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Klio

Beiträge zur Alten Geschichte

Ed. by Clauss, Manfred / Funke, Peter / Gehrke, Hans-Joachim / Mann, Christian

Together with Brandt, Hartwin / Jehne, Martin


CiteScore 2018: 0.18

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2192-7669
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Volume 101, Issue 1

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Theodore Leslie Shear, Jr., Trophies of Victory: Public Building in Periklean Athens, Princeton: Department of Art and Archaeology, Princeton (Princeton University Press) 2016, Xxiii + 475 S., 123 Abb., ISBN 978-0-691-17057-2 (brosch.), $ 65,–

Charlotte Schubert
Published Online: 2019-06-05 | DOI: https://doi.org/10.1515/klio-2019-0019

Reviewed publication

Shear Theodore Leslie Jr. Trophies of Victory: Public Building in Periklean Athens, Princeton: Department of Art and Archaeology Xxiii + 123 Abb. Princeton University Press Princeton 1 475 2016 978-0-691-17057-2 (brosch.) $ 65,–

Der amerikanische Archäologe T. Leslie S(hear), langjähriger Leiter der Ausgrabungen auf der Athener Agora, hat sich, wie er in seinem Vorwort schreibt, für dieses voluminöse Werk das Ziel gesetzt: „an attempt to reconstruct the architectural and historical context in which the buildings were built, both those on the Acropolis and elsewhere in Athens and Attica. The goal has been to reconstruct an overarching program to aggrandize the cults and festivals of Athens in response to the Greek military victories in the Persian Wars.“ Für dieses, auch für Althistoriker und Althistorikerinnen zentrale Thema im Hinblick auf die Geschichte des 5. Jahrhunderts behandelt er den Parthenon, dessen Baugeschichte, Architektur und Bauplastik am ausführlichsten (in den ersten drei Kapiteln), stellt dies jedoch in den Rahmen einer vergleichenden Behandlung verschiedener anderer Bauten: des Hephaisteions, des eleusinischen Telesterions, des Odeions, der Propyläen sowie verschiedener anderer Tempel in Attika (für Poseidon und Athena in Sounion, für Athena Pallene, für Nemesis in Rhamnous, den Tempel für Artemis Agrotera am Illissos sowie den für Athena Nike auf der Akropolis).

Dieses breite Panorama schließt er dann mit seinem letzten Kapitel, das den bezeichnenden Titel „The Periklean Legacy“ trägt, ab und präsentiert dann hier erst seine eigentliche These zur historischen Kontextualisierung des perikleischen Bauprogramms: So wie der Parthenon, aber eben auch die anderen untersuchten Bauwerke, der Ausdruck einer intellektuellen Konzeption sind, nämlich der baulichen Verarbeitung einer Siegesideologie, für die es Perikles gelang, immer wieder die benötigten, gewaltigen Geldsummen bewilligt zu bekommen und auch die operationelle Seite dieser Großvorhaben sowohl politisch als auch administrativ durchzusetzen (388 f.), so steht das Erechtheion für das Gegenteil, nämlich den Versuch, den Zorn der Götter (den S. in der Sichtweise der Athener mit der großen Seuche der ersten Jahre des Peloponnesischen Krieges und dem Erdbeben von 426 v. Chr. identifiziert) zu besänftigen. Seine Hauptbelege für diese These sind die Tatsache, dass die alte Kultstatue der Athena aus Olivenholz nicht im Parthenon an der Seite der Athena Parthenos aufgestellt, sondern für sie das Erechtheion errichtet wurde. Dass gerade dieses Erechtheion mit seiner reichen, im ionischen Stil gehaltenen Ornamentik, gegen die „precise formal language of the Doric order“ des Parthenon stand und statt diesem als Haupttempel für die Stadtgöttin Athena fungierte, während der Parthenon „served thenceforward primarily as a storehouse for Athena’s treasures“, nennt er eine „sad irony“ (388).

