Public Health Infos

Weiterführende Literatur

Biesalski Hans Konrad, Der verborgene Hunger, Springer, 2012.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE). Ernährungsbericht 2012. Bonn: DGE, 2012.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Hrsg. Proceedings of the German Nutrition Society: Abstractband zum 53. Wissenschaftlichen Kongress. Bonn, 2016:71.

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (Hrsg). DACH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 2. Auflage. Bonn. Neuer Umschau Buchverlag, 2015.

DNQ – Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege. Expertenstandard Ernährungsmanagement zur Sicherung und Förderung der oralen Verpflegung in der Pflege. Osnabrück: Hochschule Osnabrück, 2016.

Hughes R, Margetts BM. Practical public health nutrition. Chichester, West Sussex, UK: Wiley-Blackwell, 2011.

Hurrelmann K, Razum O. Handbuch Gesundheitswissenschaften. 6., durchgesehene Auflage. Weinheim, Basel: Beltz Juventa, 2016.

KKH-Allianz; Hrsg. Weißbuch Prävention 2010/2011. Gesund jung?!. Herausforderung für die Prävention und Gesundheitsförderung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Berlin: Springer, 2011.

Knoll N, Scholz U, Rieckmann N. Einführung in die Gesundheitspsychologie Auflage: 3., unveränd. Aufl. ed. Stuttgart: UTB, 2013.

Koerber Kv, Männle T, Leitzmann C. Vollwert-Ernährung: Konzeption einer zeitgemäßen und nachhaltigen Ernährung. Stuttgart: Haug, 2012.

Leitzmann C, Keller M. Vegetarische Ernährung. 3., aktualisierte Auflage. UTB. Stuttgart: Ulmer, 2013.

Robert Koch-Institut. Gesundheit in Deutschland 2015. Berlin: RKI, 2015.

Ross AC, Caballero B, Cousins RJ, Tucker KL, Ziegler TR, Hrsg. Modern nutrition in health and disease. 11. Auflage. Philadelphia: Lippincott Williams & Wilkins, 2014.

Schott T, Hornberg C, Hrsg. Die Gesellschaft und ihre Gesundheit: 20 Jahre Public Health in Deutschland; Bilanz und Ausblick einer Wissenschaft. 1. Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2011.

UN (United Nations, Department of Economic and Social Affairs, Population Division). World Population Prospects: The 2015 Revision, Key Findings and Advance Tables. Working Paper No. ESA/P/WP.241. New York: UN, 2015.

WHO Europe. European Food and Nutrition Action Plan 2015–2020. Copenhagen: World Health Organization Regional Office for Europe, 2014.

World Health Organization. World Health Statistics 2016. Monitoring health for the sustainable development goals. Geneva, 2016.

Related Links

Die im Jahr 1953 gegründete Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) befasst sich mit Fragestellungen rund um das Thema Ernährung, unterstützt die ernährungswissenschaftliche Forschung und stellt aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen in Publikationen und Veranstaltungen zur Verfügung. Auch auf deren Webseite www.dge.de werden Informationen für Wissenschaft und Praxis bereitgestellt. Dort sind neben Ergebnissen von Studien auch Indikatoren und Referenzwerte eingepflegt. Wichtige Dokumente wie Leitlinien, vorgeschlagene Standards und Vorgaben für deren Umsetzung sind dort zu finden. Zur Stärkung des Qualitätsmanagements von öffentlich zu versorgenden Bevölkerungsgruppen wie Schulen oder Krankenhäusern, publiziert die Gesellschaft die DGE-Qualitätsstandards auf ihren Seiten und bietet Beratungen an. Unter dem Reiter „Service“ kann man sich über Ernährungsberatungen informieren.

Das Robert Koch-Institut (RKI) ist eine der zentralen Institutionen zur Zusammenführung von Daten der Gesundheitsberichterstattung in Deutschland. Auch das Thema Ernährung wird dort berücksichtigt. Auf den Unterseiten http://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Themen/Ernaehrung/Ernaehrung_node.html stellt das RKI umfassende Dokumente und Ergebnisse zu folgenden Themen zusammen: Daten des Gesundheitsmonitoring zum Ernährungsverhalten; Forschungsprojekte und Kooperationen und zur Gesundheitsberichterstattung sowie Berichte und Publikationen. Dort sind unter anderem die ernährungsrelevanten Ergebnisse der beiden großen Studien „Gesundheit in Deutschland aktuell (GEDA)“ und „Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS)“ zu finden.

Auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) stellt auf seiner Website http://www.bmel.de/DE/Ernaehrung/ernaehrung_node.html Informationen zum Thema Lebensmittel und Ernährung zur Verfügung. Unter dem Reiter „Gesunde Ernährung, sichere Lebensmittel“ sind Rechtsgrundlagen (Hygiene, Kontrolle, Verpackung, Im- und Export), Wegweiser und Empfehlungen, Initiativen und Kennzeichnungen für Interessierte und Unternehmen zusammengestellt. Pflicht- und freiwillige Angaben auf Lebensmittel können hier nachgelesen werden. Der gesundheitliche Verbraucherschutz bei Lebensmitteln, Kosmetika und verbrauchernahen Produkten ist eine Aufgabe, die vom Bundesministerium wahrgenommen wird. Neben dem gesetzlichen Rahmen spielen hierbei die Forschung und die Risikobewertung von Produkten und Stoffen eine wichtige Rolle. Bei Produkten setzt sich das BMEL auch für den Schutz vor gesundheitsgefährdenden Stoffen ein. Im Bereich Tabak geht es um den Schutz vor den Gefahren des Konsums, um Inhaltsstoffe in Tabakprodukten und um Tabakwerbung. Publikationen und wissenschaftliche Erkenntnisse aus Kooperationen mit vielen Public Health-relevanten Institutionen werden ebenfalls bereitgestellt.

Gesellschaften

Der Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe feiert sein 10-jähriges Bestehen

Am 3. Juli 2006 haben sich sieben Hochschulen zusammengeschlossen, um den Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe e.V. (HVG) ins Leben zu rufen. Das Ziel des Verbundes ist, die Lehre und Forschung für die therapeutischen Gesundheitsberufe, insb. die Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie, zu fördern und somit die Qualität der Patientenversorgung zu sichern.

Die Zahl der Mitglieder des HVG ist in den letzten 10 Jahren auf heute 29 Hochschulen mit 70 Bachelor- und Masterstudiengängen in den genannten drei therapeutischen Fachrichtungen angewachsen. Hinzu kommen zahlreiche assoziierte Mitglieder, v.a. Berufsverbände und -schulen. Die Hochschulen im HVG bilden gemeinsam den Fachbereichstag Therapiewissenschaften, der sich im Rahmen der Konferenz der Fachbereichstage engagiert.

Seit 2009 sind die Hochschulen aufgrund von Modellklauseln in den Berufsgesetzen ermächtigt, die Berufsausbildung der Physio- und Ergotherapie sowie der Logopädie via Studium durchzuführen. Im HVG gibt es derzeit 17 Bachelorstudiengänge, die zu einem berufsqualifizierenden Abschluss in einem der drei Berufe führen. Als Modellversuche wurden sie von den Bundesländern evaluiert, und Mitte dieses Jahres berichtet das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) dem Bundestag darüber in Form einer Bundestagsdrucksache. Angesichts der positiven Berichte der Hochschulen wird ein positiver Bericht des BMG erwartet.

Auf der Fachtagung des HVG am 3. Juni 2016 an der Hochschule für Gesundheit (hsg) in Bochum wurden gemeinsam mit Vertretern von Hochschulen, Berufsverbänden und Versorgungspraxis Forderungen für die Zukunft der berufsqualifizierenden Studiengänge aufgestellt. In erster Linie wird die Überführung der Modellstudiengänge in reguläre Studienangebote gefordert sowie die Schaffung von hochschuladäquaten rechtlichen Rahmenbedingungen – ähnlich denen des künftigen Pflegeberufsgesetzes. Den Hochschulen wird eine inhaltliche Weiterentwicklung der Curricula und die Formulierung von Qualitätsstandards empfohlen.

