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Information - Wissenschaft & Praxis

Ed. by Reibel-Felten, Margarita


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1619-4292
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Informationsmanager auf dem Arbeitsmarkt

Ergebnisse einer Absolventenbefragung der Hochschule Hannover

Labour market for information professionals – A graduate survey by the University of Applied Sciences and Arts Hanover

Des gestionnaires de l’information sur le marché du travail – résultats d'un sondage auprès des diplômés de la Hochschule Hannover

Prof. Dr. Jutta Bertram
  • Corresponding author
  • Hochschule Hannover, Fakultät III – Medien, Information und Design, Abteilung Information und Kommunikation, Expo Plaza 12, 30539 HannoverHochschule Hannover30539 HannoverGermany
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Published Online: 2017-02-08 | DOI: https://doi.org/10.1515/iwp-2017-0021

Zusammenfassung

Anlässlich einer bevorstehenden Curriculumsrevision führte der Bachelorstudiengang Informationsmanagement der Hochschule Hannover im März 2016 eine Studie unter all seinen bisherigen Absolventen durch (Abschlussjahrgänge 2008 bis 2015). Bei einer Grundgesamtheit von 303 Personen antworteten 200 (66 %). Die Ergebnisse enthalten ein retrospektives Feedback auf das Studium und skizzieren die Strukturreform, die daraus als Konsequenz erwächst. Zudem geben sie Aufschluss über Berufseinmündung und Berufsverlauf der Alumni und enthalten Eckdaten über ihr erstes und aktuelles Beschäftigungsverhältnis. Der Übergang vom Studium in den Beruf gestaltet sich bei dem Gros der Befragten problemlos. Ein Drittel der Alumni schließt ein Masterstudium an. Zum Befragungszeitpunkt liegt die Beschäftigungsquote bei 96 Prozent. Davon arbeiten 64 Prozent unbefristet. Die thematische Breite des IM-Curriculums spiegelt sich in einer Vielfalt von Branchen und Tätigkeiten wider, die die Alumni mit ihrem aktuellen Beschäftigungsverhältnis abdecken. Die Befragten äußern insgesamt eine große Zufriedenheit mit ihrer beruflichen Entwicklung, allerdings hätten sie sich im Studium mehr Orientierung und größere Wahlfreiheit bei der Fächerbelegung gewünscht. Das revidierte Curriculum wird deshalb mehr Verbindlichkeit und zugleich größere Flexibilität bei der Schwerpunktwahl vorsehen.

Abstract

On the occasion of a forthcoming curriculum revision the bachelor’s study programme Information Management (IM) conducted a survey among all its previous graduates (graduation years 2008 – 2015) in March 2016 with 200 respondents based on a population of 303 people (response rate of 66 %). The results contain a retrospective feedback on the study programme and as a result, the reform of its structure. Besides they present basic dates concerning the graduates’ career entry, job history and employment. Most of the graduates switch to their first employment without any problem. One-third adds a master’s programme. 96 % of the graduates currently are employed, 64 % of them open-ended. The subject variety of IM’s curriculum corresponds with a large range of sectors and fields of activities covered by the graduates. Altogether they are rather satisfied with their studies but claim more orientation and freedom regarding the choice of elective subjects. In this regard the revised curriculum will therefore provide more binding character and flexibility at the same time.

Résumé

À l'occasion d'une révision du programme, les bacheliers en gestion de l'information de la Hochschule Hannover ont réalisé en mars 2016 une étude parmi tous les diplômés (années 2008 à 2015). Sur une population de 303 personnes, 200 (66 %) ont répondu. Les résultats contiennent une évaluation rétrospective des études et décrivent les réformes structurelles qui en découlent. En plus, ils fournissent des informations sur les débuts professionnelles des diplômés et des données essentielles sur leur premier emploi et leur métier actuel. La transition de l'école au travail se fait pour la majorité des répondants assez facilement. Un tiers des diplômés ajoute une maîtrise au baccalauréat. Au moment de l'enquête, le taux d'emploi est de 96 %. 64 % des répondants ont un travail à durée indéterminée. La gamme thématique du programme de la gestion de l’information se reflète dans la variété des activités que les anciens couvrent dans leurs emplois actuels. En général, les répondants expriment un niveau de satisfaction élevé quant à leur développement professionnel, bien qu’ils aient aimé recevoir plus de conseils d’orientation et un plus grand choix dans les matières d'étude. Le programme révisé prévoit donc plus d’obligations et en même temps plus de flexibilité dans le choix des matières principales.

This article offers supplementary material which is provided at the end of the article.

Deskriptoren: Absolventenbefragung; Hochschule Hannover; Informationswissenschaft; Bibliothekswissenschaft; Berufsbild; Berufsaussicht; Hochschulausbildung; Ausbildungszufriedenheit

Descriptors: Graduate survey; University of Applied Sciences and Arts Hanover; Library and information science; Career outlook; Job profile; Higher education; Evaluation

Descripteurs: Enquête des diplômés; Université de Hanovre; Sciences de l'information; Bibliothéconomie; Image professionnelle; Perspectives de carrière; Enseignement supérieur; Satisfaction de la formation

1 Einleitung

Der Bachelorstudiengang Informationsmanagement besteht seit nunmehr elf Jahren und geht seiner zweiten Curriculumsrevision entgegen – Anlass für uns, eine Erfolgsbilanz zu ziehen. Eine schriftliche Befragung sollte systematisches Wissen über den Verbleib unserer Absolventinnen und Absolventen zusammentragen und ihre retrospektive Bewertung des Studiums in Erfahrung bringen.

