Alexander Honold, Nach Olympia. Hölderlin und die Erfindung der Antike. 2002

Michael Franz 1
  • 1 Universität Bremen, Studiengang Philosophie, Enrique-Schmidt-Straße, D-28334 Bremen. mfranz@uni-bremen.de

Das Buch besteht aus einer einleitenden Betrachtung und drei Essays, die zur Not auch unabhängig voneinander gelesen werden könnten und sich mit drei Themenkomplexen beschäftigen: mit den Anfängen der archäologischen Erforschung des antiken Olympia („Olympia als Archäologie“), dem Beginn einer auch auf das antike Ideal bezogenen Körperkultur im Deutschland des frühen 19. Jahrhunderts („Olympia als Pädagogik“) und schließlich mit der Begründung der Tradition neuzeitlicher olympischer Spiele in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts („Olympia als Stiftung“). Für alle drei Bewegungen sieht der Verfasser Hölderlin als eine Gründungsfigur, die dadurch allerdings auch verantwortlich gemacht werden kann für die Folgekosten: die archäologische Ausbeutung der griechischen Antike, die paramilitaristische Ideologie des Turnvaters Jahn und für den ‚Gesamtkomplex‘ des Berliner Olympiastadions von 1936.

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