Jump to ContentJump to Main Navigation
Show Summary Details
More options …

Neuroforum

Organ der Neurowissenschaftlichen Gesellschaft

Editor-in-Chief: Wahle, Petra


CiteScore 2018: 0.11

SCImago Journal Rank (SJR) 2018: 0.134
Source Normalized Impact per Paper (SNIP) 2018: 0.047

Online
ISSN
2363-7013
See all formats and pricing
More options …
Volume 13, Issue 2

Issues

Dissoziative („psychogene“) Gedächtnisstörungen – Neuropsychologie und funktionelle Hirnbildgebung

Priv.-Doz. Dr. Matthias Brand / Professor Dr. Hans Joachim Markowitsch
Published Online: 2017-02-25 | DOI: https://doi.org/10.1515/nf-2007-0202

Zusammenfassung

Gedächtnisstörungen gehören zu den häufigsten Folgen von Hirnschäden. Sie können jedoch auch infolge von Stress und traumatischen Erfahrungen entstehen. Bei Patienten mit dissoziativer bzw. psychogener retrograder Amnesie, d.h. bei Personen, die sich aufgrund von Stress oder Trauma teilweise oder überhaupt nicht mehr an ihre Lebensgeschichte erinnern können, lassen sich trotz fehlenden Hirnschadens funktionelle Hirnveränderungen demonstrieren. Diese Veränderungen sind vorrangig in Bereichen des Stirnhirns und des Schläfenlappens zu finden, die im gesunden Hirn maßgeblich am Erinnern emotionaler Ereignisse mit Bezug zum eigenen Selbst beteiligt sind. Funktionelle Hirnveränderungen sind dynamisch, d.h. sie können sich bei Erholung von der Gedächtnisstörung wieder normalisieren. In diesem Beitrag wird einführend ein kurzer Überblick über Gedächtnissysteme und den Zusammenhang zwischen Stress und Gedächtnis gegeben. Anschließend werden exemplarisch Fälle von Patienten mit psychogener Amnesie vorgestellt sowie über neuropsychologische und Hirnbildgebungsbefunde berichtet.

About the article

Priv.-Doz. Dr. Matthias Brand

Ist wissenschaftlicher Assistent in der Arbeitseinheit Physiologische Psychologie an der Universität Bielefeld. Er studierte Psychologie an der Universität Koblenz-Landau und promovierte und habilitierte sich an der Universität Bielefeld. Sein Forschungsinteresse gilt exekutiven Funktionen und Entscheidungsverhalten sowie Emotion, Gedächtnis und Gedächtnisstörungen.

Professor Dr. Hans Joachim Markowitsch

Hat den Lehrstuhl für Physiologische Psychologie an der Universität Bielefeld inne. Er studierte Psychologie und Biologie an der Universität Konstanz und hatte Professuren für Biopsychologie und Physiologische Psychologie an den Universitäten Konstanz, Bochum und Bielefeld inne. Seine Forschungsgebiete liegen in den Bereichen von Gedächtnis und Gedächtnisstörungen, Bewusstsein und Emotion. Im WS 2006/2007 war Hans J. Markowitsch Fellow am Hanse- Wissenschaftskolleg in Delmenhorst.


Published Online: 2017-02-25

Published in Print: 2007-06-01


Citation Information: e-Neuroforum, Volume 13, Issue 2, Pages 40–46, ISSN (Online) 1868-856X, DOI: https://doi.org/10.1515/nf-2007-0202.

Export Citation

© 2017 by Walter de Gruyter Berlin/Boston.Get Permission

Comments (0)

Please log in or register to comment.
Log in