Jump to ContentJump to Main Navigation
Show Summary Details
More options …

Peer reviewed

Militärgeschichtliche Zeitschrift

Ed. by Mack, Hans-Hubertus / Epkenhans, Michael

2 Issues per year


CiteScore 2017: 0.04

SCImago Journal Rank (SJR) 2017: 0.146
Source Normalized Impact per Paper (SNIP) 2017: 0.428

Online
ISSN
2196-6850
See all formats and pricing
More options …
Volume 76, Issue s1

Issues

Editorial

Published Online: 2017-10-24 | DOI: https://doi.org/10.1515/mgzs-2017-0151

Liebe Leserin, lieber Leser!

Vor 50 Jahren erschien eine neue wissenschaftliche Fachzeitschrift für Militärgeschichte im deutschsprachigen Raum: die »Militärgeschichtlichen Mitteilungen« (MGM). Herausgegeben wurden sie im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes (MGFA), das zehn Jahre zuvor gegründet worden war.

Langwierige Diskussionen innerhalb und außerhalb des MGFA über Aufgaben, Inhalte, Ziele und mögliche Kooperationspartner der Zeitschrift wurden geführt, bevor das erste Heft 1967 erscheinen konnte. Besonderes Verdienst erwarb sich der damalige Amtschef Oberst i.G. Wolfgang von Groote (1964–1969), dessen Beharrungsvermögen entscheidend für das Gelingen des Vorhabens war. In der Vorbemerkung zum ersten Heft (1967) kündigte er an:

»In dieser Heftreihe sollen in loser Folge ausgewählte Beiträge aus allen Bereichen der Militärgeschichte veröffentlicht und zur Diskussion gestellt werden. Der Herausgeber erhofft sich dazu die rege Mitwirkung aller, die im In- und Ausland der militärgeschichtlichen Forschungsarbeit verbunden sind.«

So unprätentiös dies klang, die Gründung der MGM war insofern eine Zäsur, als nun erstmals nach 1945 der militärgeschichtlichen Forschung eine neue Plattform in Form einer wissenschaftlichen Zeitschrift geboten wurde. Die programmatischen Aufsätze des damaligen Leitenden Historikers im MGFA Rainer Wohlfeil (1967–1970) und des Amtschefs von Groote verorteten die Zeitschrift von Anfang an in der allgemeinen Geschichtswissenschaft. Sie vertraten ein wissenschaftliches Verständnis von Militärgeschichte in Abgrenzung von Kriegs- und Wehrgeschichte alter Prägung wie auch von apologetischer, damals durchaus populärer Erinnerungsliteratur ehemaliger Wehrmachtgenerale. Diese kritische Orientierung militärgeschichtlicher Forschung favorisierte auch der damalige Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung Karl Carstens, um nicht ein »einseitiges unkritisches Bild nationaler Stärke und überragender Leistungen in vergangenen Kriegen zu geben«.1

Die Zeitschrift, die 2000 in »Militärgeschichtliche Zeitschrift« (MGZ) umbenannt wurde und seit 2013 vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) herausgegeben wird, hat sich in den letzten 50 Jahren zu einem wichtigen, insbesondere in Bezug auf die Rezensionen zum wichtigsten deutschsprachigen Fachorgan der Militärgeschichte entwickelt. Viele bedeutende Militärhistorikerinnen und -historiker haben im Laufe ihres wissenschaftlichen Lebens in der MGM/MGZ publiziert und dadurch die Stellung der Zeitschrift als militärgeschichtliches Leitmedium gefestigt. Das 50-jährige Bestehen der Zeitschrift nehmen wir zum Anlass, als Beigabe zum regulären Heft 2 (2017) ein Sonderheft herauszubringen, das dem Rückblick gewidmet ist.

Im ersten Teil »Zur Geschichte der MGM/MGZ« beleuchtet Jörg Echternkamp, seit 2000 Redakteur dieser Zeitschrift, die Gründungsphase der MGM und beschreibt schlaglichtartig ihre Entwicklung an der Schnittstelle zwischen Amtspublikation und militärgeschichtlicher Fachzeitschrift. Daran schließen sich persönliche Erinnerungen an: Klaus A. Maier, der mit seiner rund 20-jährigen Redaktionstätigkeit zu den erfahrensten Redakteuren zählt, berichtet über die wichtigsten Entwicklungen und redaktionellen Herausforderungen während seiner Redaktionszeit bis 1994. Joachim Beth, der die Zeitschrift »Militärgeschichte« – gleichsam das ostdeutsche Pendant zu den MGM – betreute, blickt auf seine Redaktionsarbeit von 1965 bis 1990 zurück. Er skizziert, wie die westdeutsche Militärgeschichte in der DDR bis zur Wende 1989/90 rezipiert wurde.

