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Bibliotheksdienst

Editor-in-Chief: Michalke, Karin / Ihrig, Hartmuth

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2194-9646
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Volume 49, Issue 10-11

Issues

Bibliothek & Information Deutschland (BID) – Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände e. V.

Tätigkeitsbericht für die Zeit von April 2014 bis März 2015, erstattet vom Präsidenten von BID, Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen

Published Online: 2015-10-09 | DOI: https://doi.org/10.1515/bd-2015-0114

1 Zur Einführung

Auch im Jahr 2014 nahm Bibliothek und Information Deutschland vielfältige Aufgaben in seiner Funktion als Plattform für den verbandsübergreifenden Austausch wahr. Der Dachverband fungierte als koordinierendes Organ für die Mitgliedsverbände und war in verschiedenen bibliothekarischen und kulturpolitischen Gremien auf nationaler und internationaler Ebene vertreten. In einem Jahr ohne Bibliothekskongress konzentrierte sich die weitere thematische Arbeit auf die beiden Kommissionen BI-International und die Ethikkommission sowie die Vergabe der Karl-Preusker-Medaille.

2 Organe und Gremien

2.1 Mitgliederversammlung

Im Berichtszeitraum fand eine BID-Mitgliederversammlung am 8. Mai 2014 in der Staatsbibliothek zu Berlin, Haus Unter den Linden, statt.

Folgende Verbände und Einrichtungen sind Mitglied von BID:

  • Berufsverband Information Bibliothek e. V. (BIB),

  • Deutscher Bibliotheksverband e. V. (dbv),

  • Verein Deutscher Bibliothekare e. V. (VDB),

  • ekz.bibliotheksservice GmbH,

  • Goethe-Institut e. V.

2.2 Vorstand

Der Vorstand von BID besteht aus folgenden Personen:

  • Präsident:

Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen

  • Schatzmeister

Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen

  • dbv:

Ralph Deifel

Guido Jansen

Barbara Lison

Barbara Schleihagen

Dr. Frank Simon-Ritz, stellv. BID-Präsident

  • BIB:

Kirsten Marschall, stellv. BID-Präsidentin (bis 21.11.2014)

Sabine Stummeyer (bis 08.05.2014)

Klaus Junginger (bis 30.09.2014)

  • VDB:

Dr. Ewald Brahms

Dr. Klaus-Rainer Brintzinger

  • ekz.bibliotheksservice GmbH

Andreas Mittrowann

  • Goethe-Institut:

Hella Klauser

Ständige Gäste der Vorstandssitzungen sind: Susanne Riedel (BII-Sprecherin), Prof. Frauke Schade (KIBA: Konferenz der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge), Dr. Monika Braß (BID-Geschäftsführerin).

BID-Vorstandssitzungen fanden statt

  • am 8. Mai 2014 in Berlin; Staatsbibliothek Unter den Linden,

  • am 21. Januar 2015 in den Bücherhallen Hamburg.

Im Verlauf des Jahres nahmen Präsident und Vorstandsmitglieder an zahlreichen Gesprächen und Veranstaltungen bibliothekarischer sowie kultur- und bildungspolitischer Gremien und Institutionen teil.

3 Finanzen

Der Wirtschaftsplan 2014 war von einigen Verschiebungen der finanziellen Belastungen in das Jahr 2015 geprägt. Nach Abzug dieser Belastungen blieb eine Verbesserung von rd. 13.500,– € im Vergleich des Abschlusses zum Voranschlag.

Für 2015 konnte der Wirtschaftsplan nach Abzug der Belastungen aus dem Vorjahr im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten gehalten werden. Aufgrund günstiger Umstände konnten die laufenden Kosten noch etwas gesenkt werden. Dafür wird mit dem Relaunch der Homepage eine länger geplante, zukunftsweisende Investition getätigt, die auch hinsichtlich der laufenden Kosten positiv wirken wird.

