Jump to ContentJump to Main Navigation
Show Summary Details
More options …

Sozialer Sinn

Zeitschrift für hermeneutische Sozialforschung

Ed. by Kutzner, Stefan / Magnin, Chantal / Scheid, Claudia / Silkenbeumer, Mirja / Wernet, Andreas

2 Issues per year

Online
ISSN
2366-0228
See all formats and pricing
More options …
Volume 18, Issue 2

Issues

Praktiken des Kinderschutzes im empirischen Blick

Einleitung in den Themenschwerpunkt

Prof. Dr. Werner Thole / Svenja Marks / Julian Sehmer
Published Online: 2017-10-27 | DOI: https://doi.org/10.1515/sosi-2017-0008

Zusammenfassung

Fragen, Probleme und Herausforderungen des Kinderschutzes erlangen seit Beginn des 21. Jahrhunderts in den öffentlichen, politischen und fachlichen, professionell handlungsfeldbezogenen wie auch disziplinär wissenschaftlichen Diskussionen erneut eine prominente Aufmerksamkeit. Dieser Aufmerksamkeitsgewinn verdankt sich erstens einer zunehmenden öffentlichen Thematisierung von aktuellen Fällen der Verletzung kindlichen Wohlbefindens in familialen Kontexten (vgl. hierzu u. a. Bühler-Niederberger; Alberth; Eisentraut 2014; Thole; Retkowski; Schäuble 2012; Wolff u. a. 2013), zweitens der Aufdeckung von Verletzungen kindlicher Integrität in Einrichtungen der erzieherischen Hilfe, also in Fürsorgeinstitutionen bis zu Beginn der 1970er Jahre (vgl. u. a. Wensierski 2006; Hafeneger 2011), sowie drittens dem Bekanntwerden von Praxen der Anwendung sexualisierter Gewalt in pädagogischen Institutionen (vgl. Kappeler 2011; Andresen; Heitmeyer 2012; Thole u. a. 2012). Nachdrücklich erinnern die auf diese Felder sich beziehenden Beiträge daran, dass in den vollzogenen erzieherischen, helfenden und auch pflegerischen Interventionen und Umgangsweisen in öffentlich verantworteten, professionellen wie auch in privaten, familialen Orten nicht durchweg gewaltsuspendierenden und integritätsschützenden pädagogischen und sozialen Praktiken vertraut wird.

1 Autonomie der Kinder und das Programm ihrer „Züchtigung“

Übersehen oder ignoriert bleibt aktuell allerdings zuweilen, dass gewaltförmige Erziehungsformen keineswegs ein Phänomen moderner Gesellschaften und der sich im Zuge dieser herausbildenden Angebote öffentlicher Bildung und Erziehung darstellen. Lloyd deMause (1977) rekonstruiert die Beziehungsformen zwischen Erwachsenen und Kindern in seiner Geschichte der Kindheit unter dem Titel „Hört ihr die Kinder weinen“ als eine im Verlauf der Historie sich positiv weiter entwickelnde. „Die Geschichte der Kindheit ist ein Alptraum, aus dem wir gerade erst erwachen. Je weiter wir in der Geschichte zurückgehen, desto unzureichender wird die Pflege der Kinder, die Fürsorge für sie, und desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder getötet, ausgesetzt, geschlagen, gequält und sexuell missbraucht werden“ (deMause 1977: 12). L. deMause zufolge durchliefen die Erwachsenen einen sich sukzessive fortschreitenden Sensibilisierungsprozess für die Bedürfnisse von Kindern und lernten diese immer besser zu erkennen und zu respektierten. Für Philippe Aries (1975) hingegen ist die Entdeckung der Kindheit als eine eigenständige Generationsphase ab dem späten 15. Jahrhundert eng verwoben mit der endgültigen Durchsetzung und Institutionalisierung von Formen der sozialen Disziplinierung von Kindern spätestens im 19. Jahrhundert, denn ab diesem Zeitpunkt mischt sich das Kind „nicht länger einfach nur unter die Erwachsenen […]. Mancherlei Verzögerungen und Verspätungen zum Trotz ist das Kind nun von den Erwachsenen getrennt und wird in einer Art Quarantäne gehalten, ehe es in die Welt entlassen wird […]. Damit beginnt ein langer Prozess der Einsperrung der Kinder […], der bis in unsere Tage nicht zum Stillstand kommen sollte und den man als Verschulung (Scolarisation) bezeichnen könnte.“ (Aries 1975: 47) Ob Kindheit in diesem Zeitraum nun entdeckt oder erfunden wurde, so resümiert Michael Sebastian Honig (1999) in seinem „Entwurf einer Theorie der Kindheit“, ist spannend und sicherlich diskussions- und klärungsbedürftig, kann aber auch vernachlässigt werden, denn beide Perspektiven stehen für die „Herausbildung einer Lebensphase und ihrer Institutionalisierung in pädagogischen Spezialeinrichtungen“, die aus Sicht der Kinder einen „Freiheitsverlust darstellt, weil sie nun vom Leben der Erwachsenen getrennt werden und in der Obhut und unter Aufsicht von Eltern und Lehrern aufwachsen sollen“ (Honig 1999: 18).