Der zweite Teil des Sonderheftes steht unter der Überschrift »MGM/MGZ wiedergelesen«. 14 renommierte Historikerinnen und Historiker empfehlen einen selbst gewählten Aufsatz oder eine Dokumentation aus den letzten 50 Jahren für eine erneute Lektüre. Die eingehende Vorstellung und Bewertung einzelner Beiträge aus der großen Palette von wissenschaftlichen Erstveröffentlichungen liefert einen individuellen Einblick in die Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte der Zeitschrift. Auf diese Weise sind vielfältige, persönlich geprägte, in jedem Fall lesenswerte Essays entstanden, die den Bogen vom Zeitalter der Weltkriege bis zum ISAF-Einsatz der Bundeswehr schlagen. Alle Aufsätze und Dokumentationen, die in dieser Rubrik besprochen werden, stehen zum kostenlosen Download auf der Homepage des Verlags De Gruyter Oldenbourg bereit.

Am Ende des Heftes findet sich ein Gesamtregister der Jahrgänge 1967 bis 2016. Ein Personenregister listet alle Autorinnen und Autoren mit ihren Beiträgen alphabetisch auf, ein Sachregister ordnet diese nach Epochen, geografischen Räumen sowie Schlagwörtern und Themen.

Nach 50 Jahren lohnt nicht zuletzt ein Blick auf die thematischen Schwerpunkte und die historiografische Entwicklung der Zeitschrift. In den Jahren 1967 bis 2016 sind insgesamt 629 Beiträge erschienen. Die Mehrzahl stellen Aufsätze (368) und Dokumentationen (99) dar. Hinzu kommen die kleineren Formate: 36 Miszellen, 38 Archiv-, 63 Forschungs- und vier Literaturberichte. Nicht mitgezählt sind die vielen Rezensionen und Annotationen bzw. seit 2006 Buchbesprechungen, welche die Fachwelt über Neuerscheinungen auf dem Gebiet der Militärgeschichte informieren.

Im Jahr 2001 wurde das Format »Themenheft« eingeführt. Bislang sind sechs dieser Hefte erschienen, die Großbeiträge zu einem ausgewählten Thema versammeln:2 Nach – Kriegs – Helden (2001, H. 2), Operationsgeschichte heute (2002, H. 2), Kriegführung und Kriegsdeutung im Mittelalter (2006, H. 1), Der Erste Weltkrieg (2008, H. 2), Militär und Medien im 20. Jahrhundert (2011, H. 1), Raum und Militärgeschichte (2014, H. 2). Gastherausgeber erhalten im Rahmen eines Themenheftes die Möglichkeit, militärgeschichtliche Beiträge in der MGZ zu veröffentlichen.

Schwerpunkte nach Epochen und Themen

Die MGM/MGZ thematisiert die ganze Breite militärgeschichtlicher Forschungen von der Antike bis heute. Gleichwohl lassen sich epochale Schwerpunkte erkennen (Tabelle 1).

EpocheAnzahl der Beiträgeprozentualer Anteil (%)
Militärgeschichte vor 17897512,0
Militärgeschichte 1789–191312920,6
Zeitalter der Weltkriege35055,8
Deutsche Militärgeschichte nach 19457111,3
Neueste Militärgeschichte seit 199020,3
Insgesamt627100,0
Tabelle 1

Epochale Schwerpunkte*

* Berechnungsgrundlage 100 % entspricht 627 von 629 Beiträgen. Zwei Beiträge weisen keinen zeitlichen Schwerpunkt auf.

Mehr als die Hälfte aller veröffentlichten Beiträge behandelt das »Zeitalter der Weltkriege«. Auch heute ist der Zeitabschnitt »Militärgeschichte nach 1945« mit einem Beitragsanteil von 11,3 Prozent weit davon entfernt, diese Dominanz zu brechen. Innerhalb der Epoche »Zeitalter der Weltkriege« wiederum sind, wie Tabelle 2 zeigt, signifikant mehr Beiträge zum Zweiten Weltkrieg erschienen als zum Ersten Weltkrieg oder zur Zwischenkriegszeit.