4 BID-Kommissionen

In BID waren im Berichtszeitraum zwei Kommissionen aktiv:

4.1 Bibliothek und Information International (BII)

Bibliothek & Information International (BI-International) ist die ständige Kommission von BID für den internationalen Fachaustausch.

In dieser Kommission arbeiten die Delegierten der Mitgliedsverbände zusammen. Ihre Sprecherin ist Susanne Riedel (Bericht s. u. 9.2).

4.2 Ethikkommission

Die Ethikkommission wurde vom BID-Vorstand zum 1. März 2012 eingesetzt. Seit 29.03.2010 war sie bereits als AG „Bibliothek und Ethik“ aktiv.

Im Berichtszeitraum gehörten der Kommission folgende Mitglieder an: Jens Boyer (GI, kommissarischer Sprecher), Barbara Lison (dbv), Prof. Dr. Herrmann Rösch, Dr. Wilfried Sühl-Strohmenger (VDB), Susanne Wilkin (BIB).

Am 16. Mai und am 8. Oktober 2014 fanden Sitzungen der Ethikkommission statt, auf denen folgende Themen behandelt wurden:

  • Konzeption einer Monographie zum Thema Bibliotheks- und Informationsethik,

  • inhaltliche Schwerpunkte für eine Blockveranstaltung „Bibliotheksethik“ beim Bibliothekartag 2015,

  • Partnerland USA 2016–2019,

  • Überarbeitung der Ethischen Grundsätze 2015–2017,

  • Überarbeitung der Rubrik „Ethikkommission“ als Teil der BID-Webseite,

  • Positionierung und Selbstverständnis der Kommission.

Die Amtszeit der Kommission endete am 28. Februar 2015. Über die Neubesetzung wird in der nächsten Vorstandssitzung entschieden.

5 Verleihung der Karl-Preusker-Medaille 2014

Am 31. Oktober 2014 wurde die Karl-Preusker-Medaille 2014 in der Bibliothek am Luisenbad in Berlin an den Medienexperten Thomas Feibel verliehen. In einem Festakt würdigte BID Feibels Engagement für Bibliotheken auf dem Gebiet der Leseförderung und der Vermittlung elektronischer Medien für Kinder und Jugendliche.

BID-Vizepräsidentin Kirsten Marschall betonte in ihrer Laudatio, dass Thomas Feibel als Erster das Kriterium der Qualität in die Diskussion um Computersoftware für Kinder in Bibliotheken eingebracht habe. Feibels Initiative sei es zu verdanken, dass Computerspiele heute auf breiter Basis, aber dennoch mit hohem Qualitätsanspruch in Bibliotheken angeboten werden.

In seiner Dankesrede forderte Feibel im Hinblick auf die neuen Medien auch eine neue Lesefähigkeit oder besser, je nach Medium, verschiedene Lesefähigkeiten für Kinder und Jugendliche. Dies sei umso wichtiger als die Privatsphäre der jungen Mediennutzer im Internet immer weniger geschützt sei. Für Bibliotheken sei Partizipation ein wichtiger neuer Trend. Kinder und Jugendliche sollten befähigt werden, selbst kreativ zu werden und Dinge selbst anzupacken in den Bibliotheken. Feibel ermunterte sogar die Bibliotheken, ihre Bücher selbst zu produzieren.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von dem Pianisten Johannes Kersthold, der neben eigenen Kompositionen eine Kostprobe elektroakustischer Musik auf dem iPad gab.

6 Zukunft des Fachinformationsdienstes b2i

BID hat sich im Berichtszeitraum in einer verbands- und institutionenübergreifenden Initiative für den Erhalt des Fachinformationsdienstes b2i eingesetzt. Die Bayerische Staatsbibliothek (BSB) hat das Sondersammelgebiet „Buch, Bibliotheks- und Informationswissenschaften“ seit 2008 betreut. Im Herbst 2013 wurde ein Antrag der BSB auf Überführung des SSG in die neue DFG-Förderlinie „Fachinformationsdienst für die Wissenschaft“ (FID) von den DFG-Gremien abgelehnt. Nach intensiver Prüfung hat die BSB 2014 angekündigt, sich auch aus dem Betrieb des Fachinformationsportals b2i zurückzuziehen.

