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Lilie, Ralph-Johannes / Ludwig, Claudia / Zielke, Beate / Pratsch, Thomas

Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit Online

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Nach Vorarbeiten F. Winkelmanns erstellt

[Prosopography of the Middle Byzantine Period Online]

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N: Familienname: Taronites (Toponymikon “aus Taron”); arm.: Bagarat.

T: Patrikios (seit ca. 968).

V: Sohn des Ašot III. (# 20645), der einen Teil Tarons beherrschte und eine Schaukelpolitik zwischen Byzanz und Sayfaddawla (# 26998) betrieb. Nach Ašots Tod (967) kamen B. und sein Bruder Gregorios (# 22428) nach Konstantinopel und übereigneten Kaiser Nikephoros II. Phokas den von ihnen beherrschten Teil Tarons. Nikephoros ernannte beide zu Patrikioi und wies ihnen Ländereien mit reichen Einkünften zu (Skylitzes). Dies geschah wohl im Jahre 968, denn Skylitzes erwähnt im Anschluß (p. 279,85f.) eine Sonnenfinsternis, die sich am 22. Dezember (968) ereignete (cf. bei B.s Bruder Gregorios, Anm. 7).

Nach Beginn des Aufstands (976) des Bardas Skleros (# 20785) war er zunächst mit seinem Bruder Gregorios Anführer armenischer Truppen auf der Seite des Bardas Skleros.

B. heiratete Helene (# 22579), die Tochter des Magistros und Rhaiktors Michael Lakapenos (# 25174), also eine Urenkelin des Kaisers Romanos I. Lakapenos, und hatte mit ihr die Tochter Agathe (# 20172), wie aus den genealogischen Erläuterungen einer gerichtlichen Entscheidung (wohl des Richters Eustathios Romaios [# 21870]) hervorgeht, die sich nicht genau datieren, sondern nur grob in das erste Viertel des 11. Jh.s einordnen läßt (cf. Laurent, in: EO 37 [1938] 127; Schminck, Eherechtliche Entscheidungen 249). Man kann spekulieren, daß B. Helene wohl erst nach seiner Übersiedlung nach Konstantinopel und seiner Aufnahme in die byzantinische Aristokratie heiratete, so daß Helene vielleicht nicht die erste Ehefrau des B. war.

Q: — (Hist.): Skylitzes, Nikephoros 21, p. 279,82-85. — (Sonst.): Entscheidung (ca. 1. Viertel des 11. Jh.s) eines nicht namentlich genannten Richters (wahrscheinlich des Eustathios Romaios), in: Schminck, Eherechtliche Entscheidungen, Fall 2, l. 11f. 17f., p. 242; l . 38. 43f. 48, p. 244; l. 56, p. 246. — (arm.): Stephan von Taron (Asołik) III, cap. 14, p. 140,32 – 141,5 (Gelzer); p. 56f. (Macler).

L: Honigmann, Ostgrenze 149; Adontz, in: Byz 10 (1935) 541f.; idem, in: Byz 11 (1936) 21f.; Laurent, in: EO 37 (1938) 132f.; Schminck, Eherechtliche Entscheidungen 248. — Zur Genealogie der Familie Taronites s. Toumanoff, Manuel 103; Schminck, op. cit. 246.

P: Honigmann hielt B. für den Vater der bei Yaḥyā erwähnten “Söhne des Bagrat”, die von David von Tao (# 21432) dem Bardas Phokas (# 20784) zu Hilfe geschickt wurden, als dieser gegen Kaiser Basileios II. revoltierte (987–989). Doch sollte man vielleicht eher an Adelige aus dem Fürstentum Tao denken, die David von Tao unterstanden, oder zumindest an Vasallen Davids von Tao. In Frage kämen hier eventuell Bagrat (# 20739) und Č‘ordvaneli (# 21350), die Söhne eines Bagrat (# 20739) aus der Verwandtschaft des Ioannes Tornikios (# 22926) (zu dieser Identifikation cf. Dölger–Müller, Regesten Nr. 772a [Beihammer]). Angesichts der Häufigkeit des Namens Bagrat im iberischen Adel ist jedoch keine Sicherheit in dieser Frage zu gewinnen.

Geographische Orte

  • Taron

Quellen

  • Skylitzes
  • Schminck, Eherechtliche Entscheidungen
  • Eustathios Romaios (allg.)
  • Stephan von Taron (Asołik)
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