Gesundheit als schulische Bildung?

  • 1 Universität Osnabrück, Institut für Gesundheitsforschung und Bildung, Abteilung New Public Health, Osnabrück, Germany
Birgit Babitsch
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  • Universität Osnabrück, Institut für Gesundheitsforschung und Bildung, Abteilung New Public Health, Osnabrück, Germany
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Zusammenfassung

Gesundheit und Bildung stehen in einer engen Wechselwirkung. Schulen sind damit ein wichtiger Lebensort, der zur Förderung der Chancengleichheit in der sozialen und gesundheitlichen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler beitragen kann. Hinsichtlich der Vorgehensweise hat sich in den letzten 60 Jahren ein erheblicher Wandel vollzogen: von der an gesundheitlichen Risiken orientierten Gesundheitserziehung bis hin zum komplexen Ansatz der Gesundheitsförderung. Interessante Impulse für die Implementierung und Weiterentwicklung ergeben sich für die Lebenswelt Schulen aus dem Konzept der Gesundheitskompetenz.

Die Frage „Gesundheit als schulische Bildung?“ löst zunächst unterschiedliche und konfliktäre Reaktionen aus. Dies resultiert aus den Differenzen in den grundlegenden Prämissen in diesem Forschungs- und Praxisfeld, die sich stark kontrastierend zwei gegensätzlichen Polen eines Kontinuums zuordnen lassen. Der eine Pol kann charakterisiert werden als Integration von Gesundheitsthemen in den schulischen Alltag und beschreibt eine unidirektionale und sachbezogene Vorgehensweise. Der andere Pol geht hingegen von einer Wechselwirkung zwischen Gesundheit und Bildung aus und steht damit für komplexe und systembezogene Ansätze. Lohnend ist es beide Perspektiven zunächst näher zu betrachten und hinsichtlich ihres Beitrages zur Entwicklung und Ausgestaltung des Handlungsfeldes Gesundheitskompetenz in Schulen zu bewerten. Dies stellt sicherlich eine eher theoretisch ausgerichtete Analyse, denn eine Beschreibung des Anwendungsfeldes als solches dar, da in der Schulpraxis zahlreiche Überschneidungen beider Bereiche bestehen.

Bereits 1979 wurde Gesundheit in der Kultusministerkonferenz als wichtiges Themenfeld in Schulen benannt. Die Reichweite der Berücksichtigung von Gesundheit im schulischen Umfeld hat sich seitdem verändert und kann als Spiegelbild der Gesamtentwicklung betrachtet werden. Stand in dem Beschluss 1979 die Gesundheitserziehung noch im Vordergrund, wurde die Ausrichtung mit dem Beschluss 2012 durch die Perspektiven der Gesundheitsförderung und Prävention deutlich erweitert [1].

Gesundheit als schulische Bildung

Gesundheit als schulische Bildung kann übersetzt werden, zum einen in ein Angebot von gesundheitsrelevanten Unterrichtseinheiten und zum anderen in die Vermittlung von individuellen Kompetenzen, die für die Gesundheit des/der Einzelnen relevant sind. Im Schulunterricht spielt Gesundheit als Thema des Unterrichtes bis dato eine eher untergeordnete Rolle. In den allgemeinbildenden Schulen sind Einzelaspekte regelhaft integriert, deren Fokus jedoch meist auf Aspekten des Gesundheitsverhaltens und auf Gesundheitsrisiken liegt. Beispiele hierfür sind Ernährungs- und Verbraucherbildung, Sexualerziehung und Suchtprävention [1]. Eine solche Vorgehensweise setzt primär auf kognitive Prozesse und lässt sich somit dem Konzept der Gesundheitserziehung im engeren Sinne zuordnen. Die zweite oben genannte Ausrichtung geht über eine reine Wissensvermittlung hinaus, indem sie die Förderung von Kompetenzen im schulischen Kontext initiiert und stärkt. Entsprechend können durch unterschiedliche Sequenzen interaktiver und zur Reflexion anregender Lehr-und Lernimpulse, Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, im Sinne der eigenen Gesundheit und des Wohlbefindens zu handeln. Diese Herangehensweise lässt sich unter dem Begriff der Gesundheitsbildung und übergeordnet in die Gesundheitspädagogik einordnen [2] und weist hohe Schnittmengen mit dem Konzept der Gesundheitskompetenz auf.

Gesundheit und Bildung im Kontext schulischer Gesundheitsförderung

Der zweite Pol geht von einem komplexen Wechselspiel zwischen Gesundheit und Bildung aus, welches sich biographisch, d.h. im Lebenslauf des einzelnen Menschen, formt. Der Schule kommt hierbei eine doppelte Funktion zu: zum einen kann sie dazu beitragen, dass sie selbst ein Lebensort wird, der Gesundheit und Wohlbefinden fördert. Zum anderen kann sie zu mehr Chancengleichheit von Schülerinnen und Schülern beitragen, und zwar sowohl in Hinblick auf den Bildungserfolg als auch in Hinblick auf ein Leben in bestmöglicher Gesundheit. Mit dem Ansatz der Gesundheitsförderung und dem in Deutschland inzwischen weit verbreiteten Modell der guten, gesunden Schule [3] liegt eine Strategie vor, die geeignet ist, beide der oben genannten Aspekte zu erfüllen. Der Fokus auf Gesundheit ist entsprechend weit. Neben dem Unterricht sind auch die Veränderungen in der Schule selbst, d.h. die Rahmenbedingungen und die dort Beschäftigten, als Teil der Schulentwicklung ein substantieller Bestandteil.

