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Neuroforum

Organ der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft

Editor-in-Chief: Wahle, Petra


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ISSN
2363-7013
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Volume 12, Issue 3

Issues

Adulte Neurogenese im Hippokampus

PD Dr. Josef Bischofberger
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  • Physiologisches Institut Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Hermann-Herder-Str. 7 D-79104 Freiburg, Germany
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/ Christoph Schmidt-Hieber
Published Online: 2017-02-25 | DOI: https://doi.org/10.1515/nf-2006-0302

Zusammenfassung

In den Neurowissenschaften galt lange Zeit das Dogma, dass alle Neurone des zentralen Nervensystems von Säugern ausschließlich während der embryonalen und frühen postnatalen Entwicklung gebildet werden. Die ersten Befunde über neu gebildete Nervenzellen im adulten Hippokampus wurden deshalb mit großer Skepsis aufgenommen. Das lag teilweise daran, dass die Daten aufgrund der damals verwendeten Techniken nur beschränkt aussagekräftig waren. Vor allem aber konnte niemand so recht glauben, dass insbesondere im Gehirn des Menschen, wo über Jahrzehnte hinweg Gedächtnisinhalte stabil gespeichert und abgerufen werden können, eine so extreme Form von Plastizität vorkommen soll.

Im Laufe der letzten Jahre ist es zu enormen technischen Fortschritten gekommen, so dass nun auch beim Menschen zweifelsfrei die Neubildung von Nervenzellen im Hippokampus nachgewiesen werden konnte. Mit Hilfe von elektrophysiologischen Methoden konnte inzwischen klar gezeigt werden, dass neu gebildete Zellen im adulten Hippokampus zu funktionsfähigen Neuronen heranreifen. Während der ersten vier Wochen der Reifung sind die jungen Neurone besonders leicht elektrisch erregbar und zeigen eine sehr niedere Schwelle zur Induktion synaptischer Plastizität. Im Gegensatz dazu besitzen die benachbarten reifen Neurone sehr viel stabilere synaptische Verbindungen. In Zukunft wird sich zeigen, welche Rolle die jungen und die alten Neurone bei der Bildung und Stabilität von episodischem Gedächtnis spielen.

About the article

PD Dr. Josef Bischofberger

Geboren 1965; 1984- 1991 Physikstudium in Tübingen und Göttingen und 1991-1994 Neurobiologie im Rahmen des Graduiertenkollegs „Organisation und Dynamik neuronaler Netzwerke“. 1995 Promotion am Physiologischen Institut der Universität Göttingen. Danach Postdoc am Institut für Physiologie in Freiburg. Seit 2004 Arbeitsgruppenleiter und Hochschuldozent am Physiologischen Institut der Universität Freiburg.

Christoph Schmidt-Hieber

Geboren 1978; Studierte Humanmedizin in Freiburg. Promotion 2005 am Physiologischen Institut der Universität Freiburg. Seit 2005 Postdoc am Physiologischen Institut in Freiburg.


Published Online: 2017-02-25

Published in Print: 2006-09-01


Citation Information: e-Neuroforum, Volume 12, Issue 3, Pages 212–221, ISSN (Online) 1868-856X, DOI: https://doi.org/10.1515/nf-2006-0302.

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