 142 Anm. 868: “Prince of Armenia, ishkhan Hayots‘, the standard title for governors appointed by the emperor or the Muslims”; Laurent, Arménie 400f.; K. Yuzbashian, in: L'Arménie et Byzance. Histoire et Culture, Paris 1996 (Byzantina Sorbonensia 12), 216. — (3) Stephanos v. Taron, p. 65,16 (Gelzer). Dazu cf. auch K. Yuzbashian, loc. cit. — (4) Sebeos, cap. 35, p. 139 (Macler); cap. 47, p. 130 (Gugerotti); 169 (Thomson). — (5) Sebeos, cap. 29, p. 34 (Macler): išxan du canton des Rštunisḫ cap. 39, p. 103f. (Gugerotti); 134 (Thomson): prince of the province of Rštunik‘ (išxan Rštuneac‘ gawarin, p. 134,2f. [Abgaryan]). — (6) Sebeos, cap. 35, p. 138 (Macler); cap. 47, p. 130 (Gugerotti); 169 (Thomson). — (7) Sebeos, cap. 35, p. 135 (Macler); cap. 46, p. 127 (Gugerotti); 166 (Thomson). — (8) Sebeos, cap. 28, p. 87 (Macler); cap. 38, p. 99 (Gugerotti); 129 (Thomson); cf. Thomson, in: Sebeos, p. 87 Anm. 536; Yovhannēs Drasx., cap. 18 § 34, p. 98 (Maksoudian). — (9) Stephan v. Taron, p. 63,20 (Gelzer); cf. die Angabe des Samuel von Ani 689f. (PG); 401 (Brosset). — (10) Sebeos, cap. 30, p. 101 (Macler); cap. 39, p. 106 (Gugerotti); 138f. (Thomson): am Freitag, dem 20. des Monats Trē, zur Zeit der Weinlese, als Ezr (630–640) Katholikos war, d. h. am 6. Oktober 640, cf. Thomson, in: Sebeos, p. 101 Anm. 626; ausführlich: Manandean, in: Byz 18 (1948) 167–177 (unter Einbeziehung der syr. und arab. Quellen), bes. 175–177. Cf. auch Arzoumanian, in: ‡ewond, p. 156 Anm. 3. E. Dulaurier, Recherches sur la chronologie arménienne technique et historique, Paris 1859, 227–231; Peeters, in: Byz 8 (1933) 409; Stratos, Byzantium III 25; PLRE III 1282 datierten dagegen alle auf den 6. Oktober 642. Weitere Quellen: ‡ewond, cap. 3, p. 7f. (Chahnazarian); p. 51 (Arzoumanian); Stephanos v. Taron, p. 87,36 (Gelzer). — (11) Sebeos, cap. 30, p. 101 (Macler); cap. 39, p. 106 (Gugerotti); 139 (Thomson): a command came from the emperor [bestowing] the command of the army on T‘æodoros, lord of R‚tunik‘, with the rank of patrik. S. auch Thomson, in: (Sebeos), p. 101 Anm. 629. Cf. Theophanes 344, 26f.; Yovhannæs Drasx., cap. 19, § 19, p. 102 (Maksoudian). Die Datierung dieser Ernennung hängt an der Datierung der arabischen Plünderung von Dwin. Diejenigen Wissenschaftler, die die Eroberung von Dwin auf 642 datieren, datieren die Ernennung folglich auf Ende 642 / Anfang 643, cf. z. B. Stratos, Byzantium III 25. — (12) Zur Datierung s. Manandean, in: Byz 18 (1948) 177–183. — (13) ‡ewond, cap. 2, p. 5f. (Chahnazarian); p. 50 (Arzoumanian). — (14) Sebeos, cap. 35, p. 13 (Macler); cap. 46, p. 127 (Gugerotti); 165 (Thomson); ‡ewond, cap. 4, p. 11 (Chahnazarian); p. 53; cf. Arzoumanian, in: ‡ewond (Arzoumanian) p. 158 Anm. 6. — (15) Sebeos, cap. 32f. p. 108–110 (Macler); cap. 42f., p. 111f. (Gugerotti); 145 (Thomson): im zweiten Jahr des Konstans II., d. h. 643, cf. Thomson, in: Sebeos (Thomson), p. 109 Anm. 674. Zu der Datierung cf. auch Arzoumanian, in: ‡ewond (Arzoumanian), p. 156f. Anm. 7; Manandean, in: Byz 18 (1948) 183–190 datiert die arabische Eroberung von Arcap‘k‘ dagegen auf den 8. August 650 (im Rahmen des dritten arabischen Einfalls nach Armenien). — (16) In diesem “Fürst der Meder” sieht Howard-Johnston, in: Sebeos (Thomson) p. 256, den Perser Xoroxazat (Khorokhazat). — (17) Sebeos, cap. 32, p. 106f. (Macler); cap. 42, p. 110 (Gugerotti); 143 (Thomson). — (18) Sebeos, cap. 32, p. 108 (Macler); cap. 42, p. 111 (Gugerotti); 145 (Thomson): ... despatched T‘æodoros, lord of R‚tunik‘, to Armenia with great honour, and bestowed on him the same authority of general, whether or not the princes of Armenia should so wish. He came and was re-established in the same post. Yovhannæs Drasx., cap. 