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Lilie, Ralph-Johannes / Ludwig, Claudia / Zielke, Beate / Pratsch, Thomas

Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit Online

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Nach Vorarbeiten F. Winkelmanns erstellt

[Prosopography of the Middle Byzantine Period Online]

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T: Archiepiskopos (nur ein Siegel: Laurent, Corpus V 764) bzw. Metropolites von Euchaïta und Synkellos — μητροπολίτῃ Εὐχαΐτων καὶ συγκέλλῳ.

V: Er war wohl im Jahre 945 (cf. Pratsch, Alexandros 253–257) Adressat eines Briefes des Metropoliten von Nikaia, Alexandros (# 20231). Alexandros schrieb aus dem Exil im Monobatakloster am kimmerischen Bosporos (Krim) und bat P. in dem Brief, sich für seine Freilassung aus der Verbannung einzusetzen.

Ihm sind wohl auch mehrere Siegel zuzuschreiben, anhand derer sich die Titulatur verfolgen läßt: Ein Typus bezeichnet ihn als Archiepiskopos von Euchaïta, auf einem weiteren Typus bezeichnet P. sich dann als Metropolites von Euchaita (vor 945), und ein Siegel schließlich weist ihn als Metropolites und Synkellos aus.

Q: — (Ep.): Alexandros von Nikaia, Ep. 3. — (Sg.): Laurent, Corpus V 764 (10. Jh.): Φιλαρέτῳ ἀρχιεπισκόπῳ Εὐχαΐτων. Möglicherweise ibidem 765 (10. Jh.): ...ετ(?)ῳ μητροπολίτῃ Εὐχαΐτων. ZN 873: Φιλαρέτῳ μητροπολίτῃ Εὐχαΐτων. Ein ähnliches Siegel beschreibt Laurent, Corpus V 1592 = Catalogue IV 16.5 (zwei Siegel von demselben Bulloterion, das zweite ist bislang unpubliziert). ZN 874: Φιλαρέτῳ μητροπολίτῃ Εὐχαΐτων καὶ συγκέλλῳ.

L: Fedalto 80. — Darrouzès, in: Épistoliers byzantins 73; Pratsch, Alexandros 265; Zuckerman, in: Crimée entre Byzance et Khaganat 220.

P: Zu der problematischen Zuschreibung des Siegels Laurent, Corpus V 765, s. unter Philaretos (# 26586). — Interessant ist in jedem Fall das Siegel, das den Titel Archiepiskopos nennt. Bereits Laurent hatte versucht, eine einleuchtende Erklärung zu finden. Leider lassen sich die Lesung des Siegels und die Identifizierung des Sieglers mit dem gleichnamigen Metropoliten nicht überprüfen, denn Laurent hatte das Siegel nur bei einem Antiquitätenhändler in Istanbul gesehen und sich Notizen dazu gemacht. Das Motiv auf dem Avers hat er bedauerlicherweise nicht notiert. Der Name Philaretos ist relativ selten, so darf man für die Identifizierung zumindest eine gewisse Wahrscheinlichkeit annehmen. Euchaïta soll zwischen 880 und 886 vom Patriarchen Photios (# 26667) zur Metropolis erhoben worden sein (s. Grumel–Darrouzès, Regestes Nr. 558); so wird es in den Notitiae Episcopatuum des 10. Jh.s auch erwähnt. Allerdings sind die Angaben nicht ohne Widersprüche. Außerdem ist vor P. kein Metropolites von Euchaïta wirklich belegt; s. dazu ausführlicher unter Theodoros Santabarenos (# 27619), bes. Anm. 5.

Geographische Orte

  • Euchaïta (Helenopontos)
  • Helenopontos (KP)

Quellen

  • Alexandros von Nikaia, Epp.
  • ZN
  • Laurent, Corpus V
  • Catalogue IV
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