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Bibliotheksdienst

Editor-in-Chief: Michalke, Karin / Ihrig, Hartmuth

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ISSN
2194-9646
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Volume 49, Issue 3-4

Issues

Die Universitätsbibliotheken in Bayern – alle auf einen Klick

Published Online: 2015-03-18 | DOI: https://doi.org/10.1515/bd-2015-0049

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Die Universitätsbibliotheken in Bayern sind seit November 2014 auf einer gemeinsamen Website zu finden: http://unibibliotheken-bayern.de. Im Rahmen des Bayerischen Bibliothekstages 2014 in Rosenheim ging die neue gemeinsame Plattform der bayerischen Universitätsbibliotheken online. Die Website informiert über die Rolle der Universitätsbibliotheken im Wissenschafts- und Forschungsbetrieb. Sie richtet sich an die wissenschaftlich interessierte Öffentlichkeit, Politik, Presse, Studierende, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen.

Wer weiß schon genau, was die Universitätsbibliotheken in Bayern tun? Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass eine moderne wissenschaftliche Bibliothek viel mehr bietet als nur Bücher. Diesem Informationsdefizit wollen die Universitätsbibliotheken in Bayern mit ihrer neuen gemeinsamen Website begegnen und geben Auskunft zu Themenbereichen wie „Informationskompetenz“, „Publikationsservice“, „Lernort Bibliothek“, „Open Access“ oder „Digitalisierung“.

Information und Bildung sind zentrale Ressourcen für die soziale und ökonomische Entwicklung. Die Universitätsbibliotheken in Bayern stellen sich dieser Herausforderung professionell, bieten traditionelle Dienstleistungen und entwickeln neue Services – individuell auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zugeschnitten. Das geht am besten durch Zusammenarbeit. Was dieses Netzwerk leistet, ist jetzt nur noch einen Klick weit entfernt: http://unibibliotheken-bayern.de.

Architekturzeichnung zum Kölner Dom in einer Handschrift der ULB Düsseldorf entdeckt

Es ist eine kleine Sensation: Eigentlich gilt die Handschrift Ms. B 51 der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf eher als unspektakulär, handelt es sich dabei doch „nur“ um eine Abschrift von Werken des frühchristlichen Autors Johannes Cassianus, verfertigt wahrscheinlich in der im Bergischen Land liegenden bedeutenden Zisterzienserabtei Altenberg im 12. und 14. Jahrhundert. Doch für den ursprünglichen Einband der Handschrift waren Pergamentfragmente verwendet worden, auf denen sich zwei Ausschnitte einer professionell, wohl im späten 14. Jahrhundert ausgeführten Architekturzeichnung befinden.

Wie erst der Kunsthistoriker Prof. Dr. Norbert Nußbaum (Universität Köln) erkannte, der auf die Zeichnungen durch eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der ULB Düsseldorf aufmerksam gemacht wurde, geben diese ein nicht ausgeführtes Planstadium des dritten und vierten Turmgeschosses der Westfassade des Kölner Domes wieder. Gerade über diesen Aspekt der Bauplanung und Baugeschichte des Kölner Domes ist bislang noch sehr wenig bekannt. Umso interessanter und kulturgeschichtlich gewichtiger ist das Fragment in Ms. B 51 zu werten. Es wird von Prof. Dr. Nußbaum in der aktuellen Ausgabe 2014 des Kölner Domblattes umfassend wissenschaftlich vorgestellt.

Technische Informationsbibliothek veröffentlicht deutsche Ausgabe des NMC Horizon Reports 2014 – Edition Bibliotheken

Expertenwissen zu Technologien, Trends und Herausforderungen in wissenschaftlichen Bibliotheken

Der NMC Horizon Report 2014 – Edition Bibliotheken liegt seit Dezember 2014 auch auf Deutsch vor. Die deutsche Übersetzung erfolgte auf Initiative der Technischen Informationsbibliothek (TIB), die als Projektpartner am Bericht beteiligt war – in enger Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur und der ETH-Bibliothek Zürich sowie dem Herausgeber des Berichts, dem New Media Consortium (NMC). Als erster Bericht der renommierten Horizon-Reihe, die aufkommende Technologien in verschiedenen Bereichen von Lehre, Lernen und akademischer Bildung identifiziert, thematisiert die Edition Bibliotheken Forschungs- und Hochschulbibliotheken. Die Download-Zahlen des englischsprachigen Berichts lagen bereits wenige Wochen nach seinem Erscheinen bei über einer Million – damit ist er der erfolgreichste aller bisher erschienenen Horizon Reports. „Mit der Übersetzung stellen wir der deutschsprachigen Bibliothekscommunity den Horizon Report 2014 – Edition Bibliotheken zur Verfügung, der aktuelle Informationsquelle und Wegweiser für Trends in wissenschaftlichen Bibliotheken ist“, erklärt TIB-Direktor Uwe Rosemann.