Der Studiengang ist im Jahre 2003 aus der Fusion der Studiengänge Bibliothekswesen und Allgemeine Dokumentation hervorgegangen, die 1979 bzw. 1980 bzw. ihren Lehrbetrieb aufgenommen hatten. 2005 erfolgte die Umstellung des zuvor achtsemestrigen Diplomstudiengangs auf ein siebensemestriges Bachelorstudium. 2006 zog der Studiengang aus dem Stadtzentrum auf das ehemalige Expo-Gelände an der Peripherie Hannovers um. Im Rahmen der Offenen Hochschule Niedersachsen (OHN)1 wurde 2013 ein zusätzlicher berufsbegleitender Studiengang Informationsmanagement ins Leben gerufen, der vornehmlich auf eine in Bibliotheken tätige Zielgruppe ausgerichtet ist. Im Curriculum des Vollzeitstudiengangs wurden drei Studienschwerpunkte verankert, die zur leichteren Orientierung absolviert werden können, aber nicht müssen: Zunächst der Schwerpunkt Wissenschaftliche Bibliotheken der zum gehobenen Dienst eben dort befähigt. Dann Interne Informationseinrichtungen, ein Schwerpunkt, der auf informationsintensive organisationale Kontexte wie Behörden und Verbände sowie auf Tätigkeiten in Spezialbibliotheken, Firmenarchive und Informationsabteilungen komplexer Organisationen vorbereiten soll. Und schließlich der Schwerpunkt Interaktive und audiovisuelle Medien, der auf das Management audiovisueller Medien sowie auf Webentwicklung und Online Marketing ausgerichtet ist. Diese Grundstruktur hat nunmehr zwei Curricula überdauert und sollte im Vorfeld der bevorstehenden Curriculumsrevision einer Prüfung unterzogen werden.2

Nach dem Forschungsdesign und einer Skizze derer, die an der Untersuchung teilgenommen haben, wird im Folgenden zunächst dargestellt, wie die Absolventen ihr Studium retrospektiv beurteilen und wie sich ihre Berufseinmündung und der Berufsverlauf gestalteten. Neben Eckdaten zum ersten und aktuellen Beschäftigungsverhältnis wird auch auf ein mögliches anschließendes Masterstudium eingegangen.3

2 Methodisches Vorgehen

Die Befragung ging als personalisierte Onlinebefragung im März 2016 vonstatten und war an sämtliche Bachelorabsolventinnen und -absolventen gerichtet, die der Studiengang bis zum Zeitpunkt der Planung der Studie hatte, das waren insgesamt 303 Personen. Diese hatten frühestens 2008 und spätestens 2015 ihr Studium abgeschlossen. Nach umfänglichen Adressrecherchen sowie wiederholter Ankündigung des Befragungsvorhabens über unterschiedliche Kanäle konnten von der Grundgesamtheit 278 Personen angeschrieben werden. Beteiligt haben sich am Ende 200 Personen, das sind 66 Prozent der Grundgesamtheit bzw. 72 Prozent der erreichbaren Alumni. Für die Entwicklung des Fragebogens wurden die Instrumente bzw. Ergebnisse von Absolventenstudien verwandter Studiengänge ausgewertet.4 Die gesamte Planungsphase erstreckte sich über fünf Monate und wurde maßgeblich von zwei studentischen Hilfskräften unterstützt.5 Mit der Methode des Thinking Aloud wurde der Onlinefragebogen am Ende durch sechs Personen einem Usabilitytest und im Anschluss durch weitere neun Personen einem Pretest unterzogen.6 Der Erhebungszeitraum belief sich auf drei Wochen im März 2016, innerhalb dessen zwei Erinnerungsschreiben ausgesandt wurden.

3 Ergebnisse

Die Antwortenden verteilen sich proportional zur Grundgesamtheit auf die Abschlussjahrgänge. Die Spanne reicht damit von Personen, deren Studienabschluss zum Befragungszeitpunkt erst ein Jahr zurückliegt, bis zu jenen, die acht Jahre Berufserfahrung als Informationsmanager vorweisen können. Unter den Respondenten sind ein Drittel Männer und zwei Drittel Frauen. Auch das entspricht der Zusammensetzung der Grundgesamtheit. 17 Prozent ordnen sich dem Schwerpunkt Wissenschaftliche Bibliotheken zu (im Folgenden als WB abgekürzt), etwa genauso viele (18 %) den internen Informationseinrichtungen. 39 Prozent haben Interaktive und audio-visuelle Medien gewählt, 21 Prozent verzichteten auf einen Schwerpunkt oder haben ihn im Laufe des Studiums nicht weiterverfolgt.

Positives Klima am Studiengang

Das Klima am Studiengang bewerten die Respondentinnen und Respondenten rückblickend als familiär und positiv – das betrifft sowohl den Umgang der Studierenden miteinander als auch das Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden. In den freien Antworten wird zudem die Vielfalt und Interdisziplinarität des Studiums hervorgehoben, seine praxis- und projektbezogenen Anteile sowie internationale Aktivitäten – seien es Semester oder Praktika im Ausland, seien es Exkursionen zu ausländischen Studienorten.7

Demgegenüber schneidet der Standort Expo Plaza im Urteil der Befragten wegen seiner Abgelegenheit, Unwirtlichkeit und der begrenzten Raumkapazitäten deutlich schlechter ab. Es wird beklagt, dass die an sich wertgeschätzte Breite und thematische Vielfalt des Curriculums häufig zu Lasten der Tiefe geht – ein Resultat, das sich so auch in verwandten Absolventenstudien findet (vgl. z. B. Capatt und Dahinden 2010, S. 55; Lüstorff 2007, S. 207; Schmidt, S. 2013, F. 44 u.47). Zudem wird die Spaltung der Studierenden entlang ihrer Interessen und Schwerpunkte (siehe weiter unten) als problematisch vermerkt. Des Weiteren monieren insbesondere die WB-Absolventinnen mangelnde Flexibilität in der Belegung von Wahlpflichtfächern.

Urteil zu den Lehrinhalten fällt gespalten aus

Je nach Schwerpunkt fällt die Frage nach der Relevanz der Lehrinhalte erwartungsgemäß sehr unterschiedlich aus (vgl. Tab. 1). So werden von den WB-Absolventinnen und ‑absolventen klassische bibliothekarische Tätigkeiten am meisten wertgeschätzt, während diejenigen, die auf AV- und interaktive Medien setzen, technische Fächer am höchsten bewerten. Personen mit internen Informationseinrichtungen als Schwerpunkt sind methodische Kernkompetenzen besonders wichtig.