Diese Entscheidung wurde von der Fachcommunity mit großem Bedauern aufgenommen, da dem Portal als zentralem Nachweisinstrument für bibliotheks- und informationswissenschaftliche Fachliteratur im deutschsprachigen Raum eine hohe Bedeutung in Forschung und Lehre zukommt.

Daraufhin hat BID auf dem Bibliothekartag in Bremen eine Ad-hoc-Arbeitsgruppe aller an dem Thema beteiligten Akteure (BSB, BID, KIBA, Verbände, Hochschulen mit bibliothekswissenschaftlichem Schwerpunkt) einberufen, um Möglichkeiten der Weiterführung von b2i und der informationellen Selbstversorgung in dem Fachbereich auszuloten. Aufgrund der zentralen Bedeutung des Portals wurde mehrmals an die BSB appelliert, das Angebot nicht abzuschalten und es ggf. ohne Pflege und laufende Aktualisierungen anzubieten, bis eine Nachfolgeregelung gefunden ist.

Im Januar 2015 fand ein von BID und KIBA moderierter Round-Table mit Fachvertretern aus Bibliotheken, Hochschulen, Verbänden und der Bayerischen Staatsbibliothek statt, auf dem erneut über die weitere Zukunft von b2i beraten wurde. Dort stellten die HAB Wolfenbüttel und die UB Leipzig ihren Plan vor, einen neuen DFG-Antrag für einen Fachinformationsdienst Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften einzureichen. Der Round-Table begrüßte diese Initiative und sagte den beiden Einrichtungen seine volle Unterstützung zu.

Nachdem die Bayerische Staatsbibliothek trotz aller Appelle – auch vom Round-Table – den endgültigen Ausstieg aus dem Informationsportal b2i zum Februar 2015 erklärt hatte, brachte BID in einer öffentlichen Stellungnahme sein Unverständnis über die Entscheidung der BSB zum Ausdruck.

7 Kooperationen

In folgenden Gremien wird BID durch ihre Vorstandsmitglieder oder durch externe Delegierte vertreten:

7.1 Deutsche Literaturkonferenz (DLK)

BID ist institutionelles Mitglied der Deutschen Literaturkonferenz. Vom 16.03.2012 bis zum 15.03.2015 vertrat Dr. Frank Simon-Ritz als stellvertretender Sprecher die Interessen von BID in der Deutschen Literaturkonferenz. Sein Nachfolger ist der Leiter der Philologischen Bibliothek der FU Berlin, Dr. Klaus Ulrich Werner.

7.2 Deutscher Kulturrat

Die DLK bildet eine Sektion im Deutschen Kulturrat. Durch ihre Mitgliedschaft in der DLK ist BID mittelbar im Deutschen Kulturrat vertreten. Als stellvertretender Sprecher der DLK war Dr. Frank Simon-Ritz zugleich Mitglied im Sprecherrat des Deutschen Kulturrats.

In den Fachausschüssen des Deutschen Kulturrates ist BID in der Amtszeit 2013 bis 2016 mit folgenden, über die Deutsche Literaturkonferenz nominierten Personen vertreten:

  • Fachausschuss Arbeit und Soziales: Barbara Lison,

  • Fachausschuss Bildung: Barbara Schleihagen,

  • Fachausschuss Europa/Internationales: Guido Jansen,

  • Fachausschuss Kulturerbe: Prof. Dr. Thomas Bürger,

  • Fachausschuss Medien: Dr. Klaus Ulrich Werner,

  • Fachausschuss Steuern: Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen,

  • Fachausschuss Urheberrecht: Prof. Dr. Gabriele Beger.