Zeitabschnitt:Zeitalter der WeltkriegeAnzahl der Beiträge
(350 von 627 Beiträgen)
prozentualer Anteil (%)(bezogen auf die Gesamtzahl)
Zeitlich übergreifende Beiträge304,8
Erster Weltkrieg8613,7
Zwischenkriegszeit8914,2
Zweiter Weltkrieg14523,1
Tabelle 2

Epoche »Zeitalter der Weltkriege«: Verteilung der Beiträge

Wenngleich innerhalb der Epoche »Zeitalter der Weltkriege« eine Vielzahl an Themen behandelt wird, lassen sich inhaltliche Akzentuierungen erkennen (Tabelle 3).

ZeitabschnittInhaltliche Schwerpunkte (Zahl der Beiträge zu den fünf häufigsten Schwerpunkten)
Zeitalter der Weltkriege: zeitlich übergreifende Beiträge(30)Forschungsgeschichte zu ausgewählten Themen (6)Biografisches(4)Medien (4)Kriegstheorie und Kriegs-bilder (3)Militärgeschichtsschreibung (3)
Erster Weltkrieg (86)Militärische Planungen und Ziele (20)Politik und
Parteien (19)
Diplomatie und Internationale Politik (11)Erfahrungswelten und Identitäten (10)Propaganda und Zensur (8)
Zwischenkriegszeit (89)Politik und Parteien (21)Diplomatie und Internationale Politik (16)Militärische Planungen und Ziele (13)Reichswehr (12)
Zweiter Weltkrieg (145)Okkupationspolitik und Besatzung (20)Forschungsgeschichte zu ausgewählten Themen (19)Militärische Planungen und Ziele (17)Militärische Operationen und Schlach-ten (16)Biografisches (15)
Tabelle 3

Häufigkeit von Themen innerhalb der Epoche »Zeitalter der Weltkriege«

Während zum Ersten Weltkrieg häufig Beiträge zum Thema »Militärische Planungen und Ziele« zu finden sind, liegt der thematische Schwerpunkt der meisten Beiträge zur Weimarer Republik respektive Zwischenkriegszeit auf »Politik und Parteien«. »Okkupationspolitik und Besatzung« ist das am intensivsten behandelte Thema im Zeitschabschnitt Zweiter Weltkrieg.

Die Verschlagwortung und thematische Auswertung aller 629 Beiträge, die in den letzten 50 Jahren erschienen sind, zeigt eine große thematische Vielfalt. Während kein Sachgebiet oder Themenbereich alle anderen deutlich überragt, dominieren folgende Themen: Politik und Parteien (12,9 %), Forschungsgeschichte zu ausgewählten Themen (11,6 %), Militärische Planungen und Ziele (11,1 %), Diplomatie und Internationale Politik (10,8 %) sowie Biografisches (8,4 %).

Dass in den gesamten 50 Jahren auffallend viele Beiträge den Schwerpunkt auf Außenpolitik, Militärpolitik und Internationale Politik legen oder sich zumindest um eine politikhistorische Kontextualisierung bemühen, weist auf die enge Verbindung von militärischem und politischem Entscheidungshandeln hin. Zugleich zeigt die Auswertung, dass spätestens seit den 1990er Jahren kultur- und sozialgeschichtliche Themen häufiger aufgegriffen wurden (Tabelle 4).

ThemaAnzahl bis 1990Anzahl ab 1990
Militär und Gesellschaft1420
Erfahrungswelten und Identitäten826
Erinnerungskultur112
Gender7
Tradition und Rituale2
Verwundung und Leiden im Krieg2
Tabelle 4

»Neue« Forschungsfelder

Ein verstärktes Forschungsinteresse hat sich auf die Alltagsgeschichte und die sogenannte Militärgeschichte von unten gerichtet. Dies wird anhand der »Feldpost«-Analyse und dem Wandel im Bereich »Biografisches« deutlich. Statt der militärischen Entscheidungsträger wie Ludwig Beck, Karl Dönitz oder Erich Ludendorff ist vermehrt der »kleine Mann« in das Blickfeld getreten (siehe Schlagwort »Biografisches« im Sachregister). Zuletzt sind weitere methodische Vorgehensweisen einbezogen worden, was insbesondere in den Themenheften »Militär und Medien im 20. Jahrhundert« (2011, H. 1) und »Raum und Militärgeschichte« (2014, H. 2) zum Ausdruck kommt.