In diesem Jahr wurde turnusgemäß der Vorstand des HVG neu gewählt. Dem neuen Vorstand gehören an: Prof. Dr. Norina Lauer, Prof. Dr. Jutta Räbiger, Prof. Dr. Andrea Warnke sowie Prof. Dr. Prof. Dr. Hilke Hansen und Prof. Dr. Mieke Wasner.

Nähere Informationen unter www.hv-gesundheitsfachberufe.de.

Kontakt: info@hv-gesundheitsfachberufe.de

Bücher

Hensen, Peter (2016): Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen – Grundlagen für Studium und Praxis, Springer/Gabler: Wiesbaden, ISBN 978-3-658-07744-0. 441 Seiten. 29,99 Euro

Das Fachbuch richtet sich an Lehrende, Studierende und Praktiker im Bereich des Gesundheits- und Qualitätsmanagements. Im ersten Teil widmet sich der Autor dem Qualitätsbegriff und den Zielen von Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung im Gesundheitswesen. Nachfolgend geht er auf die Anforderungen des Qualitätsmanagements in der ambulanten und der stationären medizinischen Versorgung sowie in Rehabilitations- und Pflegeeinrichtungen ein. Die aktuellen Qualitätsmanagementmodelle sowie die neue Europanorm DIN EN 15224 für Gesundheitsunternehmen werden beschrieben. In diesem Teil werden auch Erläuterungen zu Qualitätsmessungen und -bewertungen gegeben. In einem weiteren Abschnitt wendet sich der Autor speziellen Fragen des Qualitätsmanagements zu, insbesondere der Prozess-, der Kunden- und der Mitarbeiterorientierung. Darüber hinaus geht der Autor auf Fragen der Zertifizierung, des Qualitätsvergleiches sowie der medizinischen Leitlinien und der Patientensicherheit ein.

Das Buch ist sowohl für Lehrende und Studierende an Hochschulen als auch für berufspraktisch Tätige ein sehr geeignetes Werk, da es fundierte fachliche Informationen in gut verständlicher Form präsentiert und durch zahlreiche Abbildungen illustriert.

Tagungen

Freiburger Fortbildungssymposium „Arbeitsmedizin im Gesundheitsdienst“

14.09. bis 16.09.2016

Freiburg

Veranstalter: Freiburger Forschungsstelle Arbeits- und Sozialmedizin

Zum 30. Mal jährt sich vom 14.-16. September 2016 das interdisziplinäre Freiburger Fortbildungssymposium „Arbeitsmedizin im Gesundheitsdienst“, das sich auch an Teilnehmer im deutschsprachigen Ausland richtet.

Anlass genug zu bilanzieren, was in diesen 30 Jahren im Arbeits- und Gesundheitsschutz für die Beschäftigten in Kliniken, Heimen, Praxen und Sozialeinrichtungen in Forschung und Praxis bewegt worden ist und vor welchen zukünftigen Herausforderungen der Gesundheitsschutz steht. Die Vorträge im Plenarprogramm werden sich u.a. mit wissenschaftlichen und berufspraktischen Schnittstellenproblemen der ‚Occupational Health‘ und der ‚Public Health‘ bewegen.

Die interaktiv angelegten Seminare und Workshops liefern den Teilnehmern ein praxisbezogenes Update und Handlungswissen für den Arbeits- und Gesundheitsschutz beim Gesundheitspersonal.

Das Programm richtet sich wegen seines interdisziplinären Charakters gleichermaßen an Betriebsärzte, Arbeitsmediziner, Arbeitswissenschaftler und die Unfallversicherer.

Nähere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie auf der Webseite der Freiburger Forschungsstelle Arbeits- und Sozialmedizin: http://www.ffas.de/symposium/infos2/

DHS Fachkonferenz SUCHT

10.10. bis 12.10.2016

Erfurt

Thüringen

Veranstalter: Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V.

