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Lilie, Ralph-Johannes / Ludwig, Claudia / Zielke, Beate / Pratsch, Thomas

Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit Online

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Nach Vorarbeiten F. Winkelmanns erstellt

[Prosopography of the Middle Byzantine Period Online]

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T: Metropolites von Klaudiupolis. In Ep. 93 ist kein Titel genannt, T. wird aber mit Theosebeia — θεοσέβεια (Frömmigkeit) angesprochen, so daß an einen klerikalen Titel zu denken ist.

V: Er war Adressat zweier Briefe des Patriarchen Nikolaos I. Mystikos (# 25885). Der frühere (Ep. 112) ist in die Zeit zwischen 914 und 918 zu datieren. Nikolaos schrieb an T., daß er gerade von einem Amtskollegen (# 30959) persönlich darüber informiert worden sei, daß T. weiterhin allen Angriffen und Nöten souverän begegnen könne. Er brachte seine Freude darüber zum Ausdruck und forderte T. auf, ihn bald zu besuchen, wenn ihn nicht dringende Amtsgeschäfte abhielten, da er, Nikolaos, in diesen Zeiten auch des Trostes bedürfe.

Der zweite Brief (Ep. 93, datiert zwischen 919 und 925), befaßte sich mit folgender Angelegenheit: Eine nicht näher bezeichnete Person (# 31015) führte eine Klage gegen T., weil dieser ihn unrechtmäßig von seinem Eigentum vertrieben habe. Dem Patriarchen hatte der Kläger solange in den Ohren gelegen, bis dieser ihm einen Brief an T. mitgab. Nikolaos schrieb, daß der Kläger ihm auf seinen Wegen zur Kirche und zum Palast regelmäßig aufgelauert habe und immer wenn er seiner ansichtig geworden sei, die Luft mit seinem Geschrei erfüllt und behauptet habe, daß mehrere kaiserliche Beamte die Angelegenheit untersucht und zu des Klägers Gunsten entschieden hätten, daß er den Klagen allerdings keinen Glauben schenke. Nun habe Nikolaos aber gehört, daß der Protospatharios Basileios (# 20924) nach Klaudiupolis entsandt und mit der Untersuchung der Angelegenheit befaßt worden sei, und schreibe infolgedessen diesen Brief, um T. zu raten, wie er vorgehen solle. Wenn dem Kläger tatsächlich Unrecht geschehen sei, solle er von sich aus das Recht wiederherstellen. Wenn des Klägers Motive allerdings völlig irrational seien, dann solle T. sehen, daß er von der Rechtsprechung Hilfe bekomme, um die verleumderischen Vorwürfe zu widerlegen, oder beide Parteien sollten zu Nikolaos kommen, damit der Ruf des T. (und der Seelenfrieden des Patriarchen) wiederhergestellt werde.

Q: — (Ep.): Nikolaos Mystikos, Ep. 93. 112.

L: Jenkins–Westerink 563f. 571; Grumel–Darrouzès, Regestes Nr. 666. 709.

Geographische Orte

  • Klaudiupolis
  • Honorias (KP)

Quellen

  • Nikolaos Mystikos, Epp.
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