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Lilie, Ralph-Johannes / Ludwig, Claudia / Zielke, Beate / Pratsch, Thomas

Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit Online

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Nach Vorarbeiten F. Winkelmanns erstellt

[Prosopography of the Middle Byzantine Period Online]

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T: Metropolites von Amaseia (Nikephoros Uranos, Epp.); Episkopos — δεσπότης (Leon von Synada, Epp.).

V: Er war Adressat zweier Briefe des Nikephoros Uranos (# 25617), also grob zwischen 976 und 1007, möglicherweise aber um das Jahr 1000 (cf. Darrouzès, in: Épistoliers byzantins 228 Anm. 11). Daraus geht zunächst hervor, daß beide eine mehr oder weniger regelmäßige Korrespondenz pflegten. Einem der Briefe (Ep. 18) können wir entnehmen, daß Nikephoros wohl eine Angelegenheit des N. nicht nur an andere, höhere Würdenträger, sondern sogar an den Kaiser (Basileios II.) selbst weitergeleitet hatte. Außerdem lobt Nikephoros die schriftstellerischen Produkte des N. in den höchsten Tönen. Es könnte sich dabei um Briefe, Homilien oder anderes gehandelt haben, dies bleibt jedoch offen, da Nikephoros die Werke des N. nur als “die Deinigen” (τὰ σὰ) bezeichnet. Wenn aber Nikephoros beteuert, daß er die Werke des N. den “Elegien über die Frau des Maurikios und dessen Kinder” (wohl einer nicht überlieferten elegischen Dichtung auf das Schicksal des Kaisers Maurikios [582–602]) vorziehe, sollte man wohl annehmen, daß es sich bei den Werken des N. um etwas Anspruchsvolleres gehandelt habe.

Er war wohl auch (s. P) Adressat zweier Briefe des Metropoliten Leon von Synada (# 24416). Diese sind nicht genauer datiert. Die datierten Briefe Leons wurden aber alle zwischen 996 und 1003 abgefaßt, so daß auch diese Briefe etwa in diese Zeit zu setzen sind. N. war der Bruder des Theodegios (# 27597), des Metropolites von Athen.

Aus dem ersten Brief (Ep. 51) geht hervor, daß Leon und N. sich in Pylai in Bithynien begegnet waren. Außerdem macht Leon dem Adressaten große Komplimente bezüglich seiner rhetorischen Ausbildung und seines glänzenden Briefstils, er hatte nämlich einen äußerst eloquent geschriebenen Brief des N. erhalten. Aus dem zweiten Brief (Ep. 52) erfahren wir, daß N. einen Gegenspieler (# 31704) hatte, mit dem er sich in irgendeiner Art von Auseinandersetzung befand. Leon ergriff im Rahmen dieser Auseinandersetzung Partei für N.

Q: — (Ep.): Leon von Synada, Epp. 51. 52; Nikephoros Uranos, Epp. 12. 18.

L: ODB III 1481 s. v. “Niketas of Amaseia”. — Darrouzès, in: Épistoliers byzantins 203 Anm. 31; 223 Anm. 7; Vinson 132f.

P: Die Identifizierung des Adressaten des Nikephoros Uranos mit dem Adressaten des Leon von Synada kann nicht als völlig gesichert, aber doch als recht wahrscheinlich gelten (cf. Darrouzès, in: Épistoliers byzantins 223 Anm. 7). N. wird bei Nikephoros Uranos als Metropolites von Amaseia, bei Leon von Synada nur als Bischof bezeichnet. Für die Identität sprechen verschiedene Anhaltspunkte: 1) Auch der Bischof N. aus den Briefen des Leon von Synada dürfte ein hochrangiger Kleriker, also etwa ein Metropolit, gewesen sein; so schon von Darrouzès, in: Épistoliers byzantins 203 Anm. 31 vermutet. 2) Der Adressatenkreis der Briefkorpora des Nikephoros Uranos und des Leon von Synada weist zahlreiche Überschneidungen auf, cf. dazu Darrouzès, in: Épistoliers byzantins 45: Ioannes Ostiarios (# 23163), Malakeinos Krites (# 24841) und Nikolaos von Neokaisareia (# 26040). 3) Sowohl der Adressat des Nikephoros Uranos als auch der des Leon von Synada zeichnen sich durch literarische Aktivität bzw. schriftstellerische Kompetenz aus.

Geographische Orte

  • Pylai (Bithynien)
  • Bithynien
  • Amaseia

Quellen

  • Leon von Synada, Epp.
  • Nikephoros Uranos, Epp.
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