Die Bedeutung der Familie und der öffentlichen, gesellschaftlich vorgehaltenen Institutionen der Erziehung, Bildung und Hilfe für das Aufwachsen von Kindern werden – in einer historischen Konstanz – ambivalent betrachtet und kontrovers diskutiert (vgl. u. a. Ecarius 2007; Bertram; Bertram 2009; Winkler 2012: 37; Nave-Herz 2013; Hill; Kopp 2013; Steinbach; Hennig; Arránz-Becker 2014; Bauer; Wiezorek 2017). Gute Argumente sprechen dafür, dass die hier erinnerten Zusammenhänge – neben der Einnahme einer historischen, soziologischen oder erziehungswissenschaftlichen Sicht – über Sachverhalte, wie sie bereits in den Überlegungen von Johann Heinrich Pestalozzi über die häusliche Familienerziehung angesprochen werden, erst durch die Stärkung einer sozialpädagogischen Perspektive konkret in den Blick geraten können. J. H. Pestalozzi sieht in der häuslichen Familienerziehung die Grundlage der allgemeinen Menschenbildung und thematisiert diese als Modell einer „öffentlichen Erziehung der Armen“ (Pestalozzi 1932 [1799]: 4). Insbesondere die Mutter „sei befehligt und […] von ihrem Schöpfer selbst befähigt, die wichtigste Triebkraft in der Entwicklung des Kindes zu werden. Der glühendste Wunsch für sein Wohlergehen ist schon in ihr Herz eingepflanzt; und welche Kraft kann einflussreicher, anspornender sein als die mütterliche Liebe – die sanfteste und zugleich unerschrockenste Kraft in der ganzen Naturordnung?“ (Pestalozzi o. J. [um 1925]: 21) Zugleich widmet sich J. H. Pestalozzi in seinem Werk „Über Gesetzgebung und Kindermord” von 1783 angesichts der Häufigkeit von Kindstötungen der Frage, wie „ist sie möglich die That” (Pestalozzi 1783: 3). In der Untersuchung von Strafprozessakten zeigt J. H. Pestalozzi (1783) für die Lage von Müttern unehelicher Kinder auf, dass die Kindstötungen in der Verwicklung von moralisch ächtenden Sitten und Gesetzen, der sozialstrukturellen Notlage durch Armut und Isolation sowie der daraus entstehenden Verzweiflung zu verstehen seien. So differenziert sich bei J. H. Pestalozzi ein komplexes mehrdimensionales Verständnis von Mutterschaft und Familiarität: Familie partizipiert funktional an Gesellschaft, wird von gesellschaftlichen Normen und Gesetzen reguliert und (de-)legitimiert, ist in Bezug auf das Binnenverhältnis normativ aufgeladen mit Idealisierungen, attribuiert mit Tugenden und birgt dennoch Momente der Verzweiflung, Gewalt und Destruktion. Neben dieser offensichtlichen Sensibilität für das kindliche Wohlergehen sind in den Reflexionen J. H. Pestalozzis die Schattenseiten des frühen sozialpädagogischen Agierens zu erkennen.

Im Kontrast zu einer von Empathie und Zuneigung getragenen Grundhaltung Kindern gegenüber stehen seine Darlegungen über die Notwendigkeit der körperlichen Züchtigung. „Lieber Freund, der pädagogische Grundsatz, mit bloßen Worten sich des Geistes und des Herzens einer Schaar Kinder zu bemächtigen, und so den Eindruck körperlicher Strafen nicht zu bedürfen, ist freylich ausführbar bei glücklichen Kindern und in glücklichen Lagen; aber im Gemisch meiner ungleichen Bettelkinder, bey ihrem Alter, bey ihren eingewurzelten Gewohnheiten […] war der Eindruck körperlicher Strafen wesentlich, und die Sorge, dadurch das Vertrauen der Kinder zu verlieren, ist ganz unrichtig“ (Pestalozzi 1932: 18). Auch wenn J. H. Pestalozzi dem Grundsatz nach vielleicht eine Erziehung ohne körperliche Strafen befürwortet, so scheint es für ihn offensichtlich pädagogische Grenzfälle zu geben, in denen einfühlsame Worte und Erklärungen nichts mehr ausrichten können und in denen das körperliche Züchtigen die effektivste Methode zu sein scheint, Kinder zu erreichen. Die „eingewurzelten Gewohnheiten“ der vernachlässigten Kinder, „des Bettelns, des Heuchelns und aller Falschheit gewöhnt“ (Pestalozzi 1932: 5), erfordern nach J. H. Pestalozzi anscheinend körperliche, die kindliche Integrität verletzende Interventionen, denn wer „Tag und Nacht in ganz reinen Verhältnissen“ mit den Kindern lebe, könne durch solche „einzelne, seltene Handlungen“ nicht ihr Vertrauen verlieren. „Vater- und Mutterstrafen machen daher selten einen schlimmen Eindruck […]. Keine meiner Strafen erregte Starrsinn, ach, sie freuten sich, wenn ich ihnen einen Augenblick darauf die Hand bot, und sie wieder küsste. Wonnewohl zeigten sie mir, dass sie zufrieden, und über meine Ohrfeigen froh waren“ (Pestalozzi 1932: 18). Dass die Kinder möglicherweise seelisch verletzt sein könnten, existentiell von seiner Zuwendung abhängen, und sich deshalb wieder an ihn wendeten, reflektiert J. H. Pestalozzi nicht. Im Gegenteil, mögliche Einwände antizipierend, erklärt er dass „Ohrfeigen […] keinen bösen Eindruck auf meine Kinder machen konnten, weil ich den ganzen Tag mit meiner ganzen reinen Zuneigung unter ihnen stand, und mich ihnen aufopferte. Sie missdeuteten meine Handlungen nicht, weil sie mein Herz nicht mißkennen konnten, wohl aber die Eltern, Freunde, besuchende Fremde und Pädagogen“ (Pestalozzi 1932: 19).