Die Themen der »neuen« Militärgeschichte im Sinne einer »Erweiterung« hin zur Mentalitäts-, Sozial-, Kultur- und Geschlechtergeschichte nehmen zu, ohne dass die »konventionellen« Beiträge zu »Diplomatie und Internationale Politik«, »Kriegführung«, »Kriegstheorie und Kriegsbilder«, »Kriegs- und Rüstungswirtschaft«, »Militärische Planungen und Ziele«, »Politik und Parteien« sowie »Rüstung und Abrüstung« verdrängt würden. Insgesamt gestaltet sich das Themenspektrum der MGM/MGZ seit den 1990er Jahren breiter und methodisch vielfältiger und belegt die erhöhte Anschlussfähigkeit der Militärgeschichte gegenüber der allgemeinen Geschichtswissenschaft.

Die Statistik fördert auch einige »Denkwürdigkeiten« zutage. Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus – eigentlich ein Thema, dem sich vor allem deutsche (Militär-)Historikerinnen und (Militär-)Historiker intensiv widmen – ist mit nur fünf Beiträgen von insgesamt 629 vertreten. Gleiches gilt für die nur fünf Aufsätze zum Forschungsobjekt »Wehrmacht« (siehe Schlagwort »Militärische und paramilitärische Organisationen«). Unter den Beiträgen, die sich auf die militärischen Teilstreitkräfte beziehen, ist die Marine mit 22 Beiträgen gegenüber dem Heer mit nur vier und der Luftwaffe mit sechs am stärksten vertreten.

Nur zwei Beiträge, davon ein einziger Aufsatz, behandeln bisher den Bereich »Neueste Militärgeschichte seit 1990«. Es ist jedoch anzunehmen, dass die Zahl der Beiträge, die beispielsweise zu den Auslandseinsätzen der Bundeswehr, in der Zukunft anwachsen dürfte.

Auch wenn die MGM/MGZ sich vorrangig mit deutscher Militärgeschichte beschäftigt, bedeutet dies nicht, dass sie sich geografisch in engen Grenzen bewegt. 25 Prozent der Beiträge beziehen sich auf den nichtdeutschen europäischen Raum, und 8 Prozent behandeln außereuropäische Militärgeschichte.

Die Autorinnen und Autoren

Wer veröffentlicht in der MGM/MGZ?

Ein Blick in die Verzeichnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hefte gibt hierzu Auskunft. 15 Prozent der Autorinnen und Autoren, zu denen Angaben vorliegen, waren oder sind Angehörige des MGFA bzw. ZMSBw. Die Zeitschrift war und ist daher alles andere als ein »Mitteilungsblatt des Hauses«. Sie kann auch nicht als ein Publikationsorgan von Soldaten für Soldaten bezeichnet werden, denn nur 10 Prozent der Autorinnen und Autoren weisen einen militärischen Hintergrund auf (aktive Soldaten, Reservisten). Etwa 43 Prozent lassen sich einer Hochschule zuordnen, die übrigen staatlichen Institutionen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Verfasserinnen und Verfasser von Großbeiträgen (Aufsatz, Dokumentation, Miszelle) verfügen in der Mehrzahl als höchsten akademischen Grad über einen Doktortitel (355), 154 waren oder sind habilitiert (Privatdozent, Professor), 76 führen einen Magister/Master-Titel, zwei haben einen Bachelor-Abschluss. Dies belegt die Dominanz »arrivierter« Forscherinnen und Forscher in der Zeitschrift, zeigt aber auch ihre Offenheit für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.

Nur 7 Prozent aller Beiträge stammen aus der Feder von Autorinnen, wobei sich die Quote seit 1990 kontinuierlich erhöht.3 Den ersten Aufsatz verfasste 1981 Heide-Irene Schmidt über die wirtschaftlichen Kriegsziele Englands; seitdem haben weitere Historikerinnen, wie beispielsweise Karen Hagemann, Tanja Bührer, Susanne Kuss, Ute Daniel oder Marie-Luise Heckmann, die MGZ als Publikationsmöglichkeit genutzt. Die meisten Großbeiträge im Zeitraum 1967 bis 2016 verfasste Manfred Messerschmidt, von 1970 bis 1988 Leitender Historiker des MGFA. Seine fünf Aufsätze behandeln völkerrechtliche Fragen, das Thema Militärseelsorge und die Schulbildung im Deutschen Kaiserreich.