Aus althistorischer Sicht ist das Bauprogramm der perikleischen Zeit ein wichtiger, im Grunde unverzichtbarer Bereich für die Erforschung und Analyse dieser zentralen Epoche der griechischen Geschichte. Daher lohnt hier ein genauerer, auch dezidiert althistorischer Blick auf S.s historische Kontextualisierung.

Sein Bild von der konkurrenzierenden Anlage der beiden Bauten ist keineswegs neu (so z. B. auch in der deutschen Literatur zu dem Akropolis Bauprogramm: L. Schneider – Ch. Höcker, Die Akropolis von Athen, Darmstadt 2001, 171 ff.; U. Muss – Ch. Schubert, Die Akropolis von Athen, Graz 1988, 123 f. mit Literatur), wird jedoch von S. ausführlich in einen baugeschichtlichen Rahmen gestellt, in dem die überlegene Erfahrung und das große Wissen des Ausgräbers sehr deutlich zum Ausdruck kommen.

Zwar handelt es sich bei den behandelten Monumenten, insbesondere denjenigen auf der Akropolis, um mit die bestbekanntesten der Altertumswissenschaft überhaupt, doch präsentiert S. hochinteressante Sichtweisen und genaue Analysen, z. B. diejenige der Baukosten (wobei er darauf hinweist, dass diejenigen für die Athena Parthenos ca. 11 Talente betrugen, also deutlich weniger als die von Thukydides (2,13,5) dem Perikles in den Mund gelegten 40 Talente, 74), die Interpretation des Hephaisteion-Frieses mit den Anklängen an die Tyrannentötergruppe von Kritios und Nesiotes (153) oder auch die erstaunlichen Parallelen in der Architektur des archaischen Telesterions zu der Apadana in Susa, die heute in die Zeit der Regierung des Dareios datiert wird (192 f.).

Diese hier auch für die althistorische Forschung als interessant anzusehenden Punkte könnten z. T. neue Perspektiven eröffnen bzw. hätten das Potential, auch die historische Kontextualisierung, die das erklärte Ziel S.s ist, breiter aufzustellen. Allerdings ist die Berücksichtigung neuerer und auch nicht ganz so neuer althistorischer Forschung nicht so überzeugend, wie man es sich für diesen Ansatz wünschen würde.

Obwohl sich das vorliegende Werk, wie schon gesagt, durch eine ausgiebige Analyse der Bauinschriften auszeichnet, erstaunt es, dass Arbeiten H. B. Mattinglys zwar Erwähnung finden (z. B. 23, 27–35 zu IG I3 35 bezüglich des Tempels für Athena Nike), die sich daraus ergebenden, historisch-politischen Konsequenzen jedoch nicht. Die Datierung nach der Form bestimmter Buchstaben, wobei vor allem für das Sigma eine ‚ältere‘ und eine ‚jüngere‘ Form unterschieden werden, ist bekanntlich in den letzten Jahrzehnten immer unsicherer geworden. Mattingly hat seit den 60er Jahren in großangelegten Untersuchungen gezeigt, dass gerade aus epigraphischen Gründen viele der Inschriften, die traditionell in die 40er Jahre datiert werden (so auch in dem viel benutzten Standardwerk von R. Meiggs und D. Lewis, A Selection of Greek Historical Inscriptions to The End of The Fifth Century B.C., Oxford 21988), mit einiger Berechtigung auch in die 20er Jahre gesetzt werden können (das betrifft auch die Diskussion um die Inschrift zum Nike-Tempel IG I3 35, dazu S. 27–35, wobei er sich aber für die alte Datierung auf um 450 v. Chr. entscheidet). Wichtige Inschriften, aus denen die Begründung für einen attischen ,Imperialismus‘ seit der perikleischen Zeit (z. B. Kleinias-Dekret über die Tributeinziehung) abgeleitet wird, müssten nach Mattingly in die Zeit des Peloponnesischen Krieges gehören und würden für die Argumentation, die in solchen Maßnahmen immer feiner sich ausbildende Herrschaftsinstrumentarien sieht, vollkommen ausfallen. So sieht S. ‚religiösen Imperialismus‘ (36 ff.) als einen wesentlichen Antrieb für die perikleische Politik, der allerdings, wenn für die Herrschaftskonzeption der Athener in den 40er Jahren des 5. Jahrhunderts das Münzdekret (ML 45) und insbesondere das Kleinias-Dekret (IG I334 = ML 46) entfallen, keine Basis mehr hätte.