Das sozialpädagogische Handeln scheint bis heute von dieser Haltung durchwebt zu sein, einerseits die kindliche Autonomie zu verstehen und anzuerkennen zu suchen, ohne sie in ihrem Subjektstatus im Kontext der familienbezogenen Sozialen Arbeit und der Hilfen zur Erziehung auch durchgehend zu adressieren (vgl. Alberth; Bühler-Niederberg; Eisentraut 2104; Retkowski; Schäuble; Thole 2011), und andererseits diese zu verletzen und zu beschädigen (vgl. Hafeneger 2011; Kappeler 2011; Andresen; Heitmeyer 2012), ohne situationsbezogen und durchgängig zu thematisieren, dass damit professionsethische Prämissen systematisch unterlaufen werden. Zwar geraten seit den 1920er Jahren in Deutschland die Umgangsweisen und Adressierungspraxen von Kindern in Familien und institutionellen Settings in den Fokus forschungsbasierter Überlegungen, aber erst am Ende der 1960er Jahre sind Beiträge erkennbar, die sich intensiv mit familialen Gewaltpraktiken gegen Kinder und den sozialpädagogischen Interventionsformen in Institutionen beschäftigen. Die damalige Feststellung von Reinhart Wolff (1975: 14), „neben dem Eintreten für Reformen, die den Kindern zu ihrem Recht auf Entfaltung, Schutz und Förderung verhelfen sollen, steht jedoch angesichts gesellschaftlicher Konflikte und wirtschaftlicher Schwierigkeiten der Versuch, Reformbemühungen zu bremsen, Kritik an den herkömmlichen Erziehungsformen und -strukturen abzuwehren, Autoritarismus gegenüber den Kindern zu legitimieren“, hat angesichts einer deutlichen Zunahme von Beiträgen zu Fragen des Kinderschutzes an Aktualität kaum verloren.

2 Neuformatierung des Schutzauftrages für Kinder und der sozialstaatlichen Arrangements

Nach einer kurzen Phase der diskursiven Ruhe zu Fragen des Kinderschutzes, die sich möglicherweise auch einer überzogenen Würdigung modernisierungsgeblendeter Hoffnungen verdankt, lassen sich in den letzten zwanzig Jahren fast schon zyklisch zu bezeichnende Wellen medialer Thematisierungen, politischer Initiativen und Gesetzesnovellen zum Thema Kinderschutz nachzeichnen. Die Kinder- und Jugendhilfe – insbesondere die Jugendämter – steht wiederkehrend im Fokus der öffentlichen und fachlichen Kritik, wenn Fälle bekannt werden, in denen Kinder trotz Beobachtung und Betreuung durch Fachkräfte Sozialer Arbeit zu Tode gekommen sind (vgl. u. a. Fegert; Ziegenhain; Fangerau 2010; Biesel 2014; Hildenbrand 2011; 2014). Im Kinder- und Jugendhilferecht wurde der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung durch das Gesetz zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe (KICK, geltend ab 1. Oktober 2005) und das Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG, geltend ab 1. Januar 2012) für die gesamte öffentliche Kinder- und Jugendhilfe konkretisiert. Mit den neu eingeführten §§ 8a und 8b SGB VIII sind nunmehr alle sozialpädagogischen Fachkräfte in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe verpflichtet, eine „Abschätzung des Gefährdungsrisikos” vorzunehmen. Über interprofessionelle Kooperationen sollen darüber hinaus auch nicht oder nicht primär sozialpädagogische Einrichtungen und Dienste, wie etwa Gesundheitsämter und Schulen, verstärkt in die Aufgabe des Kinderschutzes einbezogen werden. Eindrücklich zeigt sich die Ausweitung des Schutzauftrags in den „Frühen Hilfen“, mit denen Angebote und Maßnahmen zur Gesundheitsförderung gefasst werden, die sich an werdende Eltern beziehungsweise Eltern von Säuglingen richten. „Frühe Hilfen“ oder „soziale Frühwarnsysteme“ – so das Konzept von Modellprojekten in Nordrhein-Westfalen (vgl. Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen 2006) – sollen durch systematische Erfassung von Familien, die einem besonderen Risiko unterliegen und vermeintlich Schwierigkeiten signalisieren, ihr Leben selbstständig zu gestalten, und die Vernetzung der verschiedenen Hilfesysteme einen möglichst frühen Zugang zu Familien ermöglichen. „Frühe Hilfen tragen in der Arbeit mit den Familien dazu bei, dass Risiken für das Wohl und die Entwicklung des Kindes frühzeitig wahrgenommen und reduziert werden. Wenn die Hilfen nicht ausreichen, eine Gefährdung des Kindeswohls abzuwenden, sorgen Frühe Hilfen dafür, dass weitere Maßnahmen zum Schutz des Kindes ergriffen werden.“ (Thyen 2016: 13) Im Zuge dieser Fokussierung auf Früherkennung von familiärer Gewalt haben einzelne Bundesländer eine verpflichtende Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche ebenso durchgesetzt wie ein Sicherungssystem durch Einlade- und Meldevorgaben.