7.3 Deutsche UNESCO-Kommission (DUK)

BID ist seit Mitte 2004 Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission und dort durch ihren Präsidenten vertreten. Hella Klauser war im Berichtszeitraum Mitglied im Beirat „Vielfalt kultureller Ausdrucksformen“ der DUK.

7.4 Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE)

Frau Dr. Schelle-Wolff vertritt BID seit Juni 2012 im DIE.

7.5 Beirat Leipziger Buchmesse

BID ist durch seinen Präsidenten im Beirat der Leipziger Buchmesse vertreten.

8 Berufliche Aus- und Weiterbildung

Die Kooperation mit den bibliothekarischen Ausbildungseinrichtungen verläuft sehr erfolgreich. Prof. Frauke Schade vertritt die Konferenz der bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Ausbildungs- und Studiengänge, KIBA, mit Gaststatus bei den BID-Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen.

9 Internationale Arbeit

Mitglieder bzw. Vertreter von Mitgliedern von BID zeigten im Berichtszeitraum ein verstärktes Engagement in der IFLA sowie in deren Gremien und Unterorganisationen (z. B. FAIFE). Mehrere Personen aus dem Kreis des BID-Vorstands und seiner Gäste sind in verschiedenen Gremien der IFLA aktiv.

Darüber hinaus ist BID mit weiteren internationalen Verbänden und Organisationen personell eng verbunden, z. B. EBLIDA, LIBER oder NAPLE.

9.1 EBLIDA

(Bericht von Klaus-Peter Böttger)

Die im Winter 2013/2014 gestartete Kampagne „The Right to E-Read“ wurde zum 23.04.2014, dem Welttag des Buches und des Urheberrechts, in Aktionen umgesetzt. Im zeitlichen Umfeld dieses Tages fanden in zahlreichen europäischen Städten Pressegespräche statt. So konnte der EBLIDA-Präsident u. a. bei der mit großartiger Unterstützung von dbv und BID durchgeführten Pressekonferenz in Berlin dabei sein, aber auch auf entsprechenden Veranstaltungen in Brüssel und Den Haag.

Plakate, Postkarten, E-Cards, ein Petitionsforum, ein Fotowettbewerb und zahlreiche andere Aktionen begleiteten die Kampagne, die nach den ersten Evaluationen bedingt erfolgreich war. Der Slogan wurde zum Inbegriff des Anspruchs der Bibliotheken, E-Books den gedruckten Büchern im Rahmen der urheber- und verleihrechtlichen Rahmenbedingungen gleichzustellen – eine Forderung, die von den Verlagen, die auf eine Lizenzierung setzen, nicht geteilt wird. Es gelang jedoch, das Bewusstsein für diese Problematik bei bibliothekarischen Kolleginnen und Kollegen zu schärfen. Hierzu diente auch eine Präsentation auf dem Bremer Bibliothekartag.

Andererseits wurde deutlich, dass das Thema nicht für alle europäischen Länder gleichermaßen relevant ist. In vielen europäischen Ländern ist der E-Book-Markt noch wenig entwickelt, so dass die rechtlichen Probleme noch kaum virulent sind. Länder wie beispielsweise Dänemark wiederum verhalten sich aufgrund laufender Verhandlungen mit Verlagen zurückhaltend im Engagement für die Kampagne. Es muss nun verstärkt versucht werden, auch die Nutzerkreise von Bibliotheken für das Thema zu begeistern.

Aufgrund der Neuwahlen zum EU-Parlament ist es gelungen, das Thema auf der politischen Agenda des dafür zuständigen EU-Kommissars Günther Oettinger zu platzieren. Auch auf den folgenden vom Präsidenten besuchten Konferenzen stand das Thema „E-Books“ im Mittelpunkt:

  • 26.03.2014, Köln: Ist ein E-Book ein Buch? (Kölner Forum Medienrecht),

  • 06.06.2014, Athen: „Copyright and the Digital Agenda for Europe“ (EU Präsidentschaft Griechenlands),

  • 20.11.2014, Brüssel: “European Voice: Coppyright 2015: Changed Rules for Changed Times?”