Der entscheidende Punkt in S.s Darstellung scheint nach Ansicht von Rez. zu sein, dass die Charakterisierung, die er Perikles gibt (390 f.) einem traditionellen, positiven Bild entspricht, das vom thukydideischen Epitaphios ausgeht und in diesem die Haltung des Staatsmannes Perikles wiedergegeben sieht. Als Quintessenz formuliert S. daher den Schusssatz seines Buches (391): „Although in the surviving ruins of the buildings we can see only the end result, it is surely correct to view the process by which they came to be built as an outstanding example of Periklean statesmanship.“

Hier wäre es angebracht gewesen, die wesentlich skeptischere Sichtweise z. B. von W. Will, (Thukydides und Perikles. Der Historiker und sein Held, Bonn 2003) einzubeziehen, um das schöne Bild doch nicht ganz so harmonisch erscheinen zu lassen. Es fällt in diesem Zusammenhang doch sehr auf, dass die gesamte neuere althistorische, aber z. T. auch archäologische Forschung aus Deutschland eigentümlich ausgeblendet ist. Insofern verwundert es nicht, dass die Hinweise darauf, dass Perikles’ Politik mindestens phasenweise sehr umstritten gewesen ist, nicht thematisiert werden.

Aus der Planänderung im Parthenongebälk, die Wesenberg vermutet hat (B. Wesenberg, Parthenongebälk und Sudmetopen-Problem, Jdl 98, 1983, 57–86, hier 83–86: Triglyphen und Metopen der Südseite waren ursprünglich für die Cellafronten gedacht und wurden erst im Zuge einer Planänderung für den Bau des perikleischen Parthenon mit dem Südgebälk in Verbindung gebracht. Anders als Wesenberg z. B. N. Himmelmann in: Stele, Festschrift für N. Kondoleon [1978] 161 ff., der die Südmetopen für die jüngsten hält), ergeben sich zumindest Indizien dafür, dass der Fries, der sich um die Cella zieht, nicht von Anfang an vorgesehen war, sondern erst nachträglich in den Bauplan mitaufgenommen wurde. Aus dem Ablauf der einzelnen Bauphasen lässt sich in etwa bestimmen, wann diese vermutete Planänderung durchgeführt worden sein könnte: Gegen Ende der vierziger Jahre! In diesem Zeitraum war das Bauprogramm auch durch eine innenpolitische Diskussion, die vor allem die Finanzierung betroffen hat, belastet und politisch wurde diese Situation entschieden durch den Ostrakismos des Thukydides Melesiou 443/442, des – nach Aussage der Quellen – aristokratischen Gegenspielers des Perikles (Plut. Perikles 12–14). Diesen Ostrakismos erwähnt S. im Kontext der Kritik des Kratinos an Perikles bzw. dem Bau des Odeions und lässt von da an die perikleische Ära beginnen (211: „his was an era that began when the ostracism was over.“). Da allerdings sämtliche Planungen und Beschlüsse, ebenso wie die Finanzplanung in den Jahren zuvor hatten etabliert werden müssen, legt dies den Widerspruch in S.s glänzendem Perikles-Bild offen.

Die schwierige und komplexe Überlieferungslage zu der Frage, ob Perikles den Peloponnesischen Krieg absichtlich herbeigeführt hat, und somit Athen in den bis dahin längsten und verlustreichsten Krieg geführt hat, bleibt zwar nicht ganz außen vor, da auch sie mit dem Bauprogramm verbunden ist, doch handelt Shear sie ganz aus der Sicht des Fortgangs des Bauprogramms ab: Die Kallias-Dekrete (IG I3 52) gelten als Beleg für die aufgrund der Opposition gegen Perikles eingeleitete Beendigung des Akropolis-Bauprogramms seiner Ära und stehen schon ganz im Zeichen des beginnenden Krieges (320–328).