Insgesamt erfolgt im Zuge des Kinderschutzdiskurses und seiner sozialpolitischen Bearbeitung eine „Veröffentlichung“ privater Zusammenhänge, die „einen stärkeren amtlichen Zugriff auf Familie legitimieren und damit zugleich Verschiebungen im Verhältnis von öffentlicher und privater Sphäre aufzeigen beziehungsweise dieses mit Blick auf Zuständigkeiten normativ reformulieren” (Richter et al. 2009: 1). Die Fokussierung auf und zwingende Kontrolle von identifizierten „Risikofamilien“, d. h. von Bevölkerungsgruppen, die im Kontext der neuen, dauerhaften Exklusionsformen zu einem neuen Milieu der „Ausgeschlossen“ formiert wird, stehen unter der Prämisse einer neo-liberalen, neosozialen Rationalisierungspolitik. Die auch hierüber modellierte Steuerung und Ausrichtung des Kinderschutzes auf Kontrolle, Intervention und Risikomanagement löst dabei – weitestgehend ohne Proteste und soziale Gegeninitiativen – ein Paradigma ab, das eher darauf ausgerichtet war, Kindern, Jugendlichen und ihren Familien Hilfen zur Bewältigung von Lebens-, Erziehungskrisen und -herausforderungen zur Seite zu stellen sowie sozial-infrastrukturelle Bedingungen guten Aufwachsens und zur gesellschaftlichen Integration zu gewährleisten. Für Franz-Xaver Kaufmann (1997: 49) sind die Veränderungen motiviert durch die Diagnose eines Veralterns der bisherigen „wohlfahrtsstaatlichen Arrangements“. So zeige sich der Wohlfahrtsstaat vor dem Hintergrund einer langfristigen Änderung der Altersstruktur der Gesellschaft, des Vorhandenseins und einer zunehmenden Auflösung „familial begründete[r] Gegenseitigkeitsbeziehungen“ (Kaufmann 1997: 113), eines zunehmenden Machtverlustes des Nationalstaates sowie eines gesellschaftlichen Akzeptanzverlustes des Wohlfahrtsstaates in seiner bisherigen Verfasstheit als historisch überholt. Die Analyse der Transformationsprozesse adressiert bisher insbesondere die Ebene politischer Programmatiken. Im Rahmen einer solchen Analyse konstatiert Thomas Olk (2009: 23) aus einer wohlfahrtsstaatstheoretischen Perspektive, dass der „, neue […] Typ’ sozialpolitischer Strategien“ im Unterschied zum ‚alten‘ auf die „Förderung wirtschaftlichen Wachstums“ abziele. Um dieses Ziel zu erreichen, versuche der „neue Typ“ auch die „produktiven Potentiale“ der Bevölkerung zu mobilisieren und zu aktivieren. Mit dem Ziel verbunden sei die Aufhebung der ehemals „klaren Abgrenzungen zwischen Sozialpolitik einerseits und Wirtschaftspolitik anderseits“. Entsprechend gehe es darum, „auf dem Weg der Durchsetzung von Verhaltensanforderungen wie Eigenverantwortung, Lern- und Anpassungsbereitschaft sowie Übernahme von Verantwortung für das Gemeinwohl, die Menschen in die Lage zu versetzten, ihre Inklusion in die Gesellschaft selbst zu organisieren“ (Olk 2009: 23). In der Konsequenz trete an „die Stelle einer materiellen Gleichheitsidee […] die Forderung nach Chancengleichheit.“ Entsprechend werde Freiheit auch nicht mehr „als ‚Freiheit von materieller Not’, sondern vielmehr als Handlungsautonomie und Freiheit zur Risikoübernahme und zum selbst-gesteuerten Handeln auf unsicheren Märkten uminterpretiert“ (Olk 2009: 25).

