Dieter Borchmeyer, Richard Wagner. Ahasvers Wandlungen. 2002

Reinhard Mehring 1
  • 1 Rheinallee 122, D-40545 Düsseldorf. reinhard.mehring@t-online.de

Vor über zwei Jahrzehnten veröffentlichte Dieter Borchmeyer ein erstes großes Buch über Das Theater Richard Wagners. Das neue interpretiert nun die Werke „mehr aus sich und ihren literarischen Beziehungsfeldern heraus“ (S. 16). Es taucht tief hinab in das gelehrte Rätsel eines der „zentralen Ereignisse der deutschen Kulturgeschichte“ (S. 14). „Das leidige Lied Pro oder Contra Wagner“ (S. 12) will es nicht singen. Es richtet sich aber gegen die schon von Nietzsche bemerkte „Gleichgültigkeit“ (S. 14) der Philologen gegen Wagner sowie gegen manche tiefenhermeneutische „Anti-Wagnerianer“ (S. 12), die Wagner vom Antisemitismus her politisch deuten. Der Untertitel meint Wagners „Existenzsymbol“ (S. 13) vom Wanderer. Borchmeyer rekonstruiert Wagners „mythisches“ Selbstverständnis in seinem vormärzlichen, emanzipatorischen und humanen Sinn.

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