19, § 26, p. 103 (Maksoudian). — (19) Sebeos, cap. 33, p. 112 (Macler); cap. 43, p. 113 (Gugerotti); 148 (Thomson); Brief der Synode an Konstans II.: cap. 33, p. 113–129 (Macler); cap. 44, p. 114–124 (Gugerotti); 148–161 (Thomson). Cf. die Zusammenfassung bei Stephanos v. Taron, p. 65,27 – 70,20 (Gelzer). Der Brief der Synode wurde laut Sebeos niemals abgesandt, sondern verblieb beim Katholikos Nerses, cap. 35, p. 138 (Macler); cap. 47, p. 129 (Gugerotti); 168 (Thomson), cf. Thomson, in: Sebeos, p. 142 Anm. 866. — (20) Theophanes 344,26-29 (unter dem Weltjahr 6143 = 650/51 a. d.); Agapius 482 (im vierten Jahr des ‘Uṯmān ibn‘Affān [# 8559], d. h. 648); Sebeos, cap. 35, p. 132f. (Macler); cap. 46, p. 126 (Gugerotti); 165 (Thomson): im zwölften Jahr des Konstans II., d. h. 652/53; cap. 35, p. 138f.; cap. 36, p. 142f.; cap. 38, p. 145 (Macler); cap. 46, p. 127; (Gugerotti); 164. 169 (Thomson). Cf. Yovhannēs Drasx., cap. 19, § 27, p. 103 (Maksoudian). Stratos, Byzantium III 28, vertritt die Ansicht, daß T. den Vertrag mit Mu‘āwiya abgeschlossen haben muß, während der byzantinisch-arabische Waffenstillstand noch in Kraft war, laut Stratos also im Jahr 651. — (21) Łewond, cap. 4, p. 12 (Chahnazarian); p. 53 (Arzoumanian); Vardan, ed. Thomson, in: DOP 43 (1989), 125–226, hier: cap. 36, p. 177 [68]. Laut Łewond ereigneten sich die Schlacht am Euphrat und der Verrat des Vard an einem Ostersamstag. Laut Arzoumanian, in: Łewond, p. 159 Anm. 9 (mit Lit.), handelte es sich um den 20. April 653. In jedem Falle muß der Vorfall sich ereignet haben, bevor T.s Abfall zu den Arabern vollzogen bzw. bekannt war, weil die Byzantiner T. sonst gar nicht mehr zur militärischen Kooperation aufgefordert hätten. Siehe dazu auch Stratos, Byzantium III 268f. Anm. IV, der für eine Datierung vor 645 plädiert und zu bedenken gibt, daß dieser Vorfall zu der Inhaftierung und Verbringung T.s nach Konstantinopel geführt haben könnte. Zu Vard cf. auch Thomas Artsruni III, p. 317 [255] (Thomson) sowie die Anm. Thomsons zur Stelle; K. Yuzbashian, Les titres byzantins en Arménie, in: L'Arménie et Byzance. Histoire et Culture, Paris 1996 (Byzantina Sorbonensia 12), 217. — (22) Sebeos, cap. 35, p. 134 (Macler); cap. 46, p. 127 (Gugerotti); 165 (Thomson). — (23) Eine Aufzählung der loyal zu Byzanz stehenden Fürsten Armeniens findet sich bei Sebeos, cap. 35, p. 134 (Macler); cap. 46, p. 127 (Gugerotti); 165 (Thomson). — (24) Laut Theophanes und Agapius zog Konstans II. nur bis Kaisareia in Kappadokien, bevor er alle Hoffnung auf eine Rückgewinnung Armeniens aufgab und sich auf den Rückweg nach Konstantinopel machte. Es sind die armenischen Quellen, die Konstans' Aufenthalt in Karin und Dwin bezeugen: Sebeos, cap. 35, p. 134f. (Macler); cap. 46, 127f. (Gugerotti); 165–166 (Thomson); Stephan v. Taron, p. 63,35 – 64,12 (Gelzer) (chronologisch wohl falsch vor der Synode von Dwin [649] eingeordnet). Stratos, Byzantium III 28f. datiert den Aufenthalt des Kaisers in Dwin auf Ende 651 bis Anfang 652. — (25) Sebeos, cap. 35, p. 138 (Macler); cap. 47, p. 130 (Gugerotti); 168 (Thomson); Yovhannēs Drasx., cap. 19, § 45, p. 104 (Maksoudian); Stephanos v. Taron, p. 70,23 (Gelzer); Vardan, ed. Thomson, in: DOP 43 (1989), 125–226, hier: cap. 36, p. 178 [69]. — (26) Sebeos, cap. 35, p. 138 (Macler); cap. 47, p. 130 (Gugerotti); 169 (Thomson). — (27) Sebeos, cap. 35, p. 139 (Macler); cap. 47, p. 130 (Gugerotti); 169 (Thomson). — (28) Cf. J. Howard–Johnston, in: Sebeos (Thomson), p. 274–281. — (29) Sebeos, cap. 36, p. 142f. (Macler); cap. 48, p. 132 (Gugerotti); 171f. (Thomson). — (30) Sebeos, cap. 38, p. 146 (Macler); cap. 50, p. 135 (Gugerotti); 174 (Thomson); cf. Thomson, in: Sebeos, p. 150 Anm. 919.