Die Transformationsprozesse von einer am Solidaritätsprinzip orientierten, Risiken und Lebensphasen abfedernden Wohlfahrtsgesellschaft hin zu einem in weiten Teilen privatisierten, an die Rationalitäten des kapitalistischen Marktes neu angepassten Sozialstaat stellen insgesamt die sozialen Architekturen in den westeuropäischen Gesellschaften zur Disposition. Wie abgekoppelt von diesen Überlegungen erfahren Modelle ökonomischer Qualitätsentwicklung und Organisationsmodernisierung Beachtung, hofiert wohl auch in der Hoffnung, grundlegende Konflikte, inhaltliche und organisatorische Unzulänglichkeiten aufzuknoten und die allgemeinen Handlungskompetenzen über neue Qualitätsstandards, Kennziffern, Produktbeschreibungen, output-gesteuerte Zielformulierungen und -überprüfungen, Flussdiagramme und geschickte Managementtechniken zu qualifizieren. Ignoriert bleibt, dass Verfahren der Verwaltungsmodernisierung primär ökonomischen, effizienz- und effektivitätsgesteuerten Rationalisierungsstrategien folgen und kasuistische, rekonstruktive Verfahren der Fallbearbeitung noch deutlicher als zuvor ins Abseits schieben. Markant drückt sich diese Tendenz in der Implementierung und wissenschaftlichen Goutierung evidenzbasierter respektive standardisierter methodischer Modelle in der Bearbeitung auch von Fällen des Kinderschutzes aus (vgl. u. a. Bastian; Schrödter 2015; James 2015). Dass die Versprechen standardisierter, effizienzgesteuerter, auch von ökonomischen Erwägungen getragener Modelle zur Organisationsentwicklung und Verwaltungsmodernisierung auf wackeligen Füßen stehen, scheint unbeachtet zu bleiben, denn weder die Effizienz und Effektivität der herangezogenen Maximen noch die generelle Übertragbarkeit der in anderen Zusammenhängen entwickelten Verfahren auf den Sektor Soziale Arbeit konnte bisher ausreichend empirisch nachgewiesen werden. Dass sich jedoch über die Praktizierung von schlichten, keineswegs durchgängig klug modellierten Rationalisierungsstrategien auch die Ziele und normativen Standards, ethischen Grundprämissen und Handlungsintentionen der Sozialen Arbeit verschieben, bleibt nicht nur weitestgehend unbeleuchtet, sondern die Praktiker_innen selbst zeigen durchaus Sympathie für derartige Strategien und fördern diese auch unter Umgehung der von ihnen zuvor selbst formulierten Kritik (vgl. Herrmann 2016). Der Umgang mit Ungewissheit scheint sich im Zuge der Entdeckung einer neuen „Lust auf Gewissheit“ in der Etablierung von neuen Rationalitäten zu manifestieren.

3 Fälle und Praxen des Kinderschutzes – zu den Beiträgen

Die Erinnerungen an die immer schon kontroverse Perspektive auf die Herausbildung moderner Kindheit und die sozialpädagogische Adressierung von Kindern sowohl als handlungsfähige Subjekte wie auch als zu erziehende Objekte durch pädagogische Programmatiken und Praktiken sowie die gesellschaftstheoretischen Hinweise auf jüngere wohlfahrtsstaatliche Transformationsprozesse beanspruchen keineswegs, die in dem Schwerpunkt dieser Ausgabe der Zeitschrift „Sozialer Sinn“ publizierten Beiträge mit dieser Analyse zu vereinnahmen – was sie zudem auch gar nicht könnten, denn die Autor_innen sind letztendlich für die Argumentationsfiguren ihrer Beiträge selbst verantwortlich. Gleichwohl ist darauf zu verweisen, dass die mikroskopischen, rekonstruktiven empirischen Aufklärungen von aktuellen Kinderschutzfällen und Praktiken im Kinderschutz sich ebenso gesellschaftlichen Veränderungsprozessen und sozialstaatlichen Programmatiken verdanken, wie auch die professionellen, handlungspraktischen Blockaden und Praxen die Suspendierung kasuistischer Perspektiven grundieren.

Die Beiträge des vorliegenden Themenschwerpunktes haben gemein, dass sie auf der Basis qualitativ-rekonstruktiver Forschungszugänge jeweils spezifische Praktiken und Praxen der professionellen Bearbeitung von als Kindeswohlgefährdung markierten Fällen respektive darüber motivierte Fragestellungen aufgreifen und untersuchen. Der Fokus der Analysen in den Beiträgen richtet sich sowohl auf theoretische Konzeptionen und Bedingungen gelingenden Kinderschutzes als auch sinnverstehend und hermeneutisch auf das situative, deutende und kooperative Handeln der Akteur_innen im Kinderschutz.

