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Bibliotheksdienst

Editor-in-Chief: Michalke, Karin / Ihrig, Hartmuth

Online
ISSN
2194-9646
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Volume 49, Issue 6

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Vorwort

Published Online: 2015-05-01 | DOI: https://doi.org/10.1515/bd-2015-0065

Mit diesem Heft legt das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz seit Übernahme der Herausgeberschaft sein 22. Heft des Bibliotheksdienstes vor, eine traditionsreiche Zeitschrift, die immerhin schon seit 1967 zum bibliothekarischen Alltag gehört. Sie hatte nie einen rein wissenschaftlichen Anspruch und hat ihn auch heute nicht, sondern will möglichst hilfreich sein für viele Fragen des bibliothekarischen Arbeitens.

Den neuen Herausgeberinnen und dem seit 2013 die Arbeit begleitenden Beirat sind folgende Punkte sehr wichtig:

  • ein spartenübergreifender Ansatz, denn Vieles ist für ÖBs und WBs gleichermaßen interessant, eine Konzentration auf eine Seite wäre nur noch eine künstliche,

  • ein thematisch sehr breites Spektrum, das von klassischen bibliothekarischen Themen bis zu politischen oder vermeintlichen Randthemen reicht,

  • eine gute und pragmatische Zusammenarbeit mit den Autorinnen und Autoren; die Herausgeberinnen erheben nicht den Anspruch, alles (inhaltlich oder stilistisch) besser zu wissen,

  • der Blick für die wesentlichen Themen unserer Bibliothekswelt, wohl wissend, dass es weitaus mehr gibt, als die bisherigen Bibliotheksdienst-Hefte abdecken konnten.

Einige Neuerungen – abseits vom Layout – sind daher bewusste Entscheidungen gewesen: So die leicht veränderte Gliederung, so die Themenhefte, die von der Discovery-Software bis zur Frage des Kundenmonitorings, vom Leistungsvergleich in Bibliotheken bis zur Pflichtexemplar-Gesetzgebung reichten. Ein wirklicher und sehr großer Gewinn für den Bibliotheksdienst war und ist die regelmäßige Kolumne der „Zukunftswerkstatt“, gerade weil oft recht „ungewohnte“, aber wichtige Themen aufgegriffen werden. Diese Kolumne bietet Stoff zum Nachdenken, oft Modelle zum Nachmachen und ist auch nützlich für die kritische Reflexion des Geschriebenen oder der eigenen Arbeit. Auch die unregelmäßig erscheinende Rubrik, die im letzten Jahr ins Leben gerufen wurde, mit den Hinweisen auf interessante Abschlussarbeiten der bibliothekarischen Ausbildungsstätten, dient der Vielfalt der Themen und des Angebotes.

Nach dem Ende des Deutschen Bibliotheksinstituts, das lange Jahre den Bibliotheksdienst herausgegeben hatte, hat die Zentral- und Landesbibliothek Berlin allein in eigener Regie den Bibliotheksdienst betreut. Sie hat damit für das gesamte deutsche Bibliothekswesen eine zentrale Aufgabe als Einzelbibliothek übernommen. Genauso wie es schon seit Jahren Professionalisierungstendenzen bei der Organisation des Bibliothekartages gab (keine UB könnte wie noch vor zwei Jahrzehnten heute diese Veranstaltung allein bewältigen), sah sich auch die ZLB zur Professionalisierung und Zusammenarbeit mit einem Verlag gezwungen. Open Access sofort ist seitdem nicht mehr möglich, aber es gilt wie überall: Open Access muss auch finanziert werden. Hinter dem Bibliotheksdienst stehen die Finanzen eines kommerziellen Verlags, nicht die einer bibliothekarischen Einrichtung (das wäre undenkbar und würde von keinem Unterhaltsträger akzeptiert) oder die eines Berufsverbandes mit seinen Mitgliedsbeiträgen. Nicht jedem gefiel dieser Wechsel, er war jedoch unvermeidlich. Das Landesbibliothekszentrum als neuer Herausgeber trägt diese Entscheidung mit und setzt die Zusammenarbeit mit dem Verlag fort. Gute Qualität und interessante Hefte sind das, was die Herausgeberinnen wollen und leisten können.

Doch dabei sind sie abhängig von den Autorinnen und Autoren. Unser Appell zur Zusendung von Beiträgen ist daher keine Standardfloskel. Die (Termin)Zuverlässigkeit der Autoren ist für eine Zeitschrift, die zehnmal im Jahr pünktlich bei den Abonnenten ankommen will, eine unverzichtbare Vorbedingung und daher ist dieses Vorwort eine gute Gelegenheit für den Dank an die Autoren der Vergangenheit.

Normalerweise sind Rückblicke oder Vorworte dieser Art verknüpft mit einem Jubiläum, wir melden uns nach zweijähriger Tätigkeit als Herausgeberinnen zu Wort, also nach recht kurzer Zeit. Unser Engagement für diese interessante Zeitschrift wird nicht nachlassen und wir setzen weiterhin auf die guten und spannenden Artikel unserer Autorinnen und Autoren. Jeder Beitrag ist willkommen, auch den bibliothekarischen „Nachwuchs“ möchten wir hiermit ausdrücklich ermutigen, für uns zu schreiben.

Besonders in den Umbruchzeiten, die durch die digitalen Herausforderungen gerade auch die Bibliotheken durchleben, braucht es Zeitschriften wie den Bibliotheksdienst mit seinen vielfältigen Beiträgen zur Information und Diskussion.

Dr. Annette Gerlach

Dr. Barbara Koelges

About the article

Published Online: 2015-05-01

Published in Print: 2015-05-25


Citation Information: Bibliotheksdienst, Volume 49, Issue 6, Pages 573–574, ISSN (Online) 2194-9646, ISSN (Print) 0006-1972, DOI: https://doi.org/10.1515/bd-2015-0065.

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© 2015 by De Gruyter. This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License. BY-NC-ND 3.0

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