Unordnung des Diskurses. Bemerkungen zu Uwe Jochums ››Open Access‹‹. Zur Korrektur einiger populärer Annahmen. Göttingen 2009. 61 S. (Göttinger Sudelblätter), ISBN 978-3-8353-0618-9

Ben Kaden 1
  • 1 Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Dorotheenstraße 26, D-10117 Berlin. E-Mail: benkaden@aol.com

Die Debatte um das Urheberrecht in digitalen Umgebungen erlangte in Deutschland mit dem Heidelberger Appell im Jahr 2009 eine nie da gewesene Popularität. Bemerkenswerterweise scheint gerade in der im Appell vorliegenden provozierend gesetzten Zuspitzung sowie der zum Teil sehr polemisch geführten Begleitberichterstattung der Schlüssel zur Durchsetzung auf den Aufmerksamkeitsmärkten der deutschen Öffentlichkeit zu liegen. Die daraus zwangsläufig entstehenden Missverständnisse und Fehlinterpretationen erweisen sich für einen lösungsorientierten Dialog jedoch als äußerst hinderlich. Besonders die von den Hauptinitiatoren des Appels vorgetragenen Attacken gegen die Open-Access-Bewegung erscheinen bei genauerer Hinsicht weniger als eine dialogisch ausgerichtete Kritik denn als Störmanöver, das die digital vermittelte Wissenschaftskommunikation nachhaltig diskreditieren soll.

Der vorliegende Beitrag betrachtet anhand einer aktuellen Publikation Uwe Jochums typische Argumentationsstrukturen und zeigt auf, dass es dem von ihm vertretenen Ansatz nicht nur an Plausibilität mangelt, sondern dass er sich bewusst dem Diskurs entzieht und er daher mit dieser Publikation keinen in der Sache sonderlich fruchtbaren Beitrag zu einer dringend notwendigen Diskussion leistet.

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