Nina Thieme beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit multiprofessionellen Kooperationen im Kinderschutz innerhalb der Institution Schule. Sie konstatiert, dass trotz breiten Konsenses über die Einbindung der Institution Schule in notwendigerweise kooperative Prozesse des Schutzes von Kindern, eine wissenschaftliche Betrachtung dieser Praktiken und Praxen gemeinsamer Arbeit von schul- und sozialpädagogischen Fachkräften bisher kaum Beachtung gefunden hat. N. Thiemes Beitrag „Zur (De-)Konstruktion von Dringlichkeit” nimmt sich dieser empirischen Fehlstelle an, indem sie eine gemeinsame Fallbesprechung von Lehrer_innen und einer Sozialpädagogin eines Falles im Kontext von Kindeswohlgefährdung rekonstruiert. Dabei beschreibt sie unterschiedliche Perspektiven und Sichtweisen und arbeitet deren zugrundeliegenden divergierenden Strukturlogiken der Institutionen Schule und Kinder- und Jugendhilfe heraus, die sich in Form verschiedener Praktiken der Herstellung und Deutung von Dringlichkeit im Fall „Anne” manifestieren.

Bruno Hildenbrand untersucht in seinem Beitrag „Verstehen und Verständigung” wie sich sozialpädagogische Fachkräfte des Jugendamtes Fälle aneignen, wie sie deren Strukturen aufschlüsseln und welche Prozesse des Verstehens und der Verständigung deren Interventionen vorausgehen. Anhand der theoretischen Grundlegung der Konzepte „Verstehen”, „Verständigung” und „Rahmung” verdeutlicht B. Hildenbrand anhand zweier maximal kontrastierender Fallbeispiele unterschiedliche Herangehensweisen, Verstehens- und Verständigungsprozesse in der amtlichen Kinderschutzpraxis.

Tobias Franzheld nähert sich in seinem Beitrag „Verdacht als theoretische Reflexion und analytische Konzeption der Kinderschutzforschung” dem Konzept der „Verdachtsarbeit” an und schlüsselt dessen Relevanz für die Praxis und für den Zugriff im Rahmen einer „feldsensible[n] und praxisorientierte[n]” Forschung zum Kinderschutz auf. Auf der Grundlage einer protosoziologischen Betrachtung untersucht er dabei zunächst die Implikationen einer verdachtsorientierten Vorgehensweise und ermöglicht dadurch eine vergleichende Analyse der konzeptionellen Einbindung und praktischen Ausgestaltung der Verdachtsorientierung in verschiedenen beruflichen Praxen im Feld des Kinderschutzes.

Michael Wutzler stellt in seinem Beitrag „Falldynamiken im Kinderschutz“ die Bedeutung von Falldynamiken als eigenständige Strukturierungsebene in Fällen von (vermuteter) Kindeswohlgefährdung heraus. Am Fallverlauf der Geschwister „Levi, Alva und Annika“ zeichnet M. Wutzler die Phasen in der Kooperation zwischen der Familie und dem zuständigen Jugendamt nach, die jeweils durch neue Ambivalenzen und Aushandlungsprozesse getragen sind. Erst in dem dynamischen Zusammenspiel der (Rück-)Gewinnung von Gestaltungsmöglichkeiten der Familie und einer situativen, kontext- und fallsensiblen Familienarbeit des Jugendamts, so die These in diesem Beitrag, wird ein professioneller Umgang mit Gefährdungslagen möglich.

Svenja Marks und Julian Sehmer setzen sich in ihrem Beitrag „Familiale Autonomie im Kinderschutz – Rekonstruktion einer Einschätzung des Jugendamts zur Intervention und Prävention in einem Fall von Kindeswohlgefährdung” im Sinne einer qualitativ-rekonstruktiven Einzelfallstudie mit Praktiken der Gefährdungseinschätzung und Interventionsplanung in einem Fall von Kindeswohlgefährdung auseinander. In den Rekonstruktionen sowohl der Familiendynamik im Fall „Isabelle“ als auch der Positionierungen des professionellen Helfersystems werden Erkenntnisse zu den allgemeinen Strukturbedingungen, wie etwa Elternwerdung oder der doppelten Einbindung des Jugendamts, als auch Spezifika in der familialen und jugendamtlichen Bewältigung des kinderschutzrelevanten Vorfalls deutlich.

Die in diesem Schwerpunkt der Zeitschrift „Sozialer Sinn“ publizierten Beiträge werden das Wissen zu den Praxen der Fallbearbeitung im Kinderschutz bereichern. Von einer empirischen Sättigung der wissenschaftlichen Untersuchung des Kinderschutzes ist der gegenwärtige Kinderschutzdiskurs allerdings noch weit entfernt. Weitere empirische Erkenntnisse zu den Perspektiven der Adressat_innen auf sozialpädagogische Interventionen, zu Kooperationsmodalitäten in multiprofessionellen Kontexten, zur Bedeutung von Wissen und Können im sozialpädagogischen Notfall- und Kriseninterventionshandeln, zur sozialpolitischen Rezeption und Wirkung fachpolitischer Kinderschutzdiskurse, zu Praktiken des Einsatzes von Diagnostik und Fallverstehen stehen noch aus.

