## Zusammenfassung

**Hintergrund:** Die Fluiddynamik im Blutgefäß spielt eine bedeutende Rolle bei arteriellen Erkrankungen. Die PC-Velocimetrie, ein Magnetresonanz (MR)-Verfahren, stellt ein geeignetes Messverfahren zur Untersuchung von Blutgefäßen bezüglich deren Hämodynamik und Morphologie dar. Die Klassifizierung von Engstellen mittels MR-Techniken bleibt jedoch aufgrund des Signalverlusts durch turbulenten Fluss im Stenosebereich problematisch. Gefäßprothesen (Stents) verschlechtern die Bildqualität zusätzlich durch Suszeptibilitätseffekte und die HF-Abschirmung.

**Material und Methode:** Aus strömungsmechanischer Sicht haben Stenosen, Stents und Restenosen (d.h. erneute Verengung des Gefäßlumens im Bereich von Stents) vergleichbare Eigenschaften: Die Strömung wird innerhalb des Hindernisses beschleunigt und bildet nach einer bestimmten Länge, der sogenannten Einstromlänge, wieder ihr vorheriges Strömungsprofil aus. Anhand dieser, je nach Form des Strömungskörpers variablen Einstromlänge soll ein Ansatz entwickelt werden, Stenosen mittels MR-Bildgebung genauer zu klassifizieren. Dazu wurden vergrößerte, vereinfachte Stenosemodelle (Phantome) mittels PC-Velocimetrie untersucht und mit Computational Fluid Dynamics (CFD) nachgebildet.

**Ergebnisse:** MR- und CFD-Messungen zeigten den Einfluss der Stenoseform, besonders des Durchmessers. Mittels graphischer Analysen (Stromlinien- und Vektorgraphiken) konnte bei nichtpulsierendem Fluss und laminarer Strömung eine Einlauflänge von 6,7×Schrittweite ermittelt werden.

**Diskussion:** Stenosen und andere Gefäßverengungen sind mittels PC-Velocimetrie genauer klassifizierbar. Aus dem Flussverhalten in der Umgebung der Engstelle kann auf den Charakter der Stenose selbst geschlossen werden. Allerdings müssen noch andere Parameter wie Gefäßkrümmung, pulsierender Fluss, nichtnewtonsches Fließverhalten sowie elastische Eigenschaften der Gefäße in die Bestimmung der kritischen Einstromlänge miteinbezogen werden.

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