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Hymnus, Sequenz, Antiphon

Fallstudien zur volkssprachlichen Aneignung liturgischer Lieder im deutschen Mittelalter

[Hymn, Sequence, and Antiphon: Case Studies on the Vernacular Adoption of Liturgical Songs in the German Middle Ages]

Ed. by Kraß, Andreas / Ostermann, Christina

Series:Liturgie und Volkssprache 3

eBook (PDF)
Publication Date:
September 2019
Copyright year:
2019
ISBN
978-3-11-064879-9
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Daz wir in dem tôde sweben

Die Antiphon Media vita in morte sumus und Hartmanns von Aue Erzählung Der arme Heinrich

Braun, Lea

Abstract

Die aus dem elften Jahrhundert stammende Antiphon Media vita in morte sumus benennt, indem sie die Simultaneität von Leben und Tod betont, ein zentrales Merkmal der conditio humana. Die Tradition deutscher Bearbeitungen setzt erst im vierzehnten Jahrhundert ein, doch bezieht sich bereits im zwölften Jahrhundert der höfische Dichter Hartmann von Aue in seiner legendenhafte Novelle Der arme Heinrich explizit auf diese Antiphon, um das Schicksal seines Protagonisten theologisch zu überformen. Man könnte seine Erzählung, überspitzt formuliert, als Tropus auf das Media vita deuten. Jedenfalls bietet sie den frühesten volkssprachlichen Reflex auf die lateinische Antiphon. Der folgende Beitrag diskutiert zunächst die lateinische Antiphon, stellt dann ihre spätmittelalterlichen deutschen Übertragungen vor und beleuchtet abschließend Hartmanns Verwendung des Media vita im Armen Heinrich.

Citation Information

Lea Braun (2019). Daz wir in dem tôde sweben: Die Antiphon Media vita in morte sumus und Hartmanns von Aue Erzählung Der arme Heinrich. In Andreas Kraß, Christina Ostermann (Eds.), Hymnus, Sequenz, Antiphon: Fallstudien zur volkssprachlichen Aneignung liturgischer Lieder im deutschen Mittelalter (pp. 249–269). Berlin, Boston: De Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110648799-010

Book DOI: https://doi.org/10.1515/9783110648799

Online ISBN: 9783110648799

© 2019 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Munich/BostonGet Permission

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