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) diskutiert auf der diesjährigen 56. Fachkonferenz SUCHT unter dem Thema „Abstinenz – Konsum – Kontrolle“ mehrere wichtige Themen, die sich mit den aktuellen und zukünftigen Aufgaben der Suchthilfe befassen. Zum einen wird es um die neuerliche Debatte über die Therapieziele gehen. Die Beratungsstellen öffnen sich nun für neue Angebote und verweisen auf die Entzugskliniken. Inwiefern die Kliniken die neuen Strukturanforderungen und auch Finanzierungen umsetzen werden können, steht noch aus. Zudem wird bemängelt, dass bei zunehmendem Kostendruck in der Suchthilfe die Suchtprävention zu kurz kommt. Wie die Suchthilfe ihre Aufgabe, Abhängige adäquat zu beraten und zu behandeln, auch in Zukunft erfüllen kann, welche Botschaften in der Prävention vermittelt werden sollen und welche Relevanz Therapieziele und neue Behandlungsansätze in den unterschiedlichen Arbeitsfeldern haben, wird im Rahmen der Fachkonferenz erörtert. Die Veranstaltung findet vom 10. bis zum 12. Oktober in Erfurt statt. Zu Redaktionsschluss war das Programm noch nicht veröffentlicht. Eine Anmeldung ist unter http://www.dhs.de/dhs-veranstaltungen/vorschau.html jedoch schon möglich.

9th European Public Health Conference “All for Health, Health for All”

09.11. bis 12.11.2016

Wien (Österreich)

Veranstalter: European Public Health Conference Foundation, European Public Health Association (EUPHA), Österreichische Gesellschaft für Public Health

Die European Public Health Conference Foundation, European Public Health Association (EUPHA) und die Österreichische Gesellschaft, für Public Health laden zur 9. Europäischen Public Health Konferenz nach Wien ein. Das Thema lautet in diesem Jahr “All for Health, Health for All”. Eine Gesellschaft, in der die Bevölkerung bei guter Gesundheit ist, hat eine verbesserte Lebensqualität und die Produktivität der arbeitenden Bevölkerung ist erhöht. Die Gesundheit hat Einfluss auf Bildung, soziales Kapital und verringert die Armut. Der Ansatz der Beseitigung von sozialen Ungleichheiten ist dabei unverzichtbar. Allerdings können die steigenden Kosten für die Kuration und Pflege Belastungen auf nationaler und lokaler Ebene verursachen. Die Beziehung zwischen Gesundheit, dem Wohlbefinden und der wirtschaftlichen Entwicklung ist mittlerweile in die politische Agenda vieler Länder eingeflossen. Gemeinden, Arbeitgeber und weitere Akteure fordern vermehrt stark koordinierte Maßnahmen durch die Politik zur Förderung der Gesundheit in allen Bereichen um Ressourcenverschwendung zu vermeiden.

Die Konferenz findet vom 09. bis 12. November 2016 im Austria Center Wien statt. Anmeldeformulare und erweiterte Informationen zum Programm sind auf der Website https://ephconference.eu/ zu finden.

Zukunft Prävention: Neue Strategien zur Prävention chronischer Erkrankungen

23.11.2016

Berlin

Veranstalter: Kneipp-Bund e.V., BARMER GEK, DAMiD e.V.

Im Rahmen der gemeinsamen eintägigen Tagung „Zukunft Prävention: Neue Strategien zur Prävention chronischer Erkrankungen“ der Barmer GEK, des Kneipp-Bundes und der Dachverband Antroposophische Medizin in Deutschland (DAMiD) am 23.11.2016 in Berlin wird zur gemeinsamen Diskussion mit Expertinnen und Experten der Wissenschaft und Praxis geladen. Vor einem Jahr wurde das Präventionsgesetz verabschiedet. Gerade jetzt und aus diesem Grund steht die Präventionspolitik im Kampf gegen chronische Erkrankungen vor neuen Herausforderungen. Neue Konzepte und Ansätze wie die Stärkung von Selbstmanagement, Förderung der Gesundheitskompetenz sowie der Partizipation und Empowerment sollen hierbei zur Problemlösung beitragen. Ein weiterer Punkt ist die staatliche Regulierung von gesundheitsförderlichen Rahmenbedingungen. Wie der Status Quo der Prävention von chronischen Erkrankungen ist, welche neuen Konzepte und Ansätze es gibt, welcher Stellenwert das Selbstmanagement und die Gesundheitskompetenz einnehmen und inwiefern staatliche Interventionen benötigt werden, soll bei der Veranstaltung präsentiert und diskutiert werden.