In diesen Kontext gehört auch die Frage, wann Phidias die Arbeiten an der Athena Parthenos beendet hat, wann diese Statue im Parthenon aufgestellt wurde und ob der Prozess gegen Phidias wegen Betrugs im Zusammenhang der diesbezüglichen Abrechnungen zeitlich mit dem Ausbruchsgeschehen des Peloponnesischen Kriegs steht oder nicht. Von der Klärung dieser Frage, die bei weitem über eine simple chronologische Zuordnung hinausgeht, hängt es ab, wie man die Rolle des Politikers Perikles im Kontext des Kriegsausbruchs einschätzt und ob man davon ausgehen muss, dass Phidias und Perikles in den Strudel innenpolitischer Kämpfe in diesem historischen Kontext hineingezogen wurden.

Aristophanes spielt bekanntlich in zwei Komödien (Pax 605–631, Ach. 528) darauf an, dass Perikles aus persönlichen Motiven (Angst vor einem Prozess ähnlich dem des Phidias, Probleme im Umkreis der Aspasia) den Krieg herbeigeführt habe. Die Meinungen in der antiken Historiographie dazu werden bei Plutarch skizziert und offenbar haben sich in der ihm vorliegenden Literatur die meisten diese Meinung vertreten (Plut. Perikles 31). Es spricht also vieles dafür, dass die antike Überlieferung – mit Ausnahme des Thukydides – die Verantwortlichkeit des Perikles für die bewusste Herbeiführung des Peloponnesischen Krieges hoch einschätzte.

Auch der Atthidograph Philochoros hat diesen historischen Kontext berichtet und zwar unter dem Jahr des Kriegsbeginns, ebenso wie andere, auf die sich dann auch Plutarch in seiner Perikles-Vita beziehen konnte. Nun ist die Atthis des Philochoros bekanntlich nicht erhalten, jedoch wird er für den hier beschriebenen Kontext bei Scholiasten zitiert, die die Verse des Aristophanes in seiner Komödie Pax kommentieren. Dort hat Aristophanes (v. 605–631) darüber gewitzelt, dass Perikles aus Angst vor dem Schicksal des Phidias den Funken des Megarischen Psephismas geworfen und so die Flamme des Krieges entzündet habe. Der Scholiasten-Kontext ist der einzige Text, aus dem man als Zeitpunkt der Aufstellung der Parthenos das Jahr 438/437 v. Chr. entnehmen könnte – dies allerdings nur mit gravierenden Texteingriffen. S. übernimmt dieses Datum aus dem Text des Scholiasten und geht sogar noch weiter, da er das Jahr 438 v. Chr. auch als das Jahr der Einweihung des Parthenons ansieht (38 f., 56, 72).