Auf dem ersten Platz landet mit einer methodischen, gleichwohl unspezifischen Kompetenz das Projektmanagement.8 Unter den fünf wichtigsten Lehrinhalten befinden sich mit Wissensmanagement und Recherche zudem zwei annähernd universal einsetzbare Kompetenzen

Tabelle 1:

Besonders wichtige Lehrinhalte im Urteil der Studierenden (Skala von 5=sehr wichtig bis 1=überhaupt nicht wichtig).

Der Blick darauf, welche Lehrinhalte auf den hinteren Plätzen landen, verstärkt den Eindruck der Gespaltenheit. So werden hier von den Personen mit WB-Schwerpunkt technische, aber auch wirtschaftsorientierte Fächer als weniger wichtig eingeschätzt und von den technisch orientierten Absolventen klassische Bibliotheksfächer. Diejenigen, die interne Informationseinrichtungen gewählt haben, grenzen sich wiederum sowohl von genuinen Bibliotheksinhalten als auch von technisch orientierten Inhalten ab.

Das gespaltene Urteil der Studierenden verweist auf eine Problematik des Studiengangs dergestalt, dass sich von seiner Breite Studierende mit sehr heterogenen Interessenlagen und Vorlieben angesprochen fühlen. Dies führt bisweilen zu einem starken Abgrenzungsgebahren und mag ein Grund dafür sein, dass die Befragten, anders als von uns beabsichtigt, kaum von der Möglichkeit Gebrauch machten, mit kann ich nicht beurteilen zu antworten. Vielmehr gaben sie auch dann ein Urteil ab, wenn sie das in Frage stehende Fach, folgt man ihrer Schwerpunktangabe, kaum belegt haben werden. Dieses Schicksal ereilt besonders die auf WB bezogenen Fächer, die von einem Teil der Studierenden bisweilen als „Bibliothekskram“ geringgeschätzt werden. Zugleich ist es offenbar noch nicht im gewünschten Maß gelungen, den Personen mit WB-Schwerpunkt IT- und (betriebs-)wirtschaftliches Know-how als in Bibliotheken dringend benötigtes Wissen zu vermitteln. Ähnliche Ergebnisse zu betriebswirtschaftlichen bzw. Managementfächern lassen sich in den Studien von Haase (2007, S. 69) und dem IIB (2012, S. 7) finden.

Beschäftigungsquote von 94 Prozent

80 Prozent der Befragten sind zum Befragungszeitpunkt erwerbstätig, weitere 13 Prozent absolvieren ein Masterstudium. Zwei Personen nehmen eine bewusste Auszeit. Zwölf Personen verneinen die Frage nach einer aktuellen Erwerbstätigkeit. Damit ergibt sich eine Beschäftigungsquote zum Befragungszeitpunkt von 94 Prozent (vgl. Abb. 1).

Beschäftigungsstatus zum Befragungszeitpunkt.
Abbildung 1:

Beschäftigungsstatus zum Befragungszeitpunkt.

Übergang in den Beruf unproblematisch

Der Wechsel vom IM-Studium in den Beruf gestaltet sich beim Gros der Befragten unproblematisch: 44,5 Prozent sind übergangslos in den Beruf eingemündet, weitere 11 Prozent nach längstens drei Monaten. Lediglich ebenso viele haben länger als ein halbes Jahr für den Weg in das erste Beschäftigungsverhältnis gebraucht. Die Zeit zwischen Studium und Beruf wird zumeist mit der Stellensuche verbracht. Dreiviertel der insgesamt 26 Personen, die nach dem IM-Studium (noch) nicht erwerbstätig waren, begründen dies mit ihrem Masterstudium.

Stellenausschreibungen dominieren bei Berufseinmündung

Obwohl der Studiengang bei der Stellensuche häufig erklärungsbedürftig ist (siehe weiter unten), kommen 45 Prozent über eine offizielle Stellenausschreibung an ihre erste Stelle (vgl. Abb. 2). Dies bestätigt die Ergebnisse anderer Absolventenstudien aus dem bibliotheks- und informationswissenschaftlichen Umfeld, bei denen der formale Weg ebenfalls die größte Rolle spielt (vgl. z. B. Kaufmann 2016, F. 27 oder Gläser 2013, S. 18). Ein Viertel der Antwortenden findet die erste Stelle über eines der beiden im Studium absolvierten Praktika. Nützlich für den Berufseinstieg erweist sich zudem eine gegebenenfalls vor dem IM-Studium absolvierte Berufsausbildung, über die knapp 40 Prozent der Respondenten verfügen.9 Auch ein anschließendes Masterstudium und während des Studiums erworbene Auslandserfahrung stellen sich dafür als besonders hilfreich heraus. Der informelle Weg über Beziehungen spielt demgegenüber eine geringe Rolle. Sonstige Wege wie die Agentur für Arbeit, Personaldienstleister oder Stellensuchanzeigen bleiben für sich genommen allesamt unter der Fünf-Prozent-Grenze.

Wege zur ersten Arbeitsstelle.
Abbildung 2:

Wege zur ersten Arbeitsstelle.

Niedrige Arbeitslosigkeit im Berufsverlauf

Betrachtet man den gesamten Berufsverlauf nach dem IM-Studium, so schlägt sich der zügige Übergang vom Studium in den Beruf in einer niedrigen Arbeitslosigkeit nieder: Knapp 60 Prozent der Antwortenden waren zu keinem Zeitpunkt nach dem IM-Studium arbeitslos gemeldet, weitere 14 Prozent längstens drei Monate (vgl. Abb. 3).

Arbeitslosigkeit nach dem IM-Studium insgesamt.
Abbildung 3:

Arbeitslosigkeit nach dem IM-Studium insgesamt.