Den Veranstaltungsflyer inklusive Programm und Anmeldeformular finden Sie unter:

www.zukunft-praevention.de

Landesgesundheitskonferenz Baden-Württemberg

18. und 19.10.2016

Fellbach

Veranstalter: Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg, Gesundheitspolitik, Gesundheitsdialog

Am 18. und 19. Oktober 2016 findet die Landesgesundheitskonferenz 2016 des Landes Baden-Württemberg in Fellbach statt. Ausgestattet wird die Veranstaltung vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg. Im Mittelpunkt des öffentlichen Teils am 18.10.2016 stehen Fachforen zu Themen der Gesundheitsförderung und Prävention, des Betrieblichen Gesundheitsmanagements, der sektorenübergreifenden Versorgung und der Pflege. Exklusiv für den Öffentlichen Gesundheitsdienst Baden-Württemberg wird am 19.10.2016 vormittags ein Fachforum zur Gesundheitsplanung stattfinden. Weitere Informationen und ein vollständiges Programm finden Sie demnächst auf den Webseiten des Ministeriums http://gesundheitsdialog-bw.de/

Lehre

Neuer Studiengang Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik an der Hochschule Fulda

Der Fachbereich Pflege und Gesundheit der Hochschule Fulda bietet ab dem Wintersemester 2016/17 einen neuen Bachelor-Studiengang Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik an. Der inhaltliche Schwerpunkt basiert auf der Erkenntnis, dass einerseits gesundheitspolitische Entscheidungsprozesse immer wieder durch ökonomische Konzepte beeinflusst werden. Andererseits ist Gesundheitsökonomie ohne Gesundheitspolitik nicht denkbar. Jüngste Reformvorhaben wie das Präventionsgesetz oder auch das Krankenhausstrukturgesetz illustrieren diesen Sachverhalt. Insofern ist es erstaunlich, dass das neue Studienangebot mit dem systembezogenen Ansatz bundesweit bisher einzigartig ist. Bestehende gesundheitsökonomische Bachelor-Studiengänge konzentrierten sich eher auf die einzelwirtschaftliche Perspektive.

In dem neuen Studiengang lernen die Studierenden aber nicht nur, ökonomische, politische und rechtliche Fragen eng aufeinander zu beziehen – etwa im Bereich Finanzierung, im Zusammenhang mit ökonomisch fundierte Entscheidungsverfahren und im internationalen Gesundheitssystemvergleich. Der Fachbereich Pflege und Gesundheit ist in seinem Studienangebot zudem stark von der Public Health-Perspektive geprägt. Daher erfahren die Studierenden außerdem, auf welche gesundheitliche Beeinträchtigungen Gesundheitssysteme besonders gut vorbereitet sein müssen und welche Rolle unterschiedliche Startchancen dabei spielen. Ein Pflichtpraktikum und ein Studienprojekt ergänzen die Studieninhalte.

Potentielle Arbeitgeber für die Absolventinnen und Absolventen sind beispielsweise Institutionen der öffentlichen Hand, Sozialversicherungsträger, Spitzenorganisationen von Leistungserbringern im Gesundheitswesen, Institutionen der Politikberatung, Träger der Entwicklungshilfe sowie freie Wohlfahrtsverbände. Eine im Vorfeld durchgeführte Bedarfsanalyse hat gezeigt, dass die angesprochenen Institutionen im Gesundheitssystem durchaus einen Bedarf an Personen haben, die im neuen Studiengang vermittelten Kompetenzen mitbringen. Nicht zuletzt qualifiziert der Abschluss im Bachelor-Studiengang Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik mit seinem system- und bevölkerungsbezogenem Ansatz auch in hervorragender Art und Weise für weitergehende Masterstudiengänge im Bereich Public Health.

Kontakt: Prof. Dr. Stefan Greß. Studiengangsleitung Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik. E-Mail: stefan.gress@pg.hs-fulda.de

Es ist höchste Zeit: Wir brauchen einen Nationalen Gesundheitsberuferat!

Im Januar 2014 gründeten rund 40 Fachleute aus dem Gesundheitswesen den gemeinnützigen „Verein zur Förderung eines Nationalen Gesundheitsberuferates“. Seine Ziele: für die Einrichtung eines Nationalen Gesundheitsberuferates (NGBR) werben und ihn auf eine solide Basis stellen. Der Verein fordert, fördert und begleitet einen NGBR für Deutschland. Warum ist dies notwendig?