Q: — (Hist.): Theophanes 344,26-29; Narratio de rebus Armeniae § 137–141 ( = Photios, Epistola ad Zachariam patriarcham Armeniorum [I. 9], in: PG 102, p. 703–714, 706,5). — (Fs.): Liste grecque Nr. 55, p. 405: Τοτρούσης ὁ Ὀρουστουνής, ἔτη ι´ (zehn Jahre, cf. dagegen Stephan v. Taron u. Samuel von Ani: 25 Jahre). — (arm.): Sebeos, cap. 28, p. 87; cap. 30, p. 101; cap. 32, p. 107f., cap. 3, p. 110 (ohne Namensnennung); 112 (Macler); cap. 38, p. 99; cap. 39, p. 100; cap. 40, p. 106; cap. 42–44, p. 110–114; cap. 46, p. 126–128; cap. 47, p. 130; cap. 48, p. 132; cap. 50, p. 134f. (Gugerotti); 129. 134. 138f. 143. 145f. 148. 164–166. 168f. 172–175 (Thomson); Łewond, p. 5f. 11–13 (Chahnazarian); p. 50–53 (Arzoumanian); Yovhannēs Drasx., cap. 18, § 34, p. 98; cap. 19, § 4. 12. 19. 26. 27. 45, p. 101–104 (Maksoudian); Stephanos v. Taron, p. 63,20. 32; 64,34; 70,23. 26; p. 65,16 (Gelzer): apuhi; 87,36; 89,13; 90,28 (Gelzer); Samuel von Ani 689f. (PG); 401 (Brosset): 25 Jahre lang (nach Brosset, p. 400 Anm. 5 jedoch: 636–643); Kirakos 32; Vardan, ed. Thomson, in: DOP 43 (1989), 125–226, hier: cap. 36, p. 177f. [68f.]; zu weiteren Quellen cf. die Angaben in der PLRE III 1282f. (Theodorus Rshtuni 167) — (arab.): Agapius 482.