Studiengang zu wenig bekannt

Fast 60 Prozent der Befragten, geben an, dass der Studiengang Informationsmanagement gegenüber Kollegen, Vorgesetzten und potentiellen Arbeitgebern erklärungsbedürftig war – in den Studien aus Hildesheim wird eine sehr ähnlich lautende Frage sogar von über 90 Prozent bejaht (vgl. Schmidt, R. 2013, F17; Kaufmann 2016, F. 23). Dies offenbart das ebenso altbekannte wie umfassende Legitimations- und Sichtbarkeitsproblem der informationswissenschaftlichen Disziplin. Die mangelnde Bekanntheit des Studiengangs befinden die Befragten folglich als größtes Problem bei der Stellensuche (vgl. Abb. 4).

Probleme bei der StellensucheDie Frage wurde nur Personen gestellt, die überhaupt Erfahrungen mit der Stellensuche gesammelt haben (das waren insgesamt 135 Personen)..
Abbildung 4:

Probleme bei der Stellensuche10.

Auch die mangelnde Passgenauigkeit zwischen geforderten und vorhandenen Kenntnissen erweist sich als Problem. Dieses dürften aber Stellensuchende anderer Studiengänge ebenfalls haben, zumal wenn es um das erste Beschäftigungsverhältnis geht. Die Konkurrenz zu anderen Berufsgruppen schlägt vor allem bezogen auf Wirtschaftsinformatiker zu Buche, wie aus Freitextanmerkungen zu dieser Frage hervorgeht. Dort wird zudem ein verbreitetes Missverständnis im Hinblick auf das Management im Studiengangsnamen konstatiert. Bei Arbeitgebern (aber auch bei Studienanfängern) erweckt es mitunter falsche Erwartungen dergestalt, dass sie damit einen BWL-Studiengang verbinden und folglich mehr diesbezügliche Kenntnisse erwarten und voraussetzen, als IM-Absolventinnen und ‑absolventen qua ihrer Ausbildung mitbringen.

Der Bachelorabschluss an sich scheint demgegenüber auf dem Arbeitsmarkt akzeptiert und etabliert, wie schon eine Absolventenstudie aus Berlin ergeben hatte (vgl. Sekulovic et al. 2012, S. 3). Auch am Arbeitsort, den Tätigkeitsinhalten und den Gehaltsvorstellungen scheitert die Stellensuche erfreulicherweise offenbar selten.

Ein Drittel schließt Masterstudium an

Wie Abbildung 5 illustriert, schließt ca. ein Drittel der Befragten nach dem IM-Studium ein Masterstudium an, ein weiteres Drittel kann es sich für die Zukunft vorstellen und das letzte Drittel schließt es aus. Dabei wählen die Respondenten zu etwa gleichen Teilen ein Masterstudium im bibliotheks- bzw. informationswissenschaftlichen Bereich einerseits und im IT-/Wirtschaftsbereich andererseits (jeweils ca. 35 %).

Masterstudium an das IM-Studium angeschlossen?
Abbildung 5:

Masterstudium an das IM-Studium angeschlossen?

Masterstudium für WB-Absolventen weniger attraktiv

Bei der Frage nach einem anschließenden Masterstudium ergeben sich starke Unterschiede je nach Schwerpunktwahl. So entscheiden sich nur 17,6 Prozent der Antwortenden mit WB-Schwerpunkt für ein Masterstudium, jedoch 45,5 Prozent derjenigen, die interaktive und AV-Medien gewählt haben sowie 35,7 Prozent der Personen ohne Studienschwerpunkt (vgl. Abb. 6). Die WB-Absolventinnen und Absolventen fühlen sich durch ihr Bachelorstudium offenbar ausreichend für ihre spätere Berufstätigkeit gewappnet. Zugleich wähnt sich diese Gruppe, wie aus einer anderen Frage hervorgeht, am besten auf ein Masterstudium vorbereitet. Demgegenüber entscheiden sich fast die Hälfte der Absolventen mit AV-Medien-Schwerpunkt und gut ein Drittel der Personen ohne Schwerpunkt für eine (weitere) Spezialisierung durch ein anschließendes Masterstudium.

Masterstudium an das IM-Studium angeschlossen? Je nach Schwerpunkt.
Abbildung 6:

Masterstudium an das IM-Studium angeschlossen? Je nach Schwerpunkt.

Erste Stelle mit Bezug zum Studium

Die meisten Befragten sind in ihrem ersten Beschäftigungsverhältnis Vollzeit-Angestellte, das Gros von ihnen (60 %) verdient monatlich zwischen 2.000 und 3.000 € brutto. 55 Prozent haben zunächst befristete Stellen inne. Fast 90 Prozent geben an, dass ihre erste Stelle einen Bezug zum IM-Studium aufweist.11 Wo dies nicht der Fall ist, hatten die Betreffenden zumeist keine entsprechende Stelle gefunden.

Fast zwei Drittel der Absolventen unbefristet beschäftigt

Wie oben bereits erwähnt, sind ca. 80 Prozent der Respondenten zum Befragungszeitpunkt erwerbstätig (der Rest ist überwiegend mit einem Masterstudium beschäftigt). Dadurch, dass der Studienabschluss bei vielen Antwortenden noch nicht lange zurückliegt, ist bei 51,3 Prozent die aktuelle mit der ersten Erwerbstätigkeit identisch. Die Angestelltenquote ist mit 92,4 Prozent im Vergleich zur ersten Erwerbstätigkeit (89,4 %) noch etwas gestiegen, die Selbständigenquote mit 3,2 Prozent (vorher 4,1 %) geringfügig gesunken. Lediglich eine Person ist verbeamtet, woraus gefolgert werden kann, dass die Beamtenlaufbahn für IM-Absolventinnen und -absolventen im öffentlichen Dienst nur mehr eine theoretische Option ist. Der Anteil der Vollzeitbeschäftigten ist im Vergleich zum ersten Beschäftigungsverhältnis mit 85,2 Prozent (vormals 82,4 %) etwas gestiegen. Der Anteil von befristet Beschäftigten hat sich um erfreuliche zwanzig Prozentpunkte auf 36,5 Prozent reduziert.