Alle Akteure im Gesundheitswesen sehen die erheblichen demografischen, gesellschaftlichen und epidemiologischen Veränderungen und sie wissen um die enormen Herausforderungen. Wie kann man vor diesem Hintergrund die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung „zukunftsfest“ gestalten? Eine zentrale Rolle dabei spielen die Gesundheits(fach)berufe. Ihre Vielzahl samt der Abschlüsse ist jedoch weitgehend unkoordiniert, ihre heterogenen Regelungsgrundlagen sind es ebenso. Die berufliche Verwendungsfähigkeit mancher Absolventen wirft Fragen auf. Die Qualität der Leistungserbringung erhält zu wenig Aufmerksamkeit. Vielerorts zeigt sich ein besorgniserregender Verschleiß personeller Ressourcen.

Gleichzeitig fehlt eine Instanz, die die gesamte Entwicklung der Berufe im Gesundheitswessen im Blick hat: einschließlich der interdisziplinären Zusammenarbeit, der Aus-, Fort- und Weiterbildung und der Anforderungen der Arbeitswelt. Diese wichtige Aufgabe kann ein NGBR erfüllen. Als neutrale Plattform soll er den kontinuierlichen Dialog zwischen der Gesundheitswirtschaft, den Gesundheitsberufen sowie dem Bildungssystem (Aus- und Weiterbildung sowie Hochschule) etablieren, strukturieren und voranbringen. So wird es gelingen, Probleme zu analysieren, Reformvorschläge zu erarbeiten und gemeinsame Empfehlungen in Politik und Verwaltung zu tragen. Die Arbeit eines NGBR soll dazu beitragen, die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung dauerhaft und nachhaltig zu sichern.

Unser Verein bietet sich als kompetenter Partner an, der für Neutralität, Qualität und Innovation steht. Auf dem Weg zu einem NGBR organisieren wir Dialogveranstaltungen mit allen Beteiligten, formulieren Stellungnahmen in der Fachöffentlichkeit und überzeugen Entscheider in persönlichen Gesprächen von der Notwendigkeit eines NGBR.

Engagieren Sie sich mit uns! Werden Sie Mitglied!

www.nationalergesundheitsberuferat.de

Physiotherapie-Premiere

Erster primärqualifizierender Physiotherapie-Studiengang an einer staatlichen Hochschule in Baden- Württemberg

Die Hochschule Furtwangen bietet ab Oktober 2016 zusammen mit den Gesundheitsschulen Südwest einen Physiotherapie-Studiengang an. Dies ist der erste und bisher einzige staatliche und studiengebührenfreie primärqualifizierende Studiengang Physiotherapie in Baden-Württemberg.

Der Unterricht für den Studiengang Physiotherapie findet in Furtwangen und Freiburg statt. Mit dem Studium der Physiotherapie wird der Fokus auf die wissenschaftlichen und medizinischen Aspekte des Berufs gelegt. Die Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs werden sowohl den akademischen Grad Bachelor of Science als auch die Berufszulassung zur Physiotherapie erlangen. Innerhalb des auf sieben Semester angelegten Studiums findet entsprechend der gesetzlichen Vorgaben die praktische Ausbildung in Krankenhäusern und Reha-Kliniken statt und entspricht damit in vollem Umfang der praktischen Ausbildung, wie sie in den Fachschulen üblich ist. Alle vorgeschriebenen praktischen Ausbildungseinsätze von 1.600 Stunden sind in das Studium integriert.

Besonderheiten des Studiums

Während des Grundstudiums stehen die Grundlagen der Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie sowie des wissenschaftlichen Arbeitens auf dem Lehrplan. Im Hauptstudium geht es – neben der praktischen Ausbildung – um Themen wie Therapieplanung, interprofessionelles Arbeiten oder Direct Access. Das Studium wurde mit dem Ziel konzipiert, wissenschaftlich reflektierende Praktiker auszubilden.

