Richard Beer-Hofmann, Der Briefwechsel mit Paula 1896–1937. Unter Mitwirkung von Peter Michael Braunwarth hg., kommentiert und mit einem Nachwort versehen von Richard M. Sheirich. 2002

Dieter Borchmeyer 1
  • 1 Universität Heidelberg, Germanistisches Seminar, Hauptstraße 207–209, D-69117 Heidelberg. dieter.borchmeyer@gs.uni-heidelberg.de

Am Nikolausabend 1895 ‚erblickte‘ der neunundzwanzigjährige Schriftsteller Richard Beer-Hofmann im Süßwarengeschäft Victor Schmidt & Söhne am Wiener Stephansplatz die dreizehn Jahre jüngere Verkäuferin Paula Lissy, und es war um ihn geschehen. Beer-Hofmann schildert diese erotisch-mystische Liebe auf den ersten Blick später, nach dem Tode der Gefährtin, in dem unvergleichlichen Liebes-Gedenkbuch Paula. Ein neues Leben sollte für ihn nun beginnen: „Incipit Vita Nova“. Das gilt auch und vor allem in literarischer Hinsicht. Erst jetzt – in einem Alter, in dem Novalis und Büchner längst tot waren – wird er zum bedeutenden Schriftsteller, schreibt er das seinerzeit berühmteste Gedicht der Jahrhundertwende: das Schlaflied für Mirjam (1897) und den bahnbrechenden Roman der Wiener Moderne: Der Tod Georgs (1900), reift der Plan zu seinem Lebenswerk Die Historie von König David, die nie zum Abschluß gelangen wird.

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