  • 19.02.2015, Brüssel: Expertenanhörung bei EU-Kommissar Günther Oettinger.

Darüber hinaus erfolgten Präsentationen bzw. Teilnahmen in Lissabon (16.–18.09.2014), auf der Frankfurter Buchmesse (09.10.2014), auf dem kroatischen Bibliothekskongress (15.–17.10.2014), beim LASATA-Jubiläum in Riga (22.10.2014), beim Symposium der Deutschen Literaturkonferenz in Berlin (13.11.2014) sowie dem EUROLIS-Seminar in London (27.11.2014).

Der Vorstand traf sich in 2014 vom 26.–28.02. in Prag, integriert in eine Konferenz des Goethe-Instituts und des tschechischen Verbandes SKIP; während der Vollversammlung und EBLIDA-NAPLE-Konferenz vom 12.–14.05. in Athen und vom 03.–06.11. in Brüssel.

Die Vollversammlung (Council) wird im Rahmen der litauischen EU-Präsidentschaft vom 6.–8. Mai 2015 in der Nationalbibliothek von Riga stattfinden.

www.eblida.org Lobbying for libraries: http://www.eblida.org/e-read/home-campaign

9.2 Bibliothek & Information International (BI-International)

Bericht von Susanne Riedel (Berichtszeitraum Mai 2014 bis April 2015)

Personalwechsel in der Geschäftsstelle

Claudia von Lonski hat zum 1. September 2014 ihre Stelle gekündigt, zum 1. Oktober hat Bettina Brühl als ihre Nachfolgerin die Arbeit aufgenommen.

104. Deutscher Bibliothekartag 2015 in Nürnberg

Auch in 2015 werden ausländische Gäste das Fortbildungsprogramm und den Austausch der deutschen Fachöffentlichkeit bereichern. Das Programm für die Gäste umfasst ein Willkommens-Dinner, eine Altstadtführung, englischsprachige Führungen durch Stadtbibliothek und Bibliothek des Germanischen Nationalmuseums sowie den Rathausempfang. Eine Übersicht über die Veranstaltungen des DBT mit internationalem Bezug wird zusammengestellt.

BII bietet in Nürnberg zwei Veranstaltungen an. Eine Veranstaltung bezieht sich auf die Gastlandaktivität (s. u.). Die zweite soll eine neue Reihe begründen, die „Internationales Forum: Aktuelle Themen international diskutieren“ heißt. Das aktuelle Thema ist in diesem Jahr „Where are we now in Literacy?“. Vier ausländische Referenten werden vortragen, die Moderation hat Benjamin Blinten (Freitag, 29.05.2015, 9.00–10.30 Uhr).

IFLA-Kongress 2015 in Kapstadt

In diesem Jahr ist die Fördersumme p. P. durch die große Entfernung zum Tagungsort sehr hoch, so dass das Budget von BII größtenteils durch IFLA gebunden ist. Über die Stipendienarten Standard, Nachwuchs und Orientierung (Letzteres in 2014 neu eingeführt) werden dieses Jahr 27 Personen gefördert. Die Verschiebung des Bewerbungsschlusses vom 31.12. des Vorjahres auf den 15.02. hat sich für die Jury bewährt, da dadurch die Entscheidungen für oder gegen Vortrags- und Posterannahmen berücksichtigt werden konnten.

BII-Blog „BII Stories“

Zur IFLA-Konferenz 2014 ist der BII-Blog (http://biistories.wordpress.com) online gegangen. Die Nachwuchs-Stipendiaten und die Orientierungs-Stipendiaten haben dort täglich aus Lyon gepostet und damit die Zugriffszahlen gleich zu Beginn erfreulich gestaltet. In den „BII Stories“ bloggen darüber hinaus zukünftig Teilnehmer anderer Konferenzen, um ihrer Berichtspflicht für den Erhalt der Förderung nachzukommen. Unterm Jahr erscheinen Blogposts zu verschiedensten Ereignissen im internationalen Bibliothekskontext, Ausschreibungen etc.

BII-Award

Das Konzept des „BII-Award für internationales Bibliotheksengagement in Deutschland“ ist vom BID-Vorstand verabschiedet worden. Mit dieser Auszeichnung soll alle drei Jahre eine Person der internationalen Bibliothekscommunity geehrt werden, die sich durch ein außergewöhnliches und langfristiges Engagement in der deutschen Bibliothekslandschaft profiliert hat. Der endgültige Titel der Ehrung ist noch nicht gefunden.

Partnerlandprogramm

Am Ende der Partnerlandaktivitäten mit der Türkei stand die Beteiligung von BID an der Organisation des „5th International Symposium on Information Management in a Changing World“ (http://imcw2014.bilgiyonetimi.net/). Frau Riedel hat in Vertretung des BID-Präsidenten an der Konferenz im November 2014 in Antalya teilgenommen. Sie hat das Grußwort von BID gehalten und einen Vortragsblock moderiert. An der Konferenz haben ca. 150 türkische und internationale Fachkolleginnen und -kollegen teilgenommen.

BII hat eine „AG Partnerland“ für das Partnerlandprojekt mit den USA 2016–2019 einberufen. Der AG-Leiter ist Guido Jansen. Die AG arbeitet intensiv an der Organisation und inhaltlichen Ausgestaltung zunächst des Auftakts beim Leipziger Kongress 2016. In Nürnberg wird es eine Veranstaltung geben, die die deutsche Fachgemeinde über das Projekt informieren und in die inhaltliche Ausgestaltung einbeziehen möchte (Donnerstag, 28.05.2015, 9.00–10.30 Uhr).

„Librarian in Residence“ 2014 und 2015

2014 war das Thema „Lobbying für E-Books in Öffentlichen Bibliotheken“, für das Eckhard Kummrow, Hessische Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken, ausgewählt wurde. Im „Librarian in Residence“-Blog des Goethe-Instituts New York hat er von seinen Erfahrungen berichtet: http://blog.goethe.de/librarian/authors/19-Eckhard-Kummrow.

Das Thema des Jahres 2015 wird „Zukunftsaufgabe Digitalisierung von kulturellem Erbe“ sein. Die Ausschreibung wird im April veröffentlicht.

Standardprogramme AnD und DiA

Im Jahr 2014 war die Nachfrage nach Förderungen zurückhaltend, so dass bei beiden Programmen Restmittel blieben. In den ersten Monaten des Jahres 2015 gab es jedoch bereits so erfreulich viele Anträge, dass die Mittel für DiA bis auf einen geringen Rest schon gebunden sind. Um den immensen Aufwand für die Abrechnung zu verringern, ist in 2015 die Bestimmung der Fördersumme für das Programm DiA neu geregelt worden.

10 Ausblick

Im Jahr 2015 werden der Relaunch der Homepage, die Neubesetzung der Ethik-Kommission sowie die Vorbereitung des Leipziger Kongresses 2016 eine wichtige Rolle spielen.

Ich danke den Mitgliedern, dem Vorstand, der Geschäftsführerin sowie der BII-Sprecherin und der BII-Sachbearbeiterin für die sehr gute Zusammenarbeit und das hohe Maß an Vertrauen, das sie mir im vergangenen Jahr entgegengebracht haben.

Berlin im Juni 2015, gez. Dr. Heinz-Jürgen Lorenzen

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Published Online: 2015-10-09

Published in Print: 2015-10-31


Citation Information: Bibliotheksdienst, Volume 49, Issue 10-11, Pages 959–969, ISSN (Online) 2194-9646, ISSN (Print) 0006-1972, DOI: https://doi.org/10.1515/bd-2015-0114.

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