Die Rolle der Selbstbestimmung in der Rechtfertigung passiver und aktiver Sterbehilfe

Andreas Müller

Abstract

Wann und auf welche Weise dürfen Ärzte am Tod eines Patienten mitwirken? Der vorliegende Beitrag widmet sich der argumentativen Rolle, die die Selbstbestimmung des Patienten in der Auseinandersetzung über diese Frage spielt. Auf der Grundlage einer detaillierten Untersuchung der moralischen Relevanz von Einwilligungen als einer wesentlichen Ausprägung dieser Selbstbestimmung wird zum einen dafür argumentiert, dass es einen moralisch signifikanten Unterschied zwischen passiver - d. h. mit dem Verzicht auf eine lebensverlängernde medizinische Maßnahme einhergehender - und aktiver Sterbehilfe gibt. Die Zulässigkeit der aktiven Sterbehilfe kann folglich nicht schon mittels eines Äquivalenzarguments aus der Zulässigkeit der passiven abgeleitet werden. Zum anderen aber lässt sich auf derselben Grundlage zeigen, wie ein am Selbstbestimmungsrecht des Patienten ansetzendes Argument für die Zulässigkeit mancher Fälle von aktiver Sterbehilfe präzisiert und gegen zwei verbreitete Einwände verteidigt werden kann.

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