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SIRIUS – Zeitschrift für Strategische Analysen

[SIRIUS: Journal of Strategic Analysis ]

Editor-in-Chief: Krause, Joachim

Ed. by Kamp, Karl-Heinz / Masala, Carlo / Wenger, Andreas

Online
ISSN
2510-2648
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Editorial

Published Online: 2017-09-11 | DOI: https://doi.org/10.1515/sirius-2017-0055

Wie im vorangegangenen Heft 2, bleibt das Thema USA auf dem Radarschirm der Zeitschrift SIRIUS: Der Beitrag von Gerlinde Groitl fragt nach der strategischen Handlungsfähigkeit der USA in den heutigen unruhigen Zeiten. Die Verfasserin gelangt zu einer eher nüchternen Beantwortung dieser Frage, wobei ihrer Meinung nach das Problem nicht erst unter Präsident Trump entstanden ist, sondern viel weiter zurückreicht und schon unter Barack Obama und George W. Bush aufkam.

Der Beitrag von Florian Wätzel geht der Frage nach, was das Terroristennetzwerk al-Qaida in den vergangenen Jahren gemacht hat, als sich alle internationale Aufmerksamkeit auf den sogenannten Islamischen Staat (oder das Kalifat) richtete. Er gelangt zu dem Ergebnis, dass al-Qaida sich umorientiert und reorganisiert hat und dass mit dem Netzwerk weiterhin zu rechnen ist. Kennzeichen der Umorientierung ist die – zumindest vorläufige – Absage an den globalen Dschihad und die Konzentrierung auf kritische Regionen wie Somalia und Jemen, wo al-Qaida tatsächlich weiterhin seine Position stärken konnte.

Der Artikel von Florence Gaub widmet sich der Kritik an der NATO Operation Unified Protector, die im Sommer 2011 den Schutz der libyschen Bevölkerung vor dem Gaddafi-Regime sicherstellen sollte. Die Verfasserin setzt sich mit den Argumenten der Kritiker auseinander. Keines dieser Argumente hält ihrer kritischen Prüfung stand, dennoch lässt die Analyse erkennen, dass es in Situationen, wie sie die NATO im Sommer 2011 vorfand, keine einfachen und immer richtigen Lösungen geben kann.

Der Beitrag von Andreas Umland greift den Krisenherd Ukraine auf, der derzeit aus dem Aufmerksamkeitsspektrum der internationalen Politik zu verschwinden scheint, ohne dass dort eines der brennenden Probleme gelöst ist. Der Verfasser fordert eine stärkere konzeptionelle Ausrichtung der deutschen wie der europäischen Politik auf die Krise ein und benennt sechs unterschiedliche Szenarien der internationalen Einbettung der Ukraine, auf die sich westliche Politik einstellen sollte.

Der Artikel von Michael Rühle berührt scheinbar nur eine historische Episode der amerikanischen Counterinsurgeny in Vietnam während der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts. Tatsächlich lässt der Beitrag erkennen wie sehr Problemstellungen der damaligen Zeit (und der politische Umgang mit ihnen) Parallelen zur heutigen Zeit aufweisen.

In diesem Heft wird zum ersten Mal eine neue Kategorie von Beiträgen eingeführt: Kommentare zur aktuellen strategischen Diskussion. Derartige Kommentare sollen kurz und prägnant sein. Der Beitrag von Joachim Krause setzt sich mit der Kritik an der Sanktionengesetzgebung der USA gegen Russland auseinander und kritisiert seinerseits die merkantilistische Unterströmung deutscher Außenpolitik und deren Tendenz zum Unilateralismus. Der politische Umgang der Bundesregierung mit den Beschlüssen des Kongresses, so der Verfasser, lasse strategischen Weitblick vermissen.

Die weiteren Beiträge berichten auf die eine oder andere Art über strategisch relevante Ergebnisse aus der Welt der internationalen Thinktanks. Der Artikel von Tomisha Bino setzt sich kritisch mit einer Studie des Berlin Instituts für Demographie auseinander, die Demographie, Bildungs- und Genderpolitik in der Region des Mittleren Ostens und Nordafrika analysiert.

Die dann wiedergegebenen Ergebnisse strategischer Forschungsinstitute konzentrieren sich dieses Mal auf die Bemühungen, die Politik des Westens gegenüber Russland auf eine neue Basis zu stellen. Dabei wird nach unterschiedlicher Betroffenheit unterschieden: sei es die bilateralen Beziehungen zwischen USA und Russland, sei es das Verhältnis der NATO zu Russland oder das der Mitteleuropäer. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Nahe und Mittlere Osten, wobei Studien zur Rolle des Irans sowie zu den Kriegen in Syrien und im Jemen vorgestellt werden.

Des Weiteren werden mehrere Buchtitel vorgestellt, darunter die neuesten Jahrbücher des IISS und ein Grundlagenwerk zur maritimen Sicherheit. Aber auch das provokante Buch von Leon Mangasarian und Jan Techau mit dem Titel „Führungsmacht Deutschland. Strategie ohne Angst und Anmaßung“ wird besprochen.

Die Herausgeber

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Published Online: 2017-09-11


Citation Information: SIRIUS - Zeitschrift für Strategische Analysen, Volume 1, Issue 3, Pages 219–219, ISSN (Online) 2510-2648, ISSN (Print) 2510-263X, DOI: https://doi.org/10.1515/sirius-2017-0055.

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