Für die Auswertung des monatlichen Brutto-Einkommens wurden wiederum nur die Vollzeitbeschäftigten berücksichtigt, insgesamt 130 Personen. Wie Abbildung 7 demonstriert, ordnet sich nunmehr fast ein Viertel der Absolventen der Brutto-Einkommensklasse von 3.000 bis 4.000 Euro zu. Im Vergleich zum ersten Beschäftigungsverhältnis ist ihr Anteil dort um 15 Prozentpunkte gestiegen.

Monatliches Brutto-Einkommen aus dem aktuellen Beschäftigungsverhältnis.
Abbildung 7:

Monatliches Brutto-Einkommen aus dem aktuellen Beschäftigungsverhältnis.

Das Gros bleibt in der Region Hannover

Abbildung 8 zeigt, dass gut die Hälfte der Antwortenden der Studienregion verbunden bleibt. Weitere 20 Prozent arbeiten im übrigen Niedersachsen bzw. in Hamburg. drei Prozent der Befragten sind im Ausland tätig. Diese „regionale Treue“ ist ein Aspekt, der auch in verwandten Studien zutage tritt. (vgl. z. B. Gläser 2013 oder Meinhardt 2008, S. 240).

Aktueller Arbeitsort.
Abbildung 8:

Aktueller Arbeitsort.

IM-Absolventen in mannigfaltigen Branchen vertreten

Bedingt durch die Breite des Studiums decken IM-Absolventinnen und -Absolventen eine große Branchenvielfalt ab (vgl. Abb. 9). Besonders häufig sind sie einerseits in wissenschaftlichen Bibliotheken tätig (dort arbeitet jede fünfte Respondentin), andererseits im Bereich PR, Marketing, Webentwicklung, den 18 Prozent angeben.12 41 Prozent der Respondenten verorten ihre Arbeitsstelle im öffentlichen Sektor. Fünf Prozent davon sind in öffentlichen Bibliotheken tätig, obwohl der Studiengang für diese Einrichtungsart gar nicht explizit ausbildet. Andere klassische Informations­einrichtungen spielen indes so gut wie keine Rolle – so gab keine einzige Person an, im Archiv oder Museum tätig zu sein. Der relativ hohe Anteil von Beschäftigten in öffentlichen Einrichtungen ist vielmehr dem Bereich Behörde, Verband, Partei und dergl. geschuldet, in dem sich sieben Prozent der Antwortenden verorten.

Branche des aktuellen Beschäftigungsverhältnisses.
Abbildung 9:

Branche des aktuellen Beschäftigungsverhältnisses.

Das Spektrum der Branchen, das die technisch orientierten Absolventen besetzen, ist wesentlich breiter aufgefächert als das der anderen beiden Schwerpunkte. So ist kaum eine WB-Absolventin außerhalb dieser Einrichtungsart tätig. Umgekehrt ist nur eine einzige Person mit technischem Schwerpunkt in einer wissenschaftlichen Bibliothek tätig, obwohl der Bedarf an Personen mit ausgeprägter IT-Expertise dort gegeben ist und dem Tätigkeitsfeld der Bibliotheksinformatik eine immer größere Bedeutung zukommt.13 Daraus folgt, dass es uns Lehrenden offensichtlich nicht gelingt, dieser Personengruppe den WB-Bereich als mögliches und reizvolles Arbeitsfeld schmackhaft zu machen. Antwortende mit Schwerpunkt Interne Informationseinrichtungen wiederum sind in WBs ebenso häufig zu finden wie in Behörden, Verbänden, Parteien und vergleichbaren Institutionen, was auf gewisse Abgrenzungsprobleme zwischen diesem und dem WB-Schwerpunkten verweist.

Große Tätigkeitsvielfalt

Fast die Hälfte der Respondenten gibt mit Projektmanagement ein eher unspezifisches Aufgabenfeld als häufige Tätigkeit an, das mit der Relevanzbewertung von Projektmanagement als Lehrinhalt übereinstimmt und dessen hoher Stellenwert sich auch in anderen Studien erweist (vgl. z. B. Schmidt, R. 2013, S. 145; Schmidt, S. 2013, F. 19, Capatt und Dahinden 2010, S. 37). Weitere 40 Proeznt sind häufig mit Informationserschließung und -recherche, also mit informationsmethodischen Kernkompetenzen befasst. Jeweils ein Viertel ist häufig mit IT-Dienstleistungen, Webentwicklung und Kundenberatung beschäftigt (vgl. Abb. 9). Getrennt nach Schwerpunkten betrachtet, lässt sich hier dieselbe Tendenz feststellen wie schon bei den Branchen: Während das Spektrum häufiger Tätigkeiten bei den technisch orientierten Befragten ebenso vielfältig ist wie die Branchen, in denen sie tätig sind (von jeweils über 20 Prozent der Befragten dieses Schwerpunkts werden acht unterschiedliche Tätigkeiten besonders häufig ausgeübt), bleiben Absolventinnen und Absolventen mit WB-Schwerpunkt eher auf herkömmliche Tätigkeiten wie Erschließung, Auskunft, Recherche sowie Lehre, Schulung, Fortbildung festgelegt.

Die zehn am häufigsten ausgeübten Tätigkeiten.
Abbildung 10:

Die zehn am häufigsten ausgeübten Tätigkeiten.

