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Zeitschrift für Soziologie

Ed. by Diehl, Claudia / Kalthoff, Herbert / Otte, Gunnar / Schnabel, Annette / Schützeichel, Rainer

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2366-0325
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Volume 26, Issue 1

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Ex-ante Hypothesen in der Qualitativen Sozialforschung: zwischen „fehl am Platz“ und „unverzichtbar“

Werner Meinefeld
Published Online: 2016-05-20 | DOI: https://doi.org/10.1515/zfsoz-1997-0102

Zusammenfassung

Die Verwendung von ex-ante-Hypothesen ist in der methodologischen Diskussion umstritten: während sie in der quantitativen Methodologie für eine theoriegeleitete Forschung für unverzichtbar gehalten wird, lehnen qualitative Methodologen sie ab, da sie die Gefahr mit sich bringe, dem spezifischen Gegenstandsbereich vor-fixierte theoretische Deutungsmuster zu oktroyieren. Mit der - wissenschaftshistorisch zu erklärenden - prinzipiellen Ablehnung von ex-ante-Hypothesen hat sich die qualitative Methodologie aber nicht nur den Zugang zu einer systematischen Auseinandersetzung mit dem Problem der Kontrolle des Vorwissens verstellt (und läuft damit Gefahr, den Anschluß an die erkenntnistheoretische Diskussion zu verlieren), sie muß auch unerwünschte Folgen in der Entfaltung ihrer eigenen Position in Kauf nehmen. Im vorliegenden Beitrag wird daher für eine Öffnung auch der qualitativen Sozialforschung für ex-ante-Hypothesen plädiert, wobei sowohl dem Ziel zu entsprechen ist, die Erfassung der Deutungsmuster der Handelnden nicht zu präformieren, als auch der Notwendigkeit, das Vorwissen des Forschers in systematischer Weise in den Forschungsprozeß einzubeziehen. Eine solche Position ist mit den theoretischen und den methodologischen Grundlagen einer interpretativen Soziologie besser vereinbar als die bisherige pauschale Ablehnung, und sie entspricht auch eher den Erfordernissen der Forschungspraxis.

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Published Online: 2016-05-20

Published in Print: 1997-02-01


Citation Information: Zeitschrift für Soziologie, Volume 26, Issue 1, Pages 22–34, ISSN (Online) 2366-0325, ISSN (Print) 0340-1804, DOI: https://doi.org/10.1515/zfsoz-1997-0102.

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© 1997 by Lucius & Lucius, Stuttgart.

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