In den letzten Jahren wurden zahlreiche Aktivitäten der Gesundheitsförderung an den Schulen durchgeführt. Am häufigsten finden sich solche Maßnahmen an Grundschulen; am seltensten an Berufsbildenden Schulen [4]. Auch hinsichtlich der Reichweite der Implementierung zeigt sich in der Praxis, dass Schulen bislang eher Einzelprojekte durchführen und seltener die Gesundheit systemisch integrieren. Die Gründe hierfür wurden inzwischen gut herausgearbeitet; auch liegen Ausarbeitungen zu begünstigenden Faktoren des Gesundheitsförderungsprozesses in Schulen, den sog. Gelingensbedingungen, vor [5].

Gesundheitskompetenz im Kontext von Schule

Gesundheitskompetenz setzt sich aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, indem sie neben Wissen auch Fähigkeiten und Fertigkeiten umfasst, mit dem Ziel, gesundheitsrelevante Entscheidungen so zu treffen, dass damit die Lebensqualität und das Wohlbefinden erhalten und gefördert wird (vgl. z.B. 6). Der Schwerpunkt liegt bis dato primär auf der Förderung der individuellen Gesundheitskompetenz. Eine Anwendung des Konzeptes auf Systeme ist nicht nur grundlegend denkbar, sondern wird bereits im Modell der „health literate organization“ [7] aufgegriffen oder als Teil einer neuen Definition von „health literacy“ explizit integriert [8].

In einer aktuellen Studie zur Gesundheitskompetenz kommen Berens et al. [9] zu dem Ergebnis, dass 6,8% der Jugendlichen und jungen Erwachsenen (15 bis 29 Jahren) eine inadäquate und 40,5% eine problematische Gesundheitskompetenz hatten. Signifikante Unterschiede fanden sich diesbezüglich nach Sozialstatus und Migrationshintergrund. Allerdings bestehen noch erhebliche Erkenntnislücken zur Gesundheitskompetenz im Kindes- und Jugendalter im Allgemeinen [10], [11], [12] sowie im Kontext von Schulen im Besonderen.

Schulen eignen sich in besonderer Weise, die Gesundheitskompetenz nicht nur der Schülerinnen und Schüler, sondern auch des Schulpersonals zu fördern. Hierzu bedarf es unterschiedlicher Aktivitäten, die die Bandbreite der beiden oben skizzierten Pole abdecken und sowohl Individuen, als auch die Organisation einschließen.

Ausblick

Gesundheit ist eine wichtige Voraussetzung für den Lernerfolg; dieser ist wiederum eine wichtige Bedingung für die Chancen, gesund zu leben und ein hohes Alter zu erreichen [13]. Schulen haben die Möglichkeit, an beiden „Stellschrauben“ zu drehen, in dem sie die Gesundheitskompetenz und die Bildungsgerechtigkeit fördern. Grundlegend eröffnet der Bildungs- und Erziehungsauftrag den Schulen einen Handlungskorridor, der durch die KMK-Empfehlung [1] sowie durch den Inklusionsansatz gestärkt wird. Davon abzugrenzen ist der täglich erlebte schulische Alltag, der maßgeblich dazu beiträgt, ob und wie sich Schulen für die Gesundheit ihrer Schülerinnen und Schüler und ihrer Belegschaft engagieren können bzw. wollen. Die von Paulus [3] erarbeitete Typologie ist diesbezüglich erhellend und macht zugleich deutlich, wie maßgeschneidert die Impulse für Schulen sein müssen, um einen Systemwandel in dem oben skizzierten Sinne zu erreichen. Der Ansatz der Gesundheitskompetenz bietet für die Lebenswelt Schule gute Anknüpfungspunkte, sofern sowohl das System als auch die Individuen adressiert werden. Zugleich könnte die Gesundheitskompetenz auch als ein Outcome-Parameter für die Anstrengungen, Gesundheit in der Lebenswelt zu fördern, eingesetzt werden. Beide Möglichkeiten werden bislang noch nicht ausreichend genutzt. Neben konzeptioneller Arbeit und Implementierungserfahrungen sind auch bestehende Forschungslücken zur Gesundheitskompetenz bei Kindern und Jugendlichen zu füllen.

Conflicts of interest: Alle Autoren tragen Verantwortung für den gesamten Inhalt dieses Artikels und haben der Einreichung des Manuskripts zugestimmt. Finanzierung: Die Autoren erklären, dass sie keine finanzielle Förderung erhalten haben. Interessenkonflikt: Die Autoren erklären, dass kein wirtschaftlicher oder persönlicher Interessenkonflikt vorliegt. Ethisches Statement: Für die Forschungsarbeit wurden weder von Menschen noch von Tieren Primärdaten erhoben.

Conflicts of interest: All authors have accepted responsibility for the entire content of this submitted manuscript and approved submission. Funding: Authors state no funding involved. Conflict of interest: Authors state no conflict of interest. Ethical statement: Primary data for human nor for animals were not collected for this research work.

Literatur

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