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Zeitschrift für Antikes Christentum / Journal of Ancient Christianity

Ed. by Brennecke, Hanns Christof / Drecoll, Volker Henning / Heil, Uta / Markschies, Christoph

Together with Elm, Susanna / Gemeinhardt, Peter / Meier, Mischa / Perrone, Lorenzo / Pollmann, Karla / Riedweg, Christoph / Schöllgen, Georg / Williams, Rowan / Wischmeyer, Wolfgang

3 Issues per year


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1612-961X
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Volume 10, Issue 1 (Oct 2006)

Issues

Arius Reconsidered (Part 2)

Winrich Löhr
  • Universität Hamburg, FB Evangelische Theologie, Sedanstr. 19, 20146 Hamburg, Deutschland/Germany.
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Published Online: 2007-02-19 | DOI: https://doi.org/10.1515/ZAC.2006.010

Zusammenfassung

Der Artikel unternimmt eine umfassende Neuinterpretation der Karriere und Lehre des alexandrinischen Presbyters Arius. Der erste Abschnitt behandelt ausgewählte Aspekte der Biographie des Arius: Im Hinblick auf seine angebliche Verbindung zu den Melitianern werden zusätzliche Argumente für die Position Annick Martins angeführt, die eine solche Verbindung bestreitet. Freilich halte ich es für möglich, daß Arius – wie u.a. Eusebius von Nikomedien – ein Schüler des christlichen Lehrers und Märtyrers Lukian von Antiochien war. Dann wird im zweiten Abschnitt die relative Chronologie des arianischen Streites vor dem Konzil von Nicaea behandelt; einige der Argumente von Rowan Williams für eine revidierte Chronologie werden einer Kritik unterzogen. Der dritte Abschnitt versucht eine Neuprofilierung der Theologie des Arius; die wenigen erhaltenen Quellen werden analysiert. Ein knapper Vergleich mit anderen (sowohl christlichen als auch heidnischen) Theologien der Antike indiziert einen bestimmten intellektuellen Kontext als auch eine besondere Positionierung innerhalb dieses Kontextes. Arius formuliert eine anspruchsvolle Version der negativen Theologie, welche die intellektualistische Agenda spätantiker Philosophie zugleich bestätigt und negiert. Gott wird als absolut transzendent ausgesagt, aber die philosophische Idee totaler Transparenz im Wissen um Gott und das eigene Selbst wird explizit aufgegeben. Das neue Programm des Theologen/Philosophen besteht nunmehr darin, den transzendenten Gott in seiner Sprache zu preisen und anzubeten, die dessen Geheimnis umschreibt ohne es preiszugeben. Wie andere spätantike christliche Intellektuelle (z.B. Augustin oder Pelagius) setzt Arius innerhalb des breiten Rahmens antiker Religionsphilosophie an, nur um dessen Grenzen in einem kontrollierten Versuch auszutesten.

About the article

Published Online: 2007-02-19

Published in Print: 2006-10-01


Citation Information: Zeitschrift für Antikes Christentum, ISSN (Online) 1612-961X, ISSN (Print) 0949-9571, DOI: https://doi.org/10.1515/ZAC.2006.010.

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Albrecht Berger and Sonja Güntner
Byzantinische Zeitschrift, 2007, Volume 100, Number 1

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