Magdolna Orosz, Identität, Differenz, Ambivalenz: Erzählstrukturen und Erzählstrategien bei E. T. A. Hoffmann. 2001

Teresa Vinardell 1
  • 1 Universitat Pompeu Fabra, Facultat d'Humanitats, Carrer Ramon Trias Fargas 25–27, E-08005 Barcelona. teresa.vinardell@huma.upf.es

Die Autorin des vorliegenden Bandes setzt sich eine systematische Darstellung der Hoffmannschen Textstrukturen zum Ziel. Die beschriebenen Strukturen sollen dabei zum einen im Zusammenhang mit bestimmten Epochenphänomenen gesehen werden und zum anderen die Modernität beziehungsweise Postmodernität avant la lettre des Hoffmannschen Werks aufzeigen. Im Anfangskapitel, das die für die sogenannte Goethezeit typische Problematik des Individuums und seiner Beziehungen zur Umwelt treffend umreißt, wird die symptomatische Ambivalenz hervorgehoben, mit der man um 1800 die Mehrschichtigkeit der menschlichen Psyche thematisierte. Diese Ambivalenz besteht nach Orosz darin, „daß gewisse Phänomene zwar latent bekannt, aber nicht angenommen, sondern – um im Stil der späteren Psychoanalyse zu sprechen – verdrängt“ würden (S. 16).

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