Auch wenn ein Schwerpunkt der Zeitschrift auf der deutschen Militärgeschichte liegt, so bedeutet dies nicht, dass die internationale Militärgeschichte außen vor bleibt. Etwa 10 Prozent der Beiträge sind in englischer Sprache verfasst. Immerhin 11 Prozent aller abgedruckten Beiträge wurden aus Großbritannien und den USA eingereicht – ein Indiz für die Internationalisierung der Zeitschrift.

Redaktion und Herausgeber

Der MGM/MGZ-Redaktion gehörten in den letzten 50 Jahren insgesamt 26 Redakteure und zwei Redakteurinnen an, die im Nebenamt die Zeitschrift betreut haben (Tabelle 5). Zu ihren Hauptaufgaben zählen die Prüfung der eingesandten Beiträge sowie die inhaltliche und redaktionelle Bearbeitung der Texte. Bei den angebotenen Großbeiträgen wird seit 2006 das Peer-Review-Verfahren angewendet: Wenn die Redaktion einen Beitrag für publikationswürdig erachtet, gibt sie ihn an mindestens zwei redaktionsexterne Fachhistorikerinnen oder Fachhistoriker weiter, die die anonymisierten Manuskripte begutachten. Dieses Verfahren soll dazu beitragen, den hohen Qualitätsstandard der wissenschaftlichen Zeitschrift und damit der Militärgeschichte in Deutschland zu sichern. Es ist das Bestreben der Redaktion, die Tore der MGZ auch weiterhin für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler offen zu halten.

NameRedaktionstätigkeit
Deist, Wilhelm1967–1988
Fischer, Johannes1967–1975
Müller, Klaus-Jürgen1967–1969
Messerschmidt, Manfred1967–1970
Zoske, Horst1971–1978
Maier, Klaus A.1976–1994
Foerster, Roland1979–1980
Gaertringen, Friedrich Frhr. Hiller von1979–1988
Thoß, Bruno1980–1984, 1989–1994
Umbreit, Hans1984–1991
Gersdorff, Gero von1991–1994
Lang, Arnim1995–1999
Müller, Rolf-Dieter1995–1999
Wegner, Bernd1995–1996
Nägler, Frank1997–1999
Echternkamp, Jörgseit 2000
Hammerich, Helmut R.2000–2007
Vuletić, Aleksandar-S.seit 2000
Popp, Peter2004–2004
Schlaffer, Rudolf J.2004–2007
Vogel, Thomas2004–2009
Kollmer, Dieter H.seit 2008
Salisch, Marcus von2008–2009
Bosch, Gabrieleseit 2009
Pöhlmann, Markusseit 2012
Hochstetter, Dorotheeseit 2014
Loch, Thorstenseit 2014
Zimmermann, Johnseit 2014
Tabelle 5

Die Mitglieder der MGM/MGZ-Redaktion

* Gemäß den Angaben im Impressum der Hefte. Die tatsächliche Dauer der Mitgliedschaft weicht in einigen Fällen davon ab.

Alleiniger Herausgeber der MGM war bis 1968 der Amtschef des MGFA von Groote, danach übernahmen der Amtschef/Kommandeur und der/die Leiter/-in der Abteilung Forschung bzw. der Leitende Historiker/Wissenschaftler ex officio gemeinsam die Herausgeberschaft (Tabelle 6). Zusätzlich fungierten ehemalige Mitarbeiter des Hauses als Mitherausgeber; 1989 wurde ein externes Mitherausgebergremium berufen, das die Zeitschrift bis heute in wichtigen Fragen berät (Tabelle 7).

