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Zeitschrift für Staats- und Europawissenschaften

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The Constitutional Convention in Austria: A Parallel Campaign with Ambivalent Results

Peter Gerlich
Online erschienen: 27.07.2005 | DOI: https://doi.org/10.1515/zfse.2005.3.1.52

Abstract

In view of the positive experiences with the EU Convention, the political parties in Austria agreed in 2003 to install a similar body for drafting a new Constitution. In contrast to its European predecessor, the Austrian Convention could not present one single document in its final report of February 2005. Besides that, the two reform processes differed in several other respects. Although Austrian newspapers reported more extensively on the EU’s “Constitutiongiving” than on the national Convention’s proceedings, the domestic reform debate has still been characterised by an “illusion of nation-state autonomy”. Regarding the main tasks of constitutional reform – clarification, adaptation and innovation –, the Austrian Convention has met with only modest results. It seems more than uncertain that the Parliament will decide upon a new Constitution on that basis.

Abstract

Angesichts der positiven Erfahrungen mit dem „EU-Verfassungskonvent“ beschlossen die politischen Parteien in Österreich 2003 die Einsetzung eines ähnlichen Gremiums, das eine neue Verfassung ausarbeiten sollte. Anders als sein europäisches Vorbild legte der „Österreich- Konvent“ allerdings in seinem Endbericht vom Februar 2005 keinen einheitlichen Entwurf vor. Auch sonst überwogen die Unterschiede zwischen beiden Reformprozessen. Obwohl in der österreichischen Presseberichterstattung die europäische „Verfassungsgebung“ ausführlicher behandelt wurde als die Arbeiten des nationalen Konvents, ist die innenpolitische Reformdebatte nach wie vor von der Illusion nationalstaatlicher Autonomie geprägt. Mit Blick auf die zentralen Ziele der Verfassungsreform – Vereinfachung, Anpassung und Innovation – nehmen sich die Vorschläge des „Österreich-Konvents“ eher bescheiden aus. Dass das Parlament auf dieser Basis eine neue Verfassung verabschieden wird, erscheint mehr als zweifelhaft.

Artikelinformationen

Online erschienen: 27.07.2005

Erschienen im Druck: 20.04.2005


Quellenangabe: Zeitschrift für Staats- und Europawissenschaften, Band 3, Heft 1, Seiten 52–69, ISSN (Online) 1612-7013, ISSN (Print) 1610-7780, DOI: https://doi.org/10.1515/zfse.2005.3.1.52.

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[1]
Arthur Benz and César Colino
Regional & Federal Studies, 2011, Jahrgang 21, Nummer 4-5, Seite 381
[2]
Florian Grotz and Klaus Poier
Zeitschrift für Vergleichende Politikwissenschaft, 2010, Jahrgang 4, Nummer 2, Seite 233

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