L : PLRE III 1282f. (Theodoros 167). — Laurent, Arménie 55. 125. 176. 214. 231. 236. 240–243. 260–262; bes. 401f.; Garitte, in: Narratio de rebus Armeniae 341f. 437f.; Caetani, Chronographia I: a. h. 21 Nr. 13; a. h. 22 Nr. 6; II.: a. h. 24 Nr. 13; a. h. 30 Nr. 13; a. h. 32 Nr. 11; a. h. 34 Nr. 3; a. h. 39 Nr. 23; Peeters, in: Byz 8 (1933) 405–423; Manandean, in: Byz 18 (1948) 163–195, bes. 190–192; Stratos, Byzantium III 14. 20–31 (passim); 42f.; 314 (Reg.); K. Yuzbashian, Les titres byzantins en Arménie, in: L'Arménie et Byzance. Histoire et Culture, Paris 1996 (Byzantina Sorbonensia 12), 214–221, bes. 216; Treadgold, History 310–313. 935.

P: Es handelt sich bei dem bei Theophanes und Agapius genannten Pasagnathes um Theodoros Rštuni, so daß Pasagnathes ein Beiname des Theodoros sein dürfte; cf. auch Proudfoot, in: Byz 44 (1974) 411f. — Wahrscheinlich ist er identisch mit dem General Theodoros (# 7298), der ca. 643/44 zusammen mit dem General Prokopios (# 6353) einen Feldzug nach Nordsyrien durchführte (so Stratos, Byzantium III 34; Manandean, in: Byz 18 [1948] 181f. 183); gesichert ist dies jedoch nicht. Eine Identität mit dem gleichnamigen Befehlshaber der byzantinischen Armee, der ebenfalls von Konstans II. ernannt wurde (Theodoros: # 7296) wird allgemein abgelehnt; cf. Manandean, in: Byz 18 (1948) 191f.; W. E. Kaegi, Byzantium and the early Islamic conquests, Cambridge 1992, 194; Thomson, in: Sebeos 143 (Thomson), p. 107 Anm. 657; Howard-Johnston, in: Sebeos (Thomson), p. 254. 256.

Angehörige (anonym):

1. Sohn 7293A

V: Sohn des Patrikios Theodoros Rštuni (Pasagnathes), von dem er 753 als Geisel an den arabischen Feldherrn Mu‘āwiya (# 5185) übergeben wurde.

Q: — (Hist.): Theophanes 344,28. — (arab.): Agapius 482.

Geographische Orte

  • Armenien
  • Iberien
  • Albanien (Kaukasus)
  • Siwnik‘
  • Kaukasus
  • Çor (Paß im Kaukasus)
  • Ałt‘amar (Insel im Van-See)
  • Van-See (Armenien, heute Türkei)
  • Dvin bzw. Dwin (Armenien)
  • Mesopotamien
  • Asorestan (s. unter Mesopotamien)
  • Marducayk‘
  • Kogovit (Armenien)
  • Arcap‘k‘ (Festung in Armenien)
  • Ayrarat (Provinz in Armenien)
  • Kotayk‘
  • Euphrat (Fluß)
  • Kalifat
  • Marduc‘ayk‘ bzw. Mardoc‘æk‘ (Armenien)
  • Theodosiupolis (Armenien)
  • Karin (s. Theodosiupolis in Armenien)
  • Tayk‘ (Armenien)
  • Ałiovit
  • Bznunik‘ (Armenien)
  • Damaskos (Syrien)
  • Syrien

Quellen

  • Łewond - Ghevond
  • Kirakos
  • Samuel v. Ani
  • Sebeos
  • Liste grecque
  • Narratio de rebus Armeniae
  • Yovhannēs Drasx
  • Vardan
  • Stephanos v. Taron
  • Theophanes
  • Photios, Epp. (Laourdas–Westerink)
  • Agapius
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