Literatur

  • Alberth, L.; Bühler-Niederberger, D.; Eisentraut, S. (2014): Wo bleiben die Kinder im Kinderschutz? Die Logik der Intervention bei Sozialarbeitern, Ärzten und Hebammen, in: Bühler-Niederberger, D.; Alberth, L.; Eisentraut, S. (Hrsg.): Kinderschutz. Wie kindzentriert sind Programme, Praktiken, Perspektiven? Weinheim und Basel, 26-60. Google Scholar

  • Andresen, S.; Heitmeyer, W. (Hrsg.) (2012): Zerstörerische Vorgänge. Missachtung und sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in Institutionen, Weinheim und Basel. Google Scholar

  • Aries, P. (1975): Geschichte der Kindheit, München. Google Scholar

  • Bastian, P.; Schrödter, M. (2015): Fachliche Einschätzung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung, in: Neue Praxis, 45 (3), 224-242. Google Scholar

  • Bauer, P.; Wiezorek, C. (2017): Familienbilder zwischen Kontinuität und Wandel. Einleitende Bemerkungen, in: Dies. (Hrsg.): Familienbilder zwischen Kontinuität und Wandel. Analysen zur (sozial-)pädagogischen Bezugnahme auf Familie, Weinheim, 7-23. Google Scholar

  • Beck, U. (2008): Weltrisikogesellschaft. Auf der Suche nach der verlorenen Sicherheit, Frankfurt am Main.Google Scholar

  • Bertram, H.; Bertram, B. (2009): Familie, Sozialisation und die Zukunft der Kinder, Opladen und Farmington Hills. Google Scholar

  • Biesel, K. (2014): Wenn Jugendämter scheitern, Bielefeld. Google Scholar

  • Bude, H.; Willisch, A. (Hrsg.) (2008): Exklusion. Die Debatte über die „Überflüssigen“, Frankfurt am Main.Google Scholar

  • deMause, L. (1980): Hört ihr die Kinder weinen. Eine psychogenetische Geschichte der Kindheit, Frankfurt am Main. Google Scholar

  • Ecarius, J. (Hrsg.) (2007): Handbuch Familie, Wiesbaden. Google Scholar

  • Fegert, J. M.; Ziegenhain, U.; Fangerau, H. (2010): Problematische Kinderschutzverläufe. Mediale Skandalisierung, fachliche Fehleranalyse und Strategien zur Verbesserung des Kinderschutzes, Weinheim. Google Scholar

  • Hafeneger, B. (2013): Beschimpfen, bloßstellen, erniedrigen. Beschämung in der Pädagogik, Frankfurt am Main. Google Scholar

  • Heite, C. (2011): Professionalität im Post-Wohlfahrtsstaat. Zur aktivierungspolitischen Reformulierung Sozialer Arbeit, in: Böllert, K. (Hrsg.): Soziale Arbeit als Wohlfahrtsproduktion, Wiesbaden, 107-123.Google Scholar

  • Herrmann, C. (2016): Thematisierungsweisen guter Arbeit. Eine empirische Untersuchung im Feld der Kinder- und Jugendwohngruppenarbeit, Wiesbaden. Google Scholar

  • Hildenbrand B. (2011): Welches sind günstige Rahmenbedingungen für die ersten Jahre des Aufwachsens? Wie können diese in Einrichtungen öffentlicher Sozialisation gefördert werden? Überlegungen auf der Grundlage eines laufenden Forschungsprojekts, in: Robert G.; Pfeifer K.; Drößler T. (Hrsg.) Aufwachsen in Dialog und sozialer Verantwortung, Wiesbaden, 21-47. Google Scholar

  • Hildenbrand B. (2014): Das KJHG und der Kinderschutz: Eine verpasste Professionalisierungschance der Sozialpädagogik, in: Bütow B.; Pomey M.; Rutschmann M.; Schär C.; Studer T. (Hrsg.) Sozialpädagogik zwischen Staat und Familie, Wiesbaden, 175-202. Google Scholar

  • Hill, P. B.; Kopp, J. (2013): Familiensoziologie. Grundlagen und theoretische Perspektiven, Wiesbaden. Google Scholar

  • Honig, M.-S. (1999): Entwurf einer Theorie der Kindheit, Frankfurt am Main. Google Scholar

  • James, S. (2015): ‚Inside the Belly of the Beast‘ – Möglichkeiten und Grenzen der Evidenzbasierten Praxis, in: Borrmann, S.; Thiessen, B. (Hrsg.): Wirkungen Sozialer Arbeit. Potentiale und Grenzen der Evidenzbasierung für Profession und Disziplin, Opladen, 143-160. Google Scholar

  • Kappeler, M. (2011): Anvertraut und ausgeliefert. Sexuelle Gewalt in pädagogischen Einrichtungen, Berlin. Google Scholar

  • Kaufmann, F.-X. (1997): Herausforderungen des Sozialstaates, Frankfurt am Main. Google Scholar

  • Lutz, T. (2010): Soziale Arbeit im Kontrolldiskurs. Jugendhilfe und ihre Akteure in postwohlfahrtstaatlichen Gesellschaften, Wiesbaden.Google Scholar

  • Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein- Westfalen (Hrsg.) (2006): Soziale Frühwarnsysteme. Frühe Hilfen für Familien. Arbeitshilfe zum Aufbau und zur Weiterentwicklung lokaler sozialer Frühwarnsysteme, Münster. Google Scholar

  • Nave-Herz, R. (2013): Stichwort Familie(n), in: Kreft, D.; Mielenz, I. (Hrsg.): Wörterbuch Soziale Arbeit. Aufgaben, Praxisfelder, Begriffe und Methoden der Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Weinheim, 284-287. Google Scholar

  • Olk, Th. (2009): Transformationen im deutschen Sozialstaatsmodell. Der „Sozialinvestitionsstaat“ und seine Auswirkungen auf die Soziale Arbeit, in: Kessl, F.; Otto, H.-U. (Hrsg.): Soziale Arbeit ohne Wohlfahrtsstaat? Wiesbaden, 23-33. Google Scholar

  • Pestalozzi, J. H. (1932 [1799]): Sämtliche Werke. Band 13, Berlin und Leipzig. Google Scholar

  • Pestalozzi, J. H. (1935 [1780]): Die Abendstunde eines Einsiedlers, Zürich.Google Scholar

  • Pestalozzi, J. H. (1783): Über Gesetzgebung und Kindermord, Frankfurt am Main. Google Scholar

  • Pestalozzi, J. H. (um 1925 [o. J.]): Mutter und Kind. Eine Abhandlung in Briefen über die Erziehung kleiner Kinder, Zürich und Leipzig. Google Scholar

  • Retkowski, A.; Schäuble, B.; Thole, W. (2011): „Diese Familie braucht mehr Druck …“ Praxismuster im Allgemeinen Sozialen Dienst – Rekonstruktion der Bearbeitung eines Kinderschutzfalles, in: Neue Praxis, 41 (5), 485-504. Google Scholar

  • Richter, M.; Beckmann, C.; Otto, H.-U.; Schrödter, M. (2009): Neue Familialität als Herausforderung der Jugendhilfe, in: Neue Praxis, Sonderheft 9, 1-15. Google Scholar

  • Statistik der Bundesagentur für Arbeit (Hrsg.) (2017): Tabellen: Kinder in Bedarfsgemeinschaften, April 2017, Nürnberg.Google Scholar

  • Steinbach, A.; Hennig, M.; Arránz Becker, O. (Hrsg.) (2014): Familie im Fokus der Wissenschaft, Wiesbaden. Google Scholar

  • Steinert, H. (2000): Die Diagnostik der Überflüssigen, in: Mittelweg 36, 9 (5), 9-25.Google Scholar

  • Thole, W.; Baader, M.; Helsper, W.; Kappeler, M.; Leuzinger-Bohleber, M.; Reh, S.; Sielert, U.; Thompson, C. (Hrsg.) (2012): Sexualisierte Gewalt, Macht und Pädagogik, Opladen, Berlin und Toronto. Google Scholar

  • Thole, W.; Retkowski, A.; Schäuble, B. (Hrsg.) (2012): Sorgende Arrangements. Kinderschutz zwischen Organisation und Familie, Wiesbaden. Google Scholar

  • Thyen, U. (2016): Leitbild frühe Hilfen. Beitrag des NZFH-Beirats, Köln. Google Scholar

  • Wensierski, P. (2006): Schläge im Namen des Herrn. Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik, München. Google Scholar

  • Winkler, M. (2012): Erziehung in der Familie. Innenansichten des pädagogischen Alltags, Stuttgart. Google Scholar

  • Wolff, R. (1975): Kindesmißhandlung und ihre Ursachen, in: Arbeitsgruppe Kinderschutz (Hrsg.): Gewalt gegen Kinder, Reinbek bei Hamburg. Google Scholar

  • Wolff, R.; Flick, U.; Ackermann, T.; Biesel, K.; Heinitz, S.; Patschke, M.; Röhnsch, G. (2013): Aus Fehlern lernen – Qualitätsmanagement im Kinderschutz, Opladen. Google Scholar

  • Ziegler, H. (2009): Neugestaltung des Sozialen. Wie soziale Zusammenhänge für die Zukunft gestaltet und reguliert werden (sollten), in Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren (Hrsg.): Die Jugend(hilfe) von heute – Helfen mit Risiko, Köln, 259-282.Google Scholar

About the article

Published Online: 2017-10-27

Published in Print: 2017-10-26


Citation Information: Sozialer Sinn, Volume 18, Issue 2, Pages 167–178, ISSN (Online) 2366-0228, ISSN (Print) 1439-9326, DOI: https://doi.org/10.1515/sosi-2017-0008.

Export Citation

© 2017 Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston. Copyright Clearance Center

Comments (0)

Please log in or register to comment.
Log in