Hintergrund

Die Hochschule Furtwangen hat einen Schwerpunkt im Gebiet Gesundheit/Life Sciences. Dazu gehören Studiengänge wie Mikromedizin oder Angewandte Gesundheitswissenschaften. Bei der Ausschreibung des baden-württembergischen Wissenschaftsministeriums zur Akademisierung der Gesundheitsfachberufe hat die Hochschule gemeinsam mit den Gesundheitsschulen Südwest als einzige staatliche Institution für einen Physiotherapie-Studiengang den Zuschlag erhalten.

Bewerbung

Es stehen 60 Studienanfängerplätze pro Kalenderjahr zur Verfügung. Bewerben können sich Personen mit Hochschulzugangsberechtigung, zum Beispiel Abitur, Fachhochschulreife oder Berufskollegsabschluss.

Nähere Informationen unter: www.hs-furtwangen.de/physiotherapie

Kontakt: E-Mail: physiotherapie@hs-furtwangen.de

Neuer Masterstudiengang Public Health an der Berlin School of Public Health (BSPH)

Zum Wintersemester 2016/17 startet an der BSPH ein neuer konsekutiver Masterstudiengang Public Health. Die BSPH wird nach ihrer Neukonstituierung im letzten Jahr von einer Kooperation der drei Hochschulen Charité – Universitätsmedizin Berlin, Technische Universität Berlin (TU Berlin) und der Alice Salomon Hochschule (ASH Berlin) getragen. Ziel der Kooperation der drei Hochschulen ist es, ihre Aktivitäten in Lehre und Forschung zur Gesundheit der Bevölkerung und ihrer Versorgung zu bündeln und die BSPH als national führendes Public Health Zentrum zu etablieren und international sichtbar zu machen. Zu dem neuen, viersemestrigen Masterstudium an der BSPH werden einmal jährlich 60 Studierende zugelassen. Die Bewerbungsfrist endet jeweils am 15. Juli eines Jahres. Voraussetzung für die Zulassung ist ein Bachelorabschluss in einem grundständigen, Public Health-relevanten Studienfach. Neben den üblichen Semesterbeiträgen fallen für den Master Public Health keine weiteren Studiengebühren an.

Organisatorisch ist die BSPH der Charité angegliedert. Die Vorlesungen und Seminare werden überwiegend in den Räumlichkeiten der Charité und der TU Berlin stattfinden. Inhaltlich orientiert sich der Studiengang an dem Fachqualifikationsrahmen der Association of Schools of Public Health in the European Region (ASPHER). Das Curriclum bildet die von der ASPHER in den European Core Competences for MPH Education beschriebenen Schlüsselqualifikationen gut ab und entspricht damit den Anforderungen an eine moderne Ausbildung von Public Health-Professionals. Als Alleinstellungsmerkmal des neu konzipierten Masterstudiengangs ist jedoch die Zusammenarbeit der drei Berliner Hochschulen mit ihren ganz unterschiedlichen Schwerpunkten anzusehen. In die Kooperation bringen sich die Charité mit ihrer besonderen Expertise im Bereich der Medizin und Epidemiologie ein, die TU Berlin mit ihren Schwerpunkten in den Bereichen Gesundheitsökonomie, Gesundheitspolitik und Versorgungsforschung und die ASH Berlin als erfahrene Akteurin auf den Gebieten Gesundheitsförderung, Prävention und soziale Determinanten von Gesundheit. Mit ihrer Vielfalt in Lehre und Forschung spiegeln die drei Partnerhochschulen auf ideale Weise die Multidisziplin Public Health wider. Weitere Informationen zum Studiengang sind der Webseite der BSPH unter https://iph.charite.de/berlin_school_of_public_health/ zu entnehmen.

Forschung

PartKommPlus – Forschungsverbund für gesunde Kommune – partizipativ forschen für die kommunale Gesundheitsförderung

PartKommPlus – Forschungsverbund für gesunde Kommunen – erforscht, wie die kommunale Gesundheitsförderung partizipativ, d.h. gemeinsam mit den relevanten Akteur/inn/en, Interessenvertreter/inne/n und Adressat/inn/en, gestaltet werden kann. Der Forschungsverbund wird von 2015-2018 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Präventionsforschung“ (Förderkennzeichen 01EL1423A-H), gefördert. In fünf Teilprojekten forschen Partner/innen seit dem Frühjahr 2015 in insgesamt acht Kommunen in Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen und Niedersachsen (Abb. 1).

