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Neuroforum

Organ der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft

Editor-in-Chief: Wahle, Petra


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ISSN
2363-7013
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Volume 11, Issue 2

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Muskarinische Acetylcholinrezeptoren und die neuronalen Mechanismen kognitiver Leistungen

Prof. Dr. Christian Alzheimer
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  • Physiologisches Institut Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Olshausenstr. 40, D-24098 Kiel, Germany
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/ Prof. Dr. Jürgen Wess
  • Molecular Signaling Section Lab. of Bioorganic Chemistry NIH-NIDDK, Bldg. 8A, Room B1A-058 Benter Drive MSC 0810 Bethesda, MD 20892-0810, United States of America
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Published Online: 2017-02-25 | DOI: https://doi.org/10.1515/nf-2005-0204

Zusammenfassung

Die cholinerge Neuromodulation über muskarinische Acetylcholinrezeptoren (mAChRs) ist eine wichtige Voraussetzung für die kognitiven Leistungen, die von den verschiedenen Kortexarealen erbracht werden. Obgleich die Bedeutung von mAChRs (M1 - M5) für kognitive Prozesse außer Frage steht, sind die zugrunde liegenden Mechanismen auf der zellulären und synaptischen Ebene noch weitgehend ungeklärt. Wir berichten hier über Untersuchungen an M1- bzw. M2-Rezeptor-Knockout-Mäusen (M1-/-- bzw. M2-/--Mäuse), die neue und teilweise überraschende Erkenntnisse über die neuronalen Mechanismen und die Rezeptorpharmakologie der kognitionsfördernden Wirkungen von Acetylcholin liefern. Wider Erwarten zeigen M1-/--Mäuse normales hippocampales Lernen mit nur diskreten kognitiven Einbußen, die möglicherweise mit dem Ausfall neuronaler γ-Oszillationen zusammenhängen. Bei M2-/--Mäusen finden sich dagegen sehr viel stärkere Defizite, sowohl bei der synaptischen Plastizität im Hippocampus, als auch bei verschiedenen Lern- und Gedächtnistests. Eine Ursache könnte die fehlende Kontrolle der GABA-Freisetzung durch präsynaptisch lokalisierte M2-Rezeptoren sein. Die parallele Analyse von mAChR-defizienten Mäusen mit Verhaltenstests und hochauflösenden elektrophysiologischen Methoden stellt einen vielversprechenden Ansatz nicht nur in der Grundlagenforschung dar, sondern auch für eine zielgerichtete pharmakologische Therapie von Demenzerkrankungen.

About the article

Prof. Dr. Christian Alzheimer

Geboren 1960. 1979-1985: Studium der Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1983-1985: Doktorand am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München bei Prof. Feuerlein. Anschließend bis 2001 (mit zweijähriger Unterbrechung) Forschungs- und Lehrtätigkeit am Physiologischen Institut der LMU München (Lehrstuhl Prof. ten Bruggencate). 1991-1992: Forschungs-Stipendiat der DFG bei Prof. Schwindt und Prof. Crill, Dept. of Physiology & Biophysics, University of Washington, Seattle, USA. 1995: Habilitation für Physiologie. 1997-2001: Heisenberg-Stipendiat der DFG. Seit 2002 Universitätsprofessor und Direktor, Physiologisches Institut der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Prof. Dr. Jürgen Wess

Geboren 1958. 1976-1981: Studium der Pharmazie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/Main. 1982- 1987: Doktorand am Pharmakologischen Institut für Naturwissenschaftler der Johann Wolfgang Goethe-Universität bei Prof. Ernst Mutschler. 1988-1997: Forschungstätigkeit an den National Institutes of Health (NIH) in Bethesda, Maryland, USA. 1995: Habilitation für Pharmakologie (Johann Wolfgang Goethe- Universität). Seit 1998: Leiter der „Section on Molecular Signaling“ am National Institute of Diabetes and Digestive and Kidney Diseases (NIH) in Bethesda, Maryland (USA) und ‚Adjunct Associate Professor‘ in Genetik an der George Washington University in Washington, D.C. (USA).


Published Online: 2017-02-25

Published in Print: 2005-06-01


Citation Information: e-Neuroforum, Volume 11, Issue 2, Pages 61–66, ISSN (Online) 1868-856X, DOI: https://doi.org/10.1515/nf-2005-0204.

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