Der Bericht beschäftigt sich mit Trends, Technologien und Herausforderungen der kommenden fünf Jahre in wissenschaftlichen Bibliotheken. Dafür wählten 47 Bibliotheks- und Technologiefachleute – darunter zwölf deutschsprachige Autorinnen und Autoren – relevante bibliothekarische Themen aus, die sie diskutierten und bewerteten. „Die erste Bibliotheksausgabe des Horizon Reports markiert wichtige Entwicklungsschritte für wissenschaftliche Bibliotheken: Sie sind Inkubatoren für das Experimentieren mit neuen Technologien, ihre Aktivitäten sind bereits heute weltweit zukunftsweisend für Universitäten“, sagt Lambert Heller, Leiter des Open Science Labs an der TIB und Co-Projektleiter des Horizon Reports 2014 – Edition Bibliotheken.

Das Expertenteam erkannte als Trends u. a. einen verstärkten Fokus auf Forschungsdaten, die Priorisierung mobiler Informationsbereitstellung, den erleichterten Zugang zu Forschungsinhalten sowie neue Formen multidisziplinärer Forschung. „Die identifizierten Trends zeigen, dass Bibliotheken Fach- und Forschungsinformationen besser zugänglich machen müssen, ob über mobile Apps, Kataloganreicherung, die Verknüpfung von Daten oder nutzerfreundliche Webseiten“, so Rudolf Mumenthaler, Professor für Bibliothekswissenschaft an der HTW Chur und Initiator sowie Co-Projektleiter des Horizon Reports 2014 – Edition Bibliotheken. Für wissenschaftliche Bibliotheken wichtige Technologien werden nach Meinung der Bibliotheksfachleute beispielsweise das elektronische Publizieren, mobile Apps, offene Inhalte sowie das Internet der Dinge sein.

Die Herausforderungen, die in den nächsten fünf Jahren auf die Bibliotheken zukommen werden, sind vielfältig: Bibliotheken müssen etwa neue Rollen und Aufgaben von Bibliothekarinnen und Bibliothekaren definieren, alternative Suchtechnologien entwickeln und mit radikalem Wandel auf technologische und gesellschaftliche Umbrüche reagieren. „Durch die Auflistung ausgewählter anspruchsvoller Herausforderungen, denen sich Forschungs- und Hochschulbibliotheken stellen müssen, beginnen wir bereits damit, sie zu lösen“, betont Andreas Kirstein, Leiter Medien- und IT-Services sowie stellvertretender Direktor der ETH-Bibliothek Zürich und Co-Projektleiter des Horizon Reports 2014 – Edition Bibliotheken.

Mehr Informationen und der Bericht zum Download: blogs.tib.eu/wp/horizon

Neues aus der Redaktion der SfB

Die „Systematik für Bibliotheken“ (SfB) wird als Aufstellungsklassifikation für Öffentliche Bibliotheken in einer Kooperation zwischen der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, der Stadtbibliothek Bremen, der Stadtbücherei Frankfurt am Main und der Stadtbibliothek Hannover gepflegt. Ein weiterer wichtiger Partner ist die ekz, die sich sowohl an der fachlichen Weiterentwicklung der SfB beteiligt als auch das Hosting für die SfB-online (www.sfb-online.de) leistet. Alljährlich wird ein Update online veröffentlicht, zu dem jeweils eine Systematikgruppe strukturell umgearbeitet wird, in den anderen Fächern werden bedarfsabhängig sachliche oder terminologische Aktualisierungen vorgenommen. Alle Änderungen werden detailliert dokumentiert.