Personen mit Schwerpunkt WB beurteilen Studium am positivsten

Insgesamt würden sich 43 Prozent der Befragten wieder für das IM-Studium entscheiden. Weitere 37 Prozent sind unentschieden in dieser Frage, 19 Prozent verneinen sie.14 Dabei ergeben sich deutliche schwerpunktspezifische Unterschiede. So bejahen die WB-Absolventinnen und -Absolventen die Frage zu fast 80 Prozent und niemand von ihnen verneint sie, während von denjenigen ganz ohne Studienschwerpunkt nur jeder fünfte die Entscheidung wieder und jede dritte sie nicht wieder treffen würde (vgl. Abb. 11). Aus den Freitextbegründungen wird ersichtlich, dass dieser Personengruppe die inhaltliche Orientierung und mit ihr eine klare berufliche Perspektive gefehlt hat. Demzufolge fühlten sie sich auch nicht gleich gut wie etwa die Personen mit WB-Schwerpunkt für den Berufseinstieg gewappnet. Dazu kommen die von Studierenden häufig beklagte „Bibliothekslastigkeit“ einzelner Pflichtfächer und die Konkurrenz mit anderen Berufsgruppen auf dem Arbeitsmarkt.

Erneute Entscheidung für das IM-Studium je nach Schwerpunkt.
Abbildung 11:

Erneute Entscheidung für das IM-Studium je nach Schwerpunkt.

Hohe Zufriedenheit mit Berufsverlauf

Alles in allem sind die Befragten, die zum Befragungszeitpunkt längstens acht Jahre Berufserfahrung sammeln konnten, mit ihrer beruflichen Entwicklung überwiegend zufrieden. Ein Viertel ist sogar sehr zufrieden. Nur 4,5 Prozent verorten sich im negativen Skalenbereich (vgl. Abb. 12).

Zufriedenheit mit beruflicher Entwicklung insgesamt.
Abbildung 12:

Zufriedenheit mit beruflicher Entwicklung insgesamt.

4 Folgerungen für die Curriculumsrevision

Die Befragungsergebnisse zeigen, dass der Studiengang bedarfsgerecht für den Arbeitsmarkt ausbildet und seine thematische Breite Alumni hervorbringt, die eine große Vielfalt von Branchen und Tätigkeitsfeldern besetzen. Zugleich produziert sie aber Orientierungsprobleme für diejenigen, die ohne Schwerpunkt durch das Studium gehen – sei es, weil sie „schwierige“ Fächer umgehen wollen, sei es, weil ihnen eine Schwerpunktwahl zu wenig Flexibilität lässt. Auch erzeugt der Zuschnitt auf die drei Schwerpunkte ein Abgrenzungsproblem zwischen den Schwerpunkten WB und Interne Informationseinrichtungen, deren Absolventinnen und -absolventen häufig in das gleiche Berufsfeld einmünden. Zugleich bringt er kontraproduktive Abgrenzungstendenzen vor allem zwischen den „bibliothekarisch“ und den „technisch“ orientierten Studierenden bzw. den von ihnen gewählten Fächern hervor. Das spezifische Profil des Studiengangs, eine Mischung aus informatikorientierten und Bibliotheksfächern zu bieten, wird damit noch zu wenig als Chance erkannt. So halten sich die auf Wissenschaftliche Bibliotheken orientierten Personen nur allzu oft von den eher technisch ausgerichteten Fächern fern und erkennen die IT-affinen Studierenden das Potential klassischer Informationseinrichtungen als potentielle und attraktive Arbeitsfelder nicht. An eben dieser Schnittstelle besteht auf dem Arbeitsmarkt jedoch Bedarf an entsprechend ausgebildeten Fachkräften.

Um das zu ändern, wird die zweite Curriculumsrevision des Studiengangs Informationsmanagement mit einer Strukturreform einhergehen: Dabei werden die drei Studienschwerpunkte durch sechs Kompetenzfelder ersetzt. Zugleich werden Abstriche an der Breite des Studiengangs gemacht und mehr Vertiefungsmöglichkeiten geschaffen. Einerseits werden dazu Fächer an der fachlichen Peripherie des Studiengangs gestrichen oder komprimiert, andererseits Kernfächer um weitere Lehrveranstaltungen ergänzt.

Die Wahlpflichtfächer werden in sechs Kompetenzfelder unterteilt, nämlich:

  • (1)

    Bibliothek (enthält u. a. Lehrveranstaltungen zu Formalerschließung, Digitaler Bibliothek, Langzeitarchivierung)

  • (2)

    Organisationales Informationsmanagement (enthält u. a. Lehrveranstaltungen zu Methoden für den Informations- und Wissenstransfer und zum Management und Marketing interner Informationsdienstleistungen)

  • (3

    Informationsdidaktik (enthält u. a. Lehrveranstaltungen zu Informationskompetenzschulungen, Usability, Informationsethik)

  • (4)

    Medienwissen (enthält u. a. Lehrveranstaltungen zu Geschichte, Dokumentation und Recherche von AV-Medien und zur Gestaltung von Druckwerken)

  • (5)

    Data Science (enthält u. a. Lehrveranstaltungen zu Semantic Web, Text- und Datamining, Management von Forschungsinformationen)

  • (6)

    Web Information Management (enthält u. a. Lehrveranstaltungen zu Web Content Management und Multimediasystemen)

Aus diesem Pool müssen sich die Studierenden im Verlaufe ihres Studiums für zwei Kompetenzfelder entscheiden. Da grundsätzlich jedes mit jedem kombiniert werden kann, sind theoretisch 15 Kombinationen möglich.

Während im ersten Semester ausschließlich Pflichtfächer gelehrt werden, entscheiden sich die Studierenden im zweiten und dritten Semester neben den Pflichtfächern für drei Wahlpflichtmodule, von denen zwei gewählt werden müssen. Jedes dieser Module ist zwei Kompetenzfeldern zugeordnet, so dass mit der Wahl insgesamt vier Kompetenzfeldern abgedeckt sind. Erst nach dem Praktikum, also im fünften Semester, müssen sich die Studierenden auf zwei der verbliebenen vier Felder festlegen.

