Ursula Peters, Dynastengeschichte und Verwandtschaftsbilder. Die Adelsfamilie in der volkssprachigen Literatur des Mittelalters. 1999

Beate Kellner 1
  • 1 Universität Göttingen, Seminar für Deutsche Philologie, Käte-Hamburger-Weg 3, D-37073 Göttingen. bkellne@gwdg.de

Die Bedeutung des Genealogischen in Mittelalter und Früher Neuzeit wurde in der rezenten mediävistischen Forschung wiederholt und aus dem Blickwinkel verschiedener Disziplinen betont. Wissensgeschichtlich läßt sich Genealogie danach als zentrale mittelalterliche und frühneuzeitliche Denkform beschreiben, als universales Wissensmodell, das der Strukturierung und Ordnung verschiedenster Phänomenfelder zugrundeliegt. Zugleich stellt das Genealogische ein gewichtiges Machtdispositiv dar, denn über die mit langen Ahnenreihen verbundenen Vorstellungen von hohem Alter, Kontinuität und Ansehen ließen sich politische Ansprüche der Geschlechter für Gegenwart und Zukunft aus einer nach den jeweiligen Erfordernissen genealogisch modellierbaren Vergangenheit heraus erheben.

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