Der Umgang mit den Texten der Scholien ist sehr unterschiedlich gehandhabt worden. Im Hinblick auf die Frage, welche Aussagen zu historischen Kontexten in ihnen enthalten sind, wenn, wie hier, ein historiographisches Werk explizit genannt wird, ist festzustellen, dass der Text der Scholien wie ein Steinbruch für die Extraktion von Fragmenten behandelt wird und so gern Textpassagen wie ein Originalzitat aus den Scholien extrahiert werden. Auch die Edition der Fragmente der griechischen Historiker von Felix Jacoby druckt die verschiedenen Scholien zu Pax 605–606 wie einen zusammenhängenden Text als Fragment 121 unter der Nr. 328 (Philochoros) ab und so ist S. nicht allein in der Praxis, den Scholientext wie ein einziges Fragment aus der Atthis des Philochoros als Beleg für eine Aussage des Philochoros zu der Datierung des Phidiasprozesses und die Aufstellung der Parthenos zu zitieren (315). Dass Jacoby jedoch in seinem Kommentar zu dem Text größte Skepsis geäußert hat und den von ihm als Fragment 121 abgedruckten Text keineswegs als ein originales Zitat oder einen einheitlichen Text verstanden wissen wollte (Jacoby, Komm. ad loc. [3. Teil b Vol.II, 392]), wird in der Regel nicht berücksichtigt, ebensowenig dessen Zweifel an der Chronologie des Scholientextes (FGrHist III B Suppl. S. 496). Die heute maßgebliche Edition der Aristophanesscholien zur Pax von D. Holwerda (1982, 95–97) ordnet die zu den Versen 605–606 gehörenden Scholien in zwei Spalten an, so dass ersichtlich wird, dass es sich um mindestens zwei verschiedene Textteile in diesen Scholien handelt. So werden die Teile des Scholions als 605α, 606a.α und 605β, 606β nummeriert und schon durch die nummerische Zuordnung in ihrer Unterschiedlichkeit gekennzeichnet. Es lässt sich recht eindeutig erkennen, dass es sich hier keineswegs um ein „Zitat“ aus der Atthis des Philochoros handelt, sondern sich vielmehr zwei Scholiasten geäußert haben, dies inhaltlich sogar gegensätzlich, aber chronologisch eindeutig mit dem Beginn des Peloponnesischen Krieges verbunden. Man muss dabei nicht soweit gehen wie Rez. (Das Datum des Phidias-Prozesses, die Aufstellung der Athena Parthenos und der Ausbruch des Peloponnesischen Krieges bei Philochoros, Mnemosyne 69, 2016, 909–930), aber der Befund – den Text und Anordnung bei Holwerda schon rein optisch deutlich zeigen – stellt das als Aufstellungsdatum für die Parthenos angenommene Jahr 438 v. Chr. doch sehr deutlich in Frage.

Ebenso komplex ist die Überlieferung des „Aristodemos“, eines Textes, den S. gleichrangig zu einer Quelle wie Diodor zitiert (1, 6, 22, 44, 316). Dieser Text ist nur im Codex Paris. Suppl. Graec. 607 enthalten (FGrHist 104 F 1), und präsentiert die Umdeutung historischer Ereignisse des 5. Jahrhunderts (Salamis, Pausanias’ Schicksal, der Ausbruch des Peloponnesischen Krieges) in eine reine, attische Sieghaftigkeit. Die Strukturierung des Textes durch literarische Inschriften (Pausanias-Epigramm, Diskus-Inschrift der Spartaner), Sprüche und Zitate (Zitate aus Aristophanes’ Pax und „Acharnern“, Sprüche zu Themistokles und Perikles) ist eng mit der Atthidographie verbunden, aber diese Datierung und namentliche Zuweisung an einen „Aristodemos“, die im Codex nachträglich ist, ist alles andere als sicher. Dies schließt es nach Meinung von Rez. auch in diesem Fall, wie bei der oben genannten Erwähnung des Philochoros, aus, diesen Text als Aristodemos zu zitieren wie etwa einen Autor, dessen Werk erhalten ist.

Das Fazit aus althistorischer Sicht ist gemischt: Wirklich wertvoll und gründlich ist die Verbindung zwischen Baugeschichte, Architekturbeschreibung und Epigraphik, die durch ausführliche Analysen der Befunde, Zeichnungen, gute Fotos und Anhänge dokumentiert wird. Im Hinblick auf die Interpretation der Textquellen, deren Überlieferung mindestens so komplex ist wie die Geschichte der Bauten, und die darauf aufbauende, historische Kontextualisierung ist – wie hier am Beispiel des Perikles-Bildes und einiger chronologischer Eckdaten skizziert – aus althistorischer Sicht nicht alles einleuchtend. Behält man dies im Auge, dann bietet sich Lesern jedoch ein materialreiches, gut geschriebenes Werk über wichtige Bauten der perikleischen Zeit.

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Published Online: 2019-06-05

Published in Print: 2019-06-01


Citation Information: Klio, Volume 101, Issue 1, Pages 359–365, ISSN (Online) 2192-7669, ISSN (Print) 0075-6334, DOI: https://doi.org/10.1515/klio-2019-0019.

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