Name Zeitraum der Herausgeberschaft
Groote, Wolfgang von1967–1969
Hillgruber, Andreas1969
Schottelius, Herbert1970–1972
Wohlfeil, Rainer1970
Messerschmidt, Manfred1971–1988
Forstmeier, Friedrich1973–1976
Hackl, Othmar1976–1984
Roth, Günter1985–1994
Deist, Wilhelm1989–1993
Volkmann, Hans-Erich1994–2003
Rahn, Werner1995–1997
Klein, Friedhelm1997–2000
Duppler, Jörg2000–2004
Heuser, Beatrice2003–2007
Ehlert, Hans2005–2008
Heinemann, Winfried2008
Epkenhans, Michaelseit 2009
Mack, Hans-Hubertus2010–2017
Tabelle 6

Die Herausgeber der MGM/MGZ

Name Zeitraum der Herausgeberschaft
Groote, Wolfgang von1970–1976
Hillgruber, Andreas1970–1989
Wohlfeil, Rainer1971–1989
Schottelius, Herbert1973–1974
Forstmeier, Friedrich1976–1984
Othmar Hackl1985–1989
Hürten, Heinz1989–2003
Kolb, Eberhard1989–2008
Loth, Wilfriedseit 1989
Neuhaus, Helmut1989–2004
Schulze, Winfried1989–2004
Volkmann, Hans-Erich2004–2012
Daniel, Uteseit 2005
Förster, Stigseit 2005
Kroener, Bernhard R.seit 2005
Pommerin, Reinerseit 2005
Strachan, Hewseit 2005
Wegner, Berndseit 2005
Aaslestad, Katherine B.seit 2013
Tabelle 7

Die Mitherausgeber/-innen der MGM/MGZ

Debatten und Methodenstreit

Die MGM/MGZ war und ist gegenüber Methodenfragen wie auch sozial-, kultur- oder politikgeschichtlichen Ansätzen immer aufgeschlossen. Davon zeugen die Aufsätze zur »Methodik, Theorie und Historiografie der (Militär-)Geschichtsschreibung«, die im Gesamtregister aufgelistet sind. Fachübergreifende geschichtswissenschaftliche Debatten hingegen fanden in den Großbeiträgen kaum Niederschlag. So thematisierte die Zeitschrift weder die sogenannte Fischer-Kontroverse über die Kriegsursachen 1914 noch die »Wehrmachtsausstellung« über Kriegsverbrechen oder die Diskussionen über antidemokratische Zukunftsvorstellungen der Hitler-Attentäter vom 20. Juli 1944 und ihre Rolle im Vernichtungskrieg. Historische Forschungsdiskussionen wurden vor allem innerhalb der Buchbesprechungen in der MGM/MGZ rezipiert.

Liebe Leserin, lieber Leser,

wir hoffen, dass dieses Sonderheft Ihr Interesse findet.

Wir danken allen Mitwirkenden, insbesondere den Autorinnen und Autoren und dem Verlag De Gruyter Oldenbourg, der das gesamte Heft und die in diesem Heft besprochenen Aufsätze und Dokumentationen auf seiner Website frei zugänglich macht. Ein weiterer Dank geht an alle, die bei der Erstellung des Registers mitgearbeitet haben: Arnim Lang (Grundlagen), Carl-Philipp Schäfers (Entwurf), Paul Fröhlich (Fertigstellung und statistische Auswertung der Daten). Dem Leiter des Fachbereichs Publikationen Christian Adam, der Redaktionssekretärin Christine Mauersberger und der betreuenden Redakteurin Esther Geiger sagen wir Dank für die engagierte Unterstützung bei der Erstellung dieses Heftes.

Herausgeber und Redaktion

Footnotes

  • 1

    Siehe Karl Carstens, Militärpolitik, MGM, 2 (1967) , S. 9. 

  • 2

    Bevor das Format Themenheft eingeführt wurde, gab es bereits zwei reguläre Hefte, die sich einem speziellen Thema widmeten: Militarismus und Kaiserreich (1986, H. 2), Ost- und westdeutsche Militärgeschichte in Vergangenheit und Zukunft (1993, H. 2). 

  • 3

    Siehe dazu auch den Beitrag von Karen Hagemann zum Thema Frauen- und Geschlechtergeschichte in diesem Heft. 

About the article

Published Online: 2017-10-24

Published in Print: 2017-09-26


Citation Information: Militaergeschichtliche Zeitschrift, Volume 76, Issue s1, Pages 1–11, ISSN (Online) 2196-6850, ISSN (Print) 2193-2336, DOI: https://doi.org/10.1515/mgzs-2017-0151.

Export Citation

© 2017 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston.Get Permission

Comments (0)

Please log in or register to comment.
Log in