Caroline Pross, Kunstfeste. Drama, Politik und Öffentlichkeit in der Romantik. 2001

Claudia Stockinger 1
  • 1 Universität Göttingen, Seminar für Deutsche Philologie, Käte-Hamburger-Weg 3, D-37073 Göttingen. cstocki@gwdg.de

In Anlehnung an Benedict Andersons Theorem der „vorgestellten Gemeinschaften“ (S. 7, Anm. 1) richtet die Münchner Dissertation (2000) das Augenmerk auf die Begründungen und Formen von Gemeinschaftsbildung in der literarischen Romantik. Die Arbeit geht den „Verfahrensweisen und Bedingungen“ nach, „unter denen im Deutschland des ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhunderts Organisationsformen wie bürgerliche Gesellschaft, Volk oder Nation […] ins Werk gesetzt werden und mit welchen symbolischen und schließlich auch literarischen Verfahren an deren Plausibilisierung gearbeitet wird“ (S. 9). Diese Fragestellung verbindet das zeitgenössische poetologische Selbstverständnis mit der Aufwertung einer Gattung, die in der Forschung bislang weitgehend vernachlässigt wurde, für die literarische Realisation romantischer Synthesetheorien gleichwohl zentral ist: mit dem Drama (als Fest), das demnach „Verbreitung und Umsetzung“ der „romantische[n] Entwürfe von Vergemeinschaftung“ leisten soll (S. 12).

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