Damit soll die Flexibilität und Wahlfreiheit erhöht und zugleich die Verbindlichkeit einer Schwerpunktsetzung gewährleistet werden (jede und jeder Studierende muss nunmehr eine Wahl treffen). Den Studierenden steht weiterhin eine breite Auswahl an Fächern offen, aber mit größerem „Vertiefungszwang“ als es das bisherige Curriculum vorsah, ist ihnen nunmehr doch verbindlich auferlegt, zwei Kompetenzfelder über einführende Lehrveranstaltungen hinaus zu vertiefen.

Es steht zu hoffen, dass wir damit der Aufteilung der Studierenden in fachliche Lager entgegenwirken und die Übergänge erleichtern können. Auf diese Weise wollen wir gewährleisten, dass immer weniger Studierende ihr Studium mit dem Gefühl abschließen, „alles etwas, aber nichts richtig“ zu können, es vielmehr mit dem Bewusstsein beenden, als Generalisten ausgebildet worden zu sein, denen ein vielfältiges Branchen- und Tätigkeitsspektrum offensteht.

Literatur

  • Bertram, Jutta; Thomas, Christina (2001): Berufsbilder in der Informationsgesellschaft: Wissenschaftliche Dokumentare der neunziger Jahre. Eine Befragung der Absolventen des Instituts für Information und Dokumentation. Potsdam: Verlag für Berlin-Brandenburg (Materialien zur Information und Dokumentation, 14). Google Scholar

  • Capatt, Iris; Dahinden, Urs (2010): Absolventenbefragung 2010. Bachelorstudiengang Informationswissenschaft und Diplom-studiengang Information und Dokumentation der HTW Chur. Hg. v. Robert Barth, Nadja Böller, Sonja Hierl und Wolfgang Semar. HTW Chur. Chur (Churer Schriften zur Informationswissenschaft, 41). Google Scholar

  • Capatt, Iris; Dahinden, Urs (2011): Absolventenbefragung 2011. Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur Weiterbildungsstudiengänge Informationswissenschaft. HTW Chur. Chur (Churer Schriften zur Informationswissenschaft, 50). Online verfügbar unter http://www.htwchur.ch/uploads/media/CSI_50_Absolventenbefragung_Weiterbildung_IW.pdf, zuletzt geprüft am 21.11.2016. Google Scholar

  • Gläser, Christine (2013): Auf gutem Kurs. Absolventenstudie des Studiengangs Bibliotheks- und Informationsmanagement. Hg. v. Projektteam Perspektive_BIM und Christine Gläser. Hochschule für Angewandte Wissenschaft Hamburg, Fakultät Design – Medien – Information, Abteilung Information. Hamburg. Google Scholar

  • Haase, Jana (2007): Chancen nach dem Studium? Befragung von Absolventen des Studiengangs Bibliothekswesen / Bibliotheks- und Informationswissenschaft der HTWK Leipzig zur rückblickenden Bewertung des Studiums, zum Berufseinstieg und zur beruflichen Entwicklung. Diplomarbeit. Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH), Fachbereich Medien, Studiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Leipzig. Google Scholar

  • Herzberg, Elena (2009): Potsdamer Diplom-Dokumentare auf dem Arbeitsmarkt. Information zum Verbleib der Absolventen des Studienganges Dokumentation der Fachhochschule Potsdam. In: Information – Wissenschaft und Praxis 60 (8), S. 431–438. Google Scholar

  • HTWK Leipzig (2015): Studienrichtung Bibliotheksinformatik. Medieninformatik Bachelor. Flyer. Online verfügbar unter http://www.htwk-leipzig.de/fileadmin/sgdb/flyer/mib/mib_bib.pdf [11.11.2016].Google Scholar

  • IIB (2012): Where did all the good people go? Verbleibstudie des Instituts für Bibliotheks- und Informationswissenschaft. Humboldt-Universität zu Berlin. Berlin.Google Scholar

  • Kaufmann, Christin (2016): Ergebnisse der Absolventenstudie 2016. Eine Studie zur Überprüfung der Zufriedenheit und des Verbleibs der Absolventen des Bachelorstudiengangs Internationales Informationsmanagement an der Universität Hildesheim (2010 − 2015). Folienpräsentation. Unpublizierte Quelle. Google Scholar

  • Linder, Luz-Maria; Roos, Alexander (2004): Zwischen Hochschule und Arbeitsmarkt. Eine Umfrage unter Absolventinnen und Absolventen der Hochschule der Medien aus dem Prüfungszeitraum Januar 1995 bis Februar 2004. Fachhochschule Stuttgart. Stuttgart. Google Scholar

  • Lüstorff, Joachim (2007): Informationswirtinnen und Informationswirte im Beruf. Ergebnisse einer Befragung der Alumni des Darmstädter Fachbereichs Informations- und Wissensmanagement (IuW). In: Information. Wissenschaft und Praxis 58 (4), S. 207–2014. Google Scholar

  • Meinhardt, Haike (2008): Wie (er)geht es unseren Absolventen? In: BuB – Forum Bibliothek und Information 60 (3), S. 239–242. Google Scholar

  • Oßwald, Achim; Röltgen, Susanne (2011): Zufriedenheits- und Verbleibstudie zu den Kölner MALIS-Jahrgängen 2002–2008. Ergebnisse der Befragung. In: Bibliotheksdienst 45 (12), S. 1062–1072. Google Scholar

  • Puppe, Alexandra (2006): Die Integration der Absolventen des postgradualen Fernstudiums Bibliothekswissenschaft an der HU Berlin in den Arbeitsmarkt. Ergebnisse einer Umfrage zum beruflichen Verbleib. Institution für Bibliotheks- und Informationswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin. Berlin (Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft, 163). Google Scholar

  • Schmidt, Ralph (2013): Da geht noch mehr. Berufsbilder, Entwicklungsziele und Lebensläufe von Alumni im Berufsfeld Medien & Information – revisited. Hg. v. Projektteam BelAMI und Ralph Schmidt. Hochschule für Angewandte Wissenschaft Hamburg. Hamburg (Hamburger Materialien zur Medien-Information – Schriftenreihe zur Theorie, Methodik und Praxis der Medieninformationsarbeit, 60). Google Scholar