Der Forschungsverbund ist ein Projekt des Netzwerks Partizipative Gesundheitsforschung (PartNet) und wendet den Ansatz der Partizipativen Gesundheitsforschung (PGF) an. Der Ansatz sieht vor, dass verschiedene Akteurinnen/Akteure aus den Bereichen Wissenschaft, Praxis, Politik und Finanzgewährung zusammen mit Adressat/inn/en der Gesundheitsförderung Fragen des gemeinsamen Interesses in einem forschenden Prozess beantworten. Damit sollen Veränderungsprozesse angestoßen werden, die zur Gesundheit und dem Wohlbefinden der Menschen beitragen und gesundheitliche Chancengleichheit gestärkt werden. Partizipative Gesundheitsforschung soll durch die Arbeit des Verbundes als gesundheitswissenschaftlicher Ansatz in Deutschland auch stärker etabliert werden.

Abbildung 1:
Abbildung 1:

Struktur und Akteure in PartKommPlus – Forschungsverbund für gesunde Kommunen.

Citation: Public Health Forum 24, 3; 10.1515/pubhef-2016-2107

In den fünf Teilprojekten forschen Wissenschaftler/innen gemeinsam mit unterschiedlichen Personengruppen wie Kindern, Familien, Menschen mit Lernschwierigkeiten, Älteren und Fachkräften vor Ort. So untersucht das Berliner Projekt ElfE (Alice-Salomon Hochschule, Gesundheit Berlin-Brandenburg) die Gestaltung des Übergangs von der Familie in die Kita und vergleicht dabei städtische und ländliche Strukturen. Im Projekt GESUND! (Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin) steht die Förderung der Teilhabe- und Gesundheitschancen von Menschen mit Lernschwierigkeiten im Fokus. Das Teilprojekt PEPBS ermittelt gemeinsam mit der Stadt Braunschweig exemplarisch, welche Faktoren ausschlaggebend sind, um lebensphasenorientierte Unterstützungsstrukturen erfolgreich für die Prävention gesundheitsbezogener Armutsfolgen bei Kindern zu gestalten. Im Projekt KEG (Hochschule Esslingen, Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung) wird gemeinsam mit Praktiker/inne/n die Zusammenarbeit in der kommunalen Gesundheitsförderung in Esslingen und Hamburg untersucht. Das Projekt Age4Health (Hochschule Fulda) gewinnt Erkenntnisse darüber, wie sich die Entwicklung gesundheitsförderlicher Wohnquartiere für ältere Menschen, die über wenige Ressourcen verfügen, partizipativ gestalten lässt.

Die Verbundmitglieder kommen zweimal jährlich im Rahmen eines dreitägigen Kolloquiums zusammen, um gemeinsam an der Beantwortung der verbundübergreifenden Forschungsfragen zu arbeiten. Dazu werden verbundexterne Personen wie z.B. Vertreter/innen der kommunalen Verwaltung, Expert/inn/en der Partizipativen Gesundheitsforschung eingeladen. Im Verbund ist es uns ein besonderes Anliegen, die in den Teilprojekten mitforschenden Menschen aus der Praxis und aus belastenden Lebenslagen am Forschungsprozess auf Verbundebene und auch an den Kolloquien zu beteiligen.

Die Koordinierungsstelle des Verbundes an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin begleitet die Zusammenführung der Projektergebnisse durch die Gestaltung des partizipativen Forschungsprozesses, gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Urbanistik und dem Robert Koch-Institut. Gesundheit Berlin-Brandenburg unterstützt den Verbund dabei, die Forschungsergebnisse kommunalen Akteur/inn/en (z.B. über die Online-Plattform inforo online) bekannt zu machen und zu diskutieren. Weitere Informationen auf www.partkommplus.de.

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Public Health Forum deals with the preservation and promotion of health and the question on how diseases can be prevented and overcome. The Journal reports on the individual conditions and social context, and the possibilities and limits for promoting health, and preventing and controling disease in light of management-relevant questions, and ethically and economically acceptable  measures.

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