Claudia Brinker-von der Heyde, Geliebte Mütter – Mütterliche Geliebte. Rolleninszenierungen in höfischen Romanen. 1996

Almut Suerbaum 1
  • 1 University of Oxford, Somerville College, GB-Oxford OX2 6HD. almut.suerbaum@some.ox.ac.uk

Wenn man dieser Züricher Habilitationsschrift etwas vorwerfen kann, so vielleicht, daß sie den falschen Titel trägt. Letztlich nämlich handelt es sich, auch wenn andere Texte ausführlich in den Blick genommen werden, im Kern um eine Studie zu Wolframs Parzival. Emotionale Mütterlichkeit, so der Ausgangspunkt der Überlegungen, wird auch in neuesten Arbeiten nur unzureichend von biologischer Mutterschaft differenziert. Auch mediävistische Beschäftigung mit dem Thema habe entweder, wie Philippe Ariès, pauschal dem Mittelalter jeden Begriff von Mutterliebe abgesprochen oder aber sich der „Suche nach dem Phantom naturhafter Mütterlichkeit“ (S. 23) verschrieben. Dagegen setzt es sich Brinker-von der Heyde zum Ziel, die Rolle und Funktion der Mutterfiguren in den höfischen Romanen des 13. Jahrhunderts „im Kontext des damaligen Wissens zur Zeugung, Geburt und Erziehung sowie der Mutterbilder, die zur Verfügung standen,“ (S. 23) zu analysieren.

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