  • Schmidt, Sönke (2013): Befragung der Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Internationales Informationsmanagement. Die Ergebnisse. Folienpräsentation. Unpublizierte Quelle. Universität Hildesheim. Hildesheim. Google Scholar

  • Sekulovic, Violeta; Waldau, Christiane; Pohl, Oliver (2012): Verbleibstudie am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. In: Information. Wissenschaft und Praxis 63 (2), S. 1–7. Google Scholar

  • Statistisches Landesamt Baden-Württemberg (2009): Ergebnisse der Befragung der Absolventen der Hochschule der Medien. Prüfungsjahrgänge 2002/2003 und 2005/2006. Fachhochschule Stuttgart. Stuttgart.Google Scholar

  • Wildau Institute of Technology (o. J.): Bibliotheksinformatik. Master of Science. Flyer. Hg. v. TH Wildau. Online verfügbar unter http://www.th-wildau.de/fileadmin/dokumente/bibliothek/bilder/Projekte/BiboInfo_Flyer_draft09.pdf [11.11.2016].Google Scholar

Jutta Bertram, Diplom-Soziologin und Wissenschaftliche Dokumen-tarin, ist seit 2013 Professorin am Studiengang Informationsmanagement der Hochschule Hannover. Ihre Schwerpunkte sind Inhaltserschließung, Nutzerforschung und Informationsethik.

Footnotes

  • 1

    Die OHN ist ein Programm, das sich die Öffnung der Hochschulen für neue Zielgruppen, insbesondere für beruflich Qualifizierte, zum Ziel gesetzt hat, vgl. http://www.offene-hochschule-niedersachsen.de/. 

  • 2

    Das Curriculum des berufsbegleitenden Studiengangs sieht keine Wahlpflichtfächer vor und ist der Zielgruppe entsprechend vorwiegend am Schwerpunkt Wissenschaftliche Bibliotheken ausgerichtet. 

  • 3

    Wo immer hier von aktueller Erwerbstätigkeit oder Beschäftigung gesprochen wird, ist damit diejenige zum Zeitpunkt der Befragung gemeint. 

  • 4

    Im Einzelnen wurden dafür Studien folgender Hochschulen hinzugezogen: HAW Hamburg (Gläser 2013; Schmidt, R. 2013), FH Potsdam (Bertram und Thomas 2001; Herzberg 2009) HTWK Leipzig (Haase 2007), TH Köln (Meinhardt 2008), Hochschule Darmstadt (Lüstorff 2007) HdM Stuttgart (Linder und Roos 2004; Statistisches Landesamt Baden-Württemberg 2009), Universität Hildesheim (Schmidt, S. 2013; Kaufmann 2016) Humboldt-Universität zu Berlin (Puppe 2006; IIB 2012), HTW Chur (Capatt und Dahinden 2010; Capatt und Dahinden 2011). In diesem Zusammenhang Dank an Maria Gäde (Berlin), Haike Meinhardt (Köln) und Ralph Kölle (Hildesheim) dafür, dass sie mir unpubliziertes Material ihrer Absolventenstudien vor Ort zur Verfügung gestellt haben. Die Fragebogenentwicklung wurde zudem von einem Kollegenteam bestehend aus Hans-Peter-Ederberg, Christian Wartena und Anke Wittich unterstützt. Auch ihnen gilt mein herzlicher Dank. 

  • 5

    Ich danke in diesem Zusammenhang Andreas Lüschow und Max Klose für ihre engagierte und kompetente Mitarbeit, die wesentlich zum Erfolg der Studie, insbesondere zu der sehr guten Rücklaufquote, beigetragen hat. 

  • 6

    Der Fragebogen zur Studie ist als Zusatzmaterial unter www.degruyter.com/iwp einsehbar. 

  • 7

    So wurden am Studiengang in den letzten Jahren regelmäßig Exkursionen zum Department of Journalism, Information and Book Studies der Universität in Warschau und Teilnahmen an internationalen Tagungen wie BOBCATSSS organisiert. 

  • 8

    Damit hat es einen Stellenwert, der sich auch in den beiden Studien aus Köln (vgl. Meinhardt 2008, S. 242; Oßwald und Röltgen 2011, S. 1068) sowie in einer der beiden Hildesheimer Studien findet (Schmidt 2013b, F39). 

  • 9

    Bei den vor dem Studium absolvierten Ausbildungsgängen dominieren kaufmännische Berufe im Bereich Industrie, Büro und Handel, gefolgt von IT-bezogenen Ausbildungen. 

  • 10

    Die Frage wurde nur Personen gestellt, die überhaupt Erfahrungen mit der Stellensuche gesammelt haben (das waren insgesamt 135 Personen). 

  • 11

    Vergleichswerte aus anderen Studien rangieren zwischen 70 % und 87 % (vgl. Herzberg 2009, S. 438 sowie Capatt und Dahinden 2010, S. 32). 

  • 12

    Einen ähnlich hohen Stellenwert hat diese Branche in der Studie von Schmidt (2013a, S. 131). 

  • 13

    Vgl. hierzu etwa entsprechende Studienprogramme an der TH Wildau und der HTWK Leipzig (Wildau Institute of Technology o. J.; HTWK Leipzig 2015). 

  • 14

    Eine entsprechende Frage des Hamburger Studiengangs Medien und Information bejahten 53 Prozent, sie hatten allerdings auch keine Möglichkeit, sich unentschieden zu äußern (vgl. Schmidt 2013, R. S. 128). 

About the article

Published Online: 2017-02-08

Published in Print: 2017-02-01


Citation Information: Information - Wissenschaft & Praxis, Volume 68, Issue 1, Pages 47–57, ISSN (Online) 1619-4292, ISSN (Print) 1434-4653, DOI: https://doi.org/10.1515/iwp-2017-0021.

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