Zum Update 2015 wurde die Sachgruppe „Politik“ überarbeitet. Die ursprünglich sehr differenzierte Systematik wurde verschlankt. Die Streichung zahlreicher A-Z Stellen und Kommanotationen, z. B. im Bereich Kommunalpolitik, zielt auf eine übersichtlichere Aufstellungspräsentation. Vereinzelt wurden neue Notationen in gefragten Segmenten, wie z. B. „Europäische Integration“, „Geheimdienst“, eingeführt.

Alle Neuerungen, die vollständige SfB und Ihre Ansprechpartner für Anregungen, Fragen und Kritik finden Sie unter www.sfb-online.de.

Kunden-Befragung zur Onleihe Heilbronn-Franken zeigt hohe Zufriedenheit mit dem Angebot

In der Zeit vom 26.3. bis 18.5.2014 wurde unter den Nutzerinnen und Nutzern der Online-Bibliothek Heilbronn-Franken eine Online-Befragung durchgeführt. Für die Umfrage wurde das Programm Lime Survey verwendet. Nach Anmeldung im Onleihe-Benutzerkonto erschien die Einladung zur Online-Umfrage, die auf einem externen Server verlinkt war. An der Befragung konnte jeder Benutzer nur einmal teilnehmen, was von Divibib sichergestellt wurde – selbstverständlich ohne Speicherung persönlicher Daten.

909 Fragebögen wurden ausgefüllt und ausgewertet und die Antworten liefern den mittlerweile 26 beteiligten Bibliotheken wertvolle Hinweise darauf, was sich die Bibliothekskundinnen und -kunden von der Onleihe wünschen. Insgesamt 81 % der Befragten sind insgesamt sehr zufrieden bzw. zufrieden mit der Onleihe – ein Ergebnis, das die Verantwortlichen sehr erfreut. 75 % der Fragebögen wurden von Frauen ausgefüllt und das Gros der Teilnehmer an der Umfrage war zwischen 25 und 59 Jahren alt.

Ein Drittel der Befragten wurde durch die Homepage ihrer jeweiligen Heimatbibliothek auf die Onleihe aufmerksam, jeweils 18 % über die Bibliotheksmitarbeiter und die Online-Kataloge ihrer Bibliothek, 13 % durch Freunde oder Bekannte. Werbemittel, Presseberichte, Anzeigen und sonstige Informationswege spielten keine große Rolle. 88 % besuchen die Onleihe mindestens zwei- bis dreimal pro Monat, offenkundig haben sich vor allem Stammkunden an der Befragung beteiligt.

Ein Drittel der Umfrageteilnehmer hat sich eigens in einer der angeschlossenen Bibliotheken angemeldet, um dann die Online-Bibliothek zu nutzen. Also konnten mit dem Onleihe-Angebot neue Kunden gewonnen und die Attraktivität der Bibliotheken gesteigert werden.

Hauptsächlich nutzen die Befragten die Onleihe zur Freizeitgestaltung – 73 % setzten hier ihr Kreuzchen. Die Nutzung für Beruf, Schule, Ausbildung und Studium oder für sonstige Zwecke ist für die restlichen 27 % der Grund, die Online-Bibliothek zu nutzen.

Bei den Endgeräten zur Nutzung der Medien ist mit 64 % der E-Book-Reader besonders beliebt, wohl dank des hohen Lesekomforts mit geringem Gewicht, verstellbarer Schriftgröße, beleuchtetem Display etc. Andere mobile Endgeräte wie Tablet-PCs, Smartphones etc. sind für 46 % der Nutzer das Endgerät der Wahl. Trotz der großen Verbreitung von Smartphones haben diese als Endgeräte für die Onleihe mit nur 11 % eine überraschend geringe Bedeutung.

Sehr deutlich wurde der Wunsch nach längeren Leihfristen geäußert: 72 % wünschen sich drei oder vier Wochen für Belletristik, 61 % möchten die Sachliteratur für diese Zeitspanne ausleihen. Auf diese eindeutigen Bedürfnisse wurde rasch reagiert: Seit Juli können alle Bücher drei Wochen lang entliehen werden. Auch der Wunsch, mehr als nur 10 Medien gleichzeitig auszuleihen, wurde erfüllt – mittlerweile kann ein Nutzer bis zu 15 Medien downloaden. Längere Leihfristen führen zu längeren Wartezeiten bei Vorbestellungen. In der Befragung wünschten sich zahlreiche Nutzer mehr verfügbare Bücher, insbesondere im Bereich der Bestseller mit manchmal langen Wartezeiten bei Vorbestellungen. Um trotz längerer Leihfrist auch diesen Wunsch umzusetzen, werden für solche Titel inzwischen deutlich mehr Lizenzen gekauft – so können mehr Kunden gleichzeitig das Buch ausleihen und die Wartezeiten verkürzen sich. Allerdings soll der Kauf von mehr Lizenzen eines Titels nicht zu Lasten der Vielfalt und Auswahl gehen – auch hier wünschen sich viele Befragte eine Verbesserung. Obendrein möchten die beteiligten Bibliotheken auch den Kundinnen und Kunden gerecht werden, die anstatt der Onleihe das Medium im Regal bevorzugen. Die zur Verfügung stehenden Mittel führen dazu, dass nicht alle Bedürfnisse uneingeschränkt erfüllt werden können.

Schon zum Zeitpunkt der Befragung äußerten sich zwei Drittel der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr zufrieden oder zufrieden mit der Romanauswahl. Um auch im Bereich der Zeitschriften die Zufriedenheit zu verbessern, werden auch hier zusätzliche Lizenzen der stark nachgefragten Titel erworben. Bei Medien für Jugendliche (57 %) und für Kinder (46 %) ist der Anteil sehr zufriedener bzw. zufriedener Nutzerinnen und Nutzer geringer. Ähnliches gilt im Bereich der Sachliteratur. Allerdings nutzt ein Großteil der befragten Personen dieses Angebot überhaupt nicht. Am wenigsten zufrieden sind die Kundinnen und Kunden mit der derzeitigen Auswahl an Musik und Videos. Leider sind hier die Handlungsmöglichkeiten der Betreiber der Online-Bibliothek sehr eingeschränkt, da Bibliotheken hier nur ein sehr beschränktes Angebot von den Verlagen erhalten.

62 % der Teilnehmer haben angekreuzt, neben der Onleihe keine digitalen Medien anderer Anbieter zu nutzen. Diejenigen, die ihre digitalen Medien auch von anderen Quellen beziehen, greifen in erster Linie auf Anbieter von E-Books wie z. B. Amazon, Kindle, Skoobe oder iBookstore zu.

Besonders häufig wurde der Wunsch geäußert, entliehene Medien schon vor Ablauf der Leihfrist zurückgeben zu können. Dies ist im Augenblick technisch noch nicht möglich, an einer Lösung wird jedoch gearbeitet.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Archiven und Bibliotheken

Neue Informationsschrift der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen

Öffentliche Archive verwahren das übernommene Archivgut, erhalten und erschließen es und stellen es für die Nutzung bereit. Bibliotheken sind öffentliche Einrichtungen, die Medien wie Bücher, Zeitschriften und Filme sammeln, ordnen und dem Besucher zur Einsicht und Ausleihe zur Verfügung stellen. Hierbei sind die Beschäftigten im Archiv oder in der Bibliothek zahlreichen Gefährdungen und Belastungen, z. B. durch Schimmelpilze, gesundheitlich unzuträgliche Raumluft oder nicht ergonomische Arbeitsplätze, ausgesetzt.

Die neue Informationsschrift „Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in Archiven und Bibliotheken“ aus der Schriftenreihe „Prävention in NRW“ der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen fasst die in zahlreichen Vorschriften und Regeln beschriebenen Maßnahmen sowie bewährte Methoden aus der Archiv- und Bibliothekspraxis zusammen und bietet so den Planern und Praktikern vor Ort eine nach Themengebieten geordnete Handlungsanleitung für die sichere Gestaltung und Einrichtung sowie für den sicheren Betrieb von Archiven und Bibliotheken. Führungskräfte können mit Hilfe dieser Information ihre Verantwortung und Aufgaben im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht erkennen und notwendige Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes ableiten.

Die Informationsschrift wurde allen Archiven und Bibliotheken im Zuständigkeitsbereich der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen übersandt. Bei Bedarf können weitere Einzelexemplare über unseren Medienversand (medienversand@unfallkasse-nrw.de) bestellt werden. Weiterhin kann die Informationsschrift auch über unseren Internetauftritt unter „Medien“ > „Schriftenreihe Prävention in NRW“ unter der Bestellnummer „PIN 32“ als pdf-Dokument heruntergeladen werden.

Ansprechpartner:

Andreas Krieger

Unfallkasse Nordrhein-Westfalen

Hauptabteilung Prävention

Abteilung Kultur und Verwaltung

Tel.: 0211/2808-1288

E-Mail: a.krieger@unfallkasse-nrw.de

Projektbörse „Challenge.2015 – Praxis trifft Hochschule“: ein voller Erfolg!

Auch die vierte Projektbörse an der Hochschule der Medien Stuttgart, die am 12. Januar 2015 stattfand, stieß bei den Kollegen und Kolleginnen in der Praxis wieder auf großes Interesse. Neben den Ergebnissen von erfolgreich durchgeführten Projekten durch Studierende und Professoren wurden von den Gästen vor allem über 30 innovative Ideen vorgestellt, die in Kooperation mit dem Studiengang Bibliotheks- und Informationsmanagement im Rahmen von Bachelorarbeiten, Seminarprojekten und Praktikumsprojekten realisiert werden können.

Die Veranstaltung war gut besucht. Unter den über 80 Teilnehmern waren neben den Referenten auch zahlreiche Gäste ohne eigene Projektvorschläge, die sich durch die Präsentationen Anregungen für eigene künftige Projekte holten. Diese Anregungen bekamen sie sowohl durch die Projektvorschläge als auch durch die vorgestellten Projektergebnisse. Unter den anwesenden Studierenden waren viele auf der Suche nach Themen für ihre bevorstehende Bachelorarbeit.

Die Kooperationsvorschläge zeichneten sich durch beeindruckende Vielfalt aus, sowohl was die Themen als auch was die unterschiedlichsten Branchen der Bibliotheks- und Informationslandschaft betrifft. Ein Schwerpunkt kristallisierte sich jedoch heraus: Zunehmend wollen sich Bibliotheken in Lernorte umwandeln und suchen dafür nach Konzepten für entsprechende Dienstleistungen (wie z. B. Schulungsangebote) und Einrichtungen. Da die Referenten zusätzlich zu ihren Projektvorschlägen z. T. ausführliche Einblicke in die jeweiligen Institutionen und ihre Entwicklungen gaben, erhielten die Zuhörer auch einen guten Überblick über die derzeitigen Trends in Bibliotheken und Informationseinrichtungen. Entsprechend intensiv war dann der fachliche Austausch zwischen den Gästen während der Pausen, sodass kaum Zeit blieb, sich das neue Gebäude der Fakultät 3 anzuschauen.

Für die Realisierung der Projektideen stehen die Chancen gut. Wie der Studiendekan Prof. Bernhard Hütter bei der Begrüßung ankündigte, hat die derzeitige Studienreform für Projekte mit der Praxis weit mehr Spielraum als bisher im Curriculum vorgesehen. Und entsprechend verließen einige der Professoren und Professorinnen des Studiengangs die Veranstaltung schon mit konkreten Kooperationsplänen.

Auch im Nachhinein können sich jetzt alle Interessierten – die Professoren und Professorinnen sowie die Studierenden des Studiengangs Bibliotheks- und Informationswissenschaft, aber auch die Kolleginnen und Kollegen aus der Praxis – die Projektvorschläge anschauen (s. https://www.hdm-stuttgart.de/bi/challenge2015). Einige sind noch nachträglich dazu gekommen. Sollte sich jemand für das eine oder andere Thema begeistern, kann mit den jeweiligen Referenten Kontakt aufgenommen werden.

Das Organisationsteam von „Challenge.2015 – Praxis trifft Hochschule“, die Studierenden Jens Steilen, Elisabeth Koller, Jael Victoria Ramsden und Marina Petrovic unter Leitung von Prof. Ingeborg Simon, freuen sich über die gelungene Projektbörse und bedanken sich bei allen Referenten für ihre Beiträge und für die positiven Rückmeldungen während und nach der Veranstaltung.

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Published Online: 2015-03-18

Published in Print: 2015-03-31


Citation Information: Bibliotheksdienst, Volume 49, Issue 3-4, Pages 406–413, ISSN (Online) 2194-9646, ISSN (Print) 0006-1972, DOI: https://doi.org/10.1515/bd-2015-0049.

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