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Zeitschrift für Naturforschung A

A Journal of Physical Sciences

Editor-in-Chief: Holthaus, Martin

Editorial Board: Fetecau, Corina / Kiefer, Claus


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ISSN
1865-7109
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Volume 18, Issue 2

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Reaktion und Reaktionsgleichgewicht beim Polyvinylalkohol-Cu˙˙-Muskel

W. Kuhn / I. Toth
Published Online: 2014-06-02 | DOI: https://doi.org/10.1515/zna-1963-0202

Bei Zugabe von Cu˙˙-Salzen zu verdünnten wäßrigen Lösungen von Polyvinylalkohol bildet sich eine Komplexverbindung.

Die Bildung des Komplexes ist mit dem Auftreten eines Absorptionsmaximums bei λ = 2600 Å verbunden. Dies gestattet, die Gleichgewichtskonstante der Reaktion und insbesondere die pH-Abhängigkeit des Gleichgewichts durch Messung der Lichtabsorption mit Hilfe eines UV-Spektrometers festzustellen. Auf Grund der beobachteten pH-Abhängigkeit ergibt sich als Reaktionsgleichung die Beziehung

Dieser Reaktionsgleichung gemäß werden bei der Reaktion eines Cu˙˙ mit in Wasser gelöstem Polyvinylalkohol 2 Gruppen zu einer, ein gemeinsames Cu enthaltenden Gruppierung vereinigt, so daß zwei ursprünglich getrennte Gruppierungen - CH (OH) · CH2 · CH (OH) - miteinander valenzmäßig verbunden werden. In verdünnter Lösung von Polyvinylalkohol wird damit eine Ringbildung oder Selbstvernetzung einzelner Makromoleküle, in konzentrierter Lösung eine Fremdvernetzung unter Gelbildung, in einer gequollenen Polyvinylalkoholfolie eine Kontraktion der Folie durch Bildung zusätzlicher Vernetzungspunkte herbeigeführt. Die Selbstvernetzung in hoch verdünnter und die Fremdvernetzung in konzentrierter Polyvinylalkohollösung kann durch Messung der Viskositätsänderung festgestellt und (im Falle der hoch verdünnten Lösung) quantitativ interpretiert werden.

Die in einer anderen Arbeit festgestellte Tatsache, daß beim mechanischen Dehnen einer teilweise kontrahierten, mit dem Einbettungsmedium in Berührung stehenden Polyvinylalkoholfolie eine Abgabe von Cu˙˙ ans Einbettungsmedium, also eine Verschiebung des Komplexbildungsgleichgewichts, stattfindet (teinochemische Beziehung), wird in einfacher Weise verständlich gemacht. Sie ergibt sich aus dem Massenwirkungsgesetz und der experimentellen Tatsache einer Lösungsmittelaufnahme des Gels beim mechanischen Dehnen.

About the article

Received: 1962-10-20

Published Online: 2014-06-02

Published in Print: 1963-02-01


Citation Information: Zeitschrift für Naturforschung A, Volume 18, Issue 2, Pages 112–118, ISSN (Online) 1865-7109, ISSN (Print) 0932-0784, DOI: https://doi.org/10.1515/zna-1963-0202.

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© 1946 – 2014: Verlag der Zeitschrift für Naturforschung. This work is licensed under the Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 3.0